MillernTon
·9. Februar 2026
Lage am Millerntor – 09. Februar 2026

In partnership with
Yahoo sportsMillernTon
·9. Februar 2026

Der FC St. Pauli meldet sich zurück und ringt den VfB Stuttgart nieder. Beim Superbowl wird Musik zensiert und (nicht nur) in England gibt es mal wieder VAR-Diskussionen.
Wie hatte Yannick noch im Gegnergespräch vor dem Spiel bei „Rund um den Brustring“ geschrieben: „Man erspielt sich Chancen, nutzt sie wie erwähnt aber zu selten.“ Wenn man am Ende des Spiels 1,95 zu 0,84 xG hat, ist ein 2:1 dann auch ziemlich genau das Ergebnis, was man erwarten kann – und eine ganz okaye Chancenverwertung, endlich mal. Und trotzdem ist Fußball natürlich bei weitem nicht so einfach, wie ich es mir in dem Absatz jetzt gemacht habe.Ausführlicher und deutlich fundierter: „Expect the unexpected“
FC St. Pauli vs. VfB Stuttgart 2:1 – Expect the unexpected
Nike hat außerdem (glückliche und zufriedene) Stimmen gesammelt und die dazugehörigen Statistiken zusammengetragen: „Den Schwung müssen wir jetzt einfach mitnehmen.“
FCSP vs. VfB Stuttgart „Den Schwung müssen wir jetzt einfach mitnehmen.“
St. Pauli noch ohne Sieg im Kalenderjahr. Der VfB noch ohne Niederlage, außerdem Mittwoch souverän ins Pokalhalbfinale marschiert. Doch an diesem Tag war viel wichtiger, dass es endlich mal wieder das vielbeschworene Spielglück gab. Exemplarisch dafür mal drei Szenen:
Als würde das Spiel ein ganz eigener Werbetrailer für Christoph Biermanns Buch „Die Tabelle lügt immer“ sein, in dem ausgeführt wird, wie viel Einfluss der Zufälle (oder hier in meiner Formulierung: Glück und Pech) auf den Teamsport Fußball haben.
Direkt vor dem Stuttgarter Anschlusstreffer durch Leweling springt der Ball im Gewühl noch Arevalo an die Hand, ehe dieser den Pass auf Leweling spielt. Strafbar ist das Handspiel für mich nicht, weil der Ball aus kurzer Distanz nach einem Schussversuch an die Hand abprallt, die sich zudem in einer normalen Bewegung befindet. Mit dem folgenden Pass und Lewelings Haken vor dem Abschluss verstreicht auch zu viel Zeit, um das Handspiel aufgrund der direkten Torerzielung zu ahnden.
FCSP-Fans, regelmäßig: „Boah ey, voll scheiße der kicker, willkürliche Notenvergabe! Warum verlinkt Ihr das noch?!“Auch FCSP-Fans: „Wooooooooow! Drei FCSP-Spieler in der kicker-Elf des Tages! Wie geil ist das denn?!?“Von solchen tagesaktuellen Nebensächlichkeiten lasse ich mich natürlich nicht beirren und stelle daher so sachlich wie möglich und wie jede Woche fest: Jackson Irvine mit einer 2 war der notenbeste St. Paulianer, Tomoya Andō, Arkadiusz Pyrka, Manolis Saliakas, James Sands und Danel Sinani erhielten eine 2,5.Irvine wurde als Spieler des Spiels ausgezeichnet und neben ihm schafften es eben auch Pyrka und Saliakas in besagte Tages-Auswahl. Für alle drei war es die erste Nominierung in dieser Saison.
Bei FotMob ragen mit Pyrka (8,2) und Saliakas (8,1) ebenfalls die Außenbahnspieler heraus, auch Sands (7,9) und Sinani (7,7) werden noch hoch bewertet. In die Spieltagsauswahl hat es hier aber kein FCSP-Spieler geschafft.
Wenn man am Freitag erst sehr spät einschaltete, hat man die Highlights trotzdem noch mitbekommen. Union Berlin und Eintracht Frankfurt ergötzten sich lange Zeit an der Ganzstadionchoreo der Köpenicker mit viel Pyro. Und dann passierte alles in nur vier Minuten. Gästeführung, Elfmeter Union, Gelb-Rot Frankfurt, Ausgleich. Endstand 1:1 (0:0). // Sportschau-Highlights
Weiterhin Platz 17, weiterhin ein direkter Abstiegsplatz. Wie wichtig der Sieg aber nicht nur für den Kopf sondern eben auch für die Tabelle war, sieht man klar, wenn man die drei Punkte mal wieder abzieht. So sind es aktuell zwei Punkte auf Werder (Relegationsrang) und zwei Punkte auf Wolfsburg (Platz 15).Es ist also wieder deutlich Licht am Ende des Klassenerhalts-Tunnels zu erkennen.
Anlässlich des 8. März gibt es ein Shirt und einen Schal zu erwerben. Die Gewinne werden an Organisationen gespendet, die FLINTA*-Personen stärken, wie Frauenhäuser, Mädchenprojekte und Initiativen für Selbstbestimmung, Schutz und Empowerment. // Facebook
Nach dem Ligaspiel in Augsburg wurde der Teambus des FCSP bei einem Aufenthalt in der Nähe von Nürnberg-Fans mit einem großen „FCN“-Schriftzug beschmiert. Im Main-Echo Aschaffenburg (€) wurde nun berichtet, wie eine Putzkolonne aus Wörth den Bus binnen kurzer Zeit von der Farbe befreien konnte, ehe diese sich vielleicht nur noch mit erheblichem Mehraufwand hätte entfernen lassen können.Danke an Sabine für die Zusendung des Artikels.
Heute vor einem Jahr starb Bernd von den Veteranen beim Auswärtsspiel in Leipzig. Möge es dir gutgehen, wo auch immer Du jetzt bist.
Letzte Woche noch der wichtige Sieg gegen Tabellenführer Ahrensburger TSV, jetzt hingegen für die 1. Männer eine sehr schmerzhafte 28:29 (16:11)-Niederlage in der Oberliga beim direkten Verfolger TSV Ellerbek II. Insbesondere nach der komfortablen Halbzeitführung sah es lange nicht danach aus, auch eine Viertelstunde vor Schluss führte man noch mit 25:20 und somit fünf Toren.Doch dann ging es irgendwie dahin und ein Sieben-Meter neun Sekunden vor dem Ende bedeutete die erste Führung für die Gastgeber im gesamten Spiel – und den Endstand.Ahrensburg gewann hingegen sein Spiel und liegt nun wieder zwei Minuspunkte vor dem FCSP und eben Ellerbek.
Achtungserfolg hingegen für die 1. Frauen in der Regionalliga, die gegen die HSG Tarp/Wanderup mit 24:21 (11:9) gewannen und so die Rote Laterne an die SG Hamburg-Nord weiterreichten. Bei noch neun ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf den für den Klassenerhalt nötigen Platz 11 aber leider immer noch sieben Punkte.
Das ungewohnte Gefühl einer Niederlage gab es für die 1. Damen in der Stadtliga. Gegen den ATSV II gab es eine 51:53-Niederlage, mit der man nun einen Sieg Rückstand auf Tabellenführer Rist Wedel III hat, aber weiterhin auf Rang 2 liegt.
Sieg und Niederlage für das Bundesliga-Team des FCSP am ersten Heimspielwochenende: Am Samstag gab es ein 4,5 zu 3,5 gegen die Schachfreunde Deizisau.Sonntag hingegen wurde etwas überraschend gegen den MSA Zugzwang mit 5,0 zu 3,0 verloren, was für die Gegner den ersten Saisonsieg bedeutete.
Nein, kein Superbowl-Spoiler von mir. Aber zumindest der Hinweis darauf, dass Green Day-Frontmann Billie Joe Armstrong bei „American Idiot“ auch ein „Fuck America“ einbaute, was in der TV-Übertragung „geschickt“ editiert wurde. Bei einem Konzert am Freitag war er deutlicher geworden, als er alle ICE-Agents aufforderte, den „shitty job“ zu kündigen. // Vice.com
Beim Fußball ist 4:5 nicht gerade ein Standard-Ergebnis. Bemerkenswert also, wenn der 1. FC Magdeburg im Abstiegskrimi (Letzter gegen Vorletzter) bei der SpVgg Fürth eben mit diesem Ergebnis gewinnt. Bereits nach 33 Minuten führten die Gäste mit 5:1. Ich zitiere aus dem kicker-Liveticker, um noch etwas „Neues von den Alten“-Content unterzubringen: „Erst als Vogel beim Stand von 1:5 [Philipp] Ziereis brachte, stabilisierte sich die Spielvereinigung.“Doch Fürth stabilisierte sich nicht nur, sondern erzielte seinerseits noch die Treffer zwei, drei und vier, Letzteren bereits in Minute 47! Doch nach neun Toren in der Spielzeit bis dahin blieb der Rest des Abends torlos.
Funfact: Was es komplett verrückt macht, ist, dass das Hinspiel ebenfalls mit 4:5 endete, damals eben mit dem besseren Ende für das Kleeblatt. Ohne es hier recherchiert zu haben, wage ich mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass es zweimal 4:5 in Hin- und Rückspiel nicht nur in der 2. Liga noch nie gab, sondern wahrscheinlich auch in der 1. und 3. Liga sowie den anderen Topligen Europas und den europäischen Wettbewerben noch nie.(Nein, Mario, das ist kein verstecktes Adventskalender-Rätsel, bei dem wir darauf warten, dass Du die 4. Liga Luxemburgs aus der Saison 1968/69 als Lösung hervorzauberst.)
Holger Klein hat mit Nora Hespers telefoniert und mit ihr darüber gesprochen, warum der Sportjournalismus nach wie vor eine Männerdomäne ist und der Anteil der Frauen und den Redaktionen konstant zwischen zehn und 15 Prozent liegt. Auch wenn man bei Fußballübertragungen inzwischen feststellen kann, dass etwa die Hälfte der Moderator*innen weiblich ist, so sieht es in den Redaktionen eben immer noch komplett anders aus. // Uebermedien.de (Podcast ca. 22min)
Auch bei den Olympischen Winterspielen ist die menschenverachtende Politik der USA regelmäßiges Thema, auch durch Fragen der Presse an US-Athlet*innen. Skiläuferin Mikaela Shiffrin lieferte hierbei besonders geschickt ab und kritisierte den US-Präsidenten ungewöhnlich deutlich, ohne ihn aber direkt zu erwähnen. // Reuters.com
„It’s always an honour and a privilege to represent Team USA and to represent your country. […] I’m really hoping to show up and represent my values. Values of inclusivity, values of diversity and kindness and sharing. Tenacity, work ethic, showing up with my team every single day… and the values that we bring and put out on the mountain and on the hill every single day.“ Mikaela Shiffrin, Alpine Skiläuferin und Goldfavoritin, USA / Reuters.com
Wilde Szene in der 99. Minute. City führt auswärts mit einem Tor, der Keeper ist mit vorne, Konter, Schuss von der Mittellinie, der Ball kullert ins Tor. Parallel dazu ein Laufduell zwischen Liverpools Dominik Szoboszlai und Erling Haaland, bei dem Citys Stürmer klar vorne ist, dann gehalten wird und am Ende danach selber hält.Der Schiedsrichter auf dem Feld erkennt auf Vorteil und gibt das Tor.Der VAR greift am Ende ein, wahrscheinlich weil er meint, das Foul von Haaland ahnden zu müssen… da dies aber ja nur durch das vorherige Foul von Szoboszlai überhaupt „nötig“ wird, gibt es Rot für Szoboszlai und Freistoß für City, das Tor wird aberkannt. Das ist schon ein bisschen Regelfetischismus, ich hätte hier ohne VAR sowieso auf Tor erkannt – und mir auch mit VAR gewünscht, dass das Tor zählt. // Highlights
Das ist wirklich so bescheuert, man kann es sich nicht ausdenken. Zunächst einmal machte ein Heiratsantrag in einem Fußballstadion hierzulande Schlagzeilen. Es war nicht der erste, es wird nicht der letzte sein – und ehrlich gesagt erzeugt das bei mir immer ein bisschen Fremdscham.Im aktuellen Fall konnte man darüber hinwegsehen, wenn man denn wollte, denn es begab sich in Köln bei einem Heimspiel des Effzeh, dass ein Schiedsrichter seinem Freund einen Antrag machte. Okay, das war so in der Form immerhin neu.
Ein paar Tage später die überraschende Wende, denn der Schiedsrichter solle angeblich von der Staatsanwaltschaft gesucht worden sein. Große Schlagzeilen erneut inklusive. Ein bisschen erstaunlich, zugegeben, denn warum sollte man dann ausgerechnet die ganz große Bühne für so einen Antrag wählen?Noch ein paar Tage später: Haha, sorry, kleine Panne… zwar gebe es tatsächlich ein laufendes Verfahren, allerdings sei die Info, er wäre zur Fahndung ausgeschrieben, eine bedauerliche Datenpanne gewesen, denn die Anschrift sei sehr wohl bekannt gewesen. Blöd, dass man reißerische Schlagezeilen im Nachgang nur noch schwer eingefangen bekommt. // queer.de
Diese beiden, ey… // Instagram
Forza St. Pauli!// Maik
Alle Beiträge beim MillernTon sind gratis. Wir freuen uns aber sehr, wenn Du uns unterstützt.
Unsere Kommentare sind nur per Registrierung zugänglich. Bitte bei Bedarf eine E-Mail mit Klarnamen und gewünschtem Username an Maik@MillernTon.de schicken.
// Teile diesen Beitrag mit Deinem Social Media Account (Datenübertragung erfolgt erst nach Klick)









































