FC Bayern München
·19. August 2026
Laudatio von Luca Toni: „Premium-Version eines Stürmers“

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·19. August 2026

Über 60 geladene Gäste im FC Bayern Museum in der Allianz Arena, unter ihnen der italienische Weltmeister und ehemalige FCB-Torjäger Luca Toni als Laudator: Harry Kane wurde in einem feierlichen Rahmen zum zweiten Mal in seiner Karriere mit dem Goldenen Schuh als erfolgreichster Torschütze Europas geehrt. „Lieber Harry, im Namen aller Stürmer – der alten, der neuen und derjenigen, die noch davon träumen, einmal so viele Tore zu schießen wie du: Jeder Stürmer ist stolz, wie du unser Spiel auf ein neues Level gehoben hast“, sagte Luca Toni: „Du bist die Premium-Version eines Stürmers.“
In der Galerie gibt es die Bilder der Veranstaltung:
In der Galerie gibt es die besten Bilder von der Preisverleihung des Goldenen Schuhs an Harry Kane aus dem FC Bayern Museum.













Der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen hatte eingangs in einem Talk mit Marc Lenz von der Bundesliga begrüßt und erklärt: „Echte Weltklassespieler zeichnet aus, dass sie sich weiterentwickeln. Vor zwei Jahren habe ich Harry hier anlässlich seines ersten Goldenen Schuhs als 360-Grad-Stürmer bezeichnet – und er hat sich noch einmal gesteigert.“ Als die Trophäe dem Bayern-Stürmer von Luca Toni und Tobias Goldbrunner („kicker“) übergeben wurde, zollten an der Seite des Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß auch Präsident Herbert Hainer, Sportvorstand Max Eberl, Sportdirektor Christoph Freund, Cheftrainer Vincent Kompany, Vorstand Rouven Kasper, der ehemalige Präsident Karl Hopfner sowie Vertreter der Bundesliga lang anhaltenden Beifall. Bereits 2023/24 hatte Kane den Goldenen Schuh nach seiner Einstandssaison in München gewonnen. Auch damals sicherte er sich die Auszeichnung mit 36 Bundesliga-Treffern – Bestwert in den europäischen Top-Ligen.
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Kane, der von seiner ganzen Familie begleitet wurde, dankte nach der Ehrung seinen Teamkollegen, dem Trainerteam um Vincent Kompany und allen, „ohne die solche Ehrungen nicht möglich“ wären. „Es war eine außergewöhnliche Saison, wir können alle sehr stolz sein. Das ist eine sehr spezielle Mannschaft. Ich denke, es war die beste Saison meiner Karriere. Ich freue mich auf die neue Saison und werde alles dafür geben, dass wir gemeinsam weiter so erfolgreich sind.“
Er habe die letzten beiden Tage sein Englisch aufgefrischt – extra für diese Ehrung, eröffnete Luca Toni auf sympathische Art seine Laudatio, bei der er mit charmanten Bonmots immer wieder Applaus erntete. So eine Lobrede auf Kane sei einfach, begann er – „weil dein Leben eine Steilvorlage ist, da muss man den Ball nur noch ins Tor schießen“. Andererseits sei sie für einen ehemaligen Stürmer „auch etwas kompliziert - weil du die Rekorde von allen brichst, die vor dir gespielt haben. Dennoch liebe ich den Fußball zu sehr, als dass ich sagen könnte: Bitte hör auf damit, alle unsere Statistiken umzuschreiben. Du bist eine Tormaschine: Mach genau so weiter! Das ist deine Zeit.“
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„Zu meiner Zeit lief Fußball so“, erläuterte der Italiener: „Ich schoss ein Tor und schraubte an meinem Ohr. Du schießt ein Tor – und dann schießt du das nächste. Und das nächste. Ich wartete im Strafraum, und wenn ein Ball kam, schoss ich ihn ins Tor. Du wartest nicht im Strafraum – wenn kein Ball kommt, organisierst du ihn dir selbst und schießt ihn dann ins Tor.“ Oft gäbe es für einen Stürmer im Strafraum gar keinen Platz: „Ein guter Stürmer findet ihn – und Harry Kane erfindet ihn.“ Kane habe die „falsche Neun“ zu etwas völlig Neuem gemacht: „Künftige Stürmer werden an deinen Maßstäben gemessen.“ Darüber hinaus sei Kane ein Teamplayer, der auch ein Auge für die anderen neben dem Platz hat: Mit der Harry Kane Foundation setzt er sich besonders für mentale Gesundheit ein. „Lieber Harry – wir verneigen uns vor einem großen Sportsmann und einer der größten Persönlichkeiten des Fußballs unserer Zeit.“ Bei der Weltfußballerwahl würde er gerne wieder die Laudatio auf ihn halten, meinte Toni: „Glückwunsch zu deinem zweiten Goldenen Schuh als bester Torschütze Europas! Keiner hat ihn mehr verdient.“ Er schloss seine Rede mit der Bitte um ein gemeinsames Selfie: „Weil du der Beste bist, die Numero Uno – und weil ich liebe, wie du spielst!“
Kane ist für den FC Bayern wichtig, „weit über seine Tore hinaus“, ergänzte Dreesen: „Wenn ich ihn in einem Satz beschreiben müsste, würde ich sagen: Außergewöhnliche Qualität, außergewöhnliche Kompetenz und außergewöhnlicher Charakter.“ Dass Kane wie Lewandowski zum zweiten Mal mit dem Goldenen Schuh geehrt wurde, zeige: „Der FC Bayern ist eine fantastische Heimat für große Stürmer.“
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Die Ehrung war von der Moderatorin Britta Hoffmann geleitet worden, zu den Programmpunkten zählten Videoclips mit einer Zusammenfassung von Kanes Toren sowie Grußbotschaften von Fußballgrößen aus aller Welt, von Alan Shearer, Gary Lineker und Rio Ferdinand über Jürgen Klinsmann und Robert Lewandowski bis hin zu Bastian Schweinsteiger. Kane ist nach Gerd Müller, der 1970 und 1972 den Goldenen Schuh erhielt, sowie Robert Lewandowski (2021 und 2022) der dritte Münchner, der diese besondere Auszeichnung nun schon zum zweiten Mal in Empfang genommen hat – nur Lionel Messi und Cristiano Ronaldo wurden öfter damit geehrt.
Die Trophäe für den besten Torjäger einer Saison wurde von 1968 bis 1991 vom französischen Fachmagazin L'Équipe vergeben. Seit 1997 nimmt der Verband „European Sports Media“ die Ehrung vor. Neben Gerd Müller und Lewandowski trugen sich auch die früheren Bayern-Profis Roy Makaay und Luca Toni in die prominente Siegerliste ein, allerdings noch als Spieler von Deportivo La Coruna beziehungsweise des AC Florenz.







































