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·23. Februar 2026

Laura Freigang bringt Eintracht Frankfurt auf Kurs

Artikelbild: Laura Freigang bringt Eintracht Frankfurt auf Kurs

Eintracht Frankfurt ist zurück auf dem dritten Tabellenplatz in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team von Trainer Niko Arnautis, das die vier zurückliegenden Spielzeiten jeweils auf Europapokalrang drei abgeschlossen hatte, landete zum Abschluss des 19. Spieltages einen 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SC Freiburg und überholte mit jetzt 33 Punkten die direkten Konkurrenten TSG Hoffenheim (32 Zähler) und Bayer 04 Leverkusen (31) in der Tabelle.

Vor 2450 Zuschauer*innen im Stadion am Brentanobad brachte Nationalspielerin Laura Freigang (36.) die Gastgeberinnen mit ihrem fünften Saisontreffer vor der Pause auf die Siegerstraße. In der zweiten Halbzeit machten ihre DFB-Teamkollegin Elisa Senß (53.) und die eingewechselte Schwedin Rebecka Blomqvist (83.) alles klar.


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Eintracht Frankfurt setzte mit dem zehnten Dreier in der laufenden Spielzeit gleich zwei Erfolgsserien fort. Seit sechs Bundesligapartien gab es keine Niederlage mehr (vier Siege, zwei Remis). Außerdem bleibt die Bilanz bei Montagspielen im eigenen Stadion mit jetzt 13 Erfolgen und zwei Unentschieden fast makellos.

Jella Veit: "Ein wenig aufgeregt"

"Wir haben es über 90 Minuten gut gemacht und auch verdient gewonnen", sagte Frankfurts Neu-Nationalspielerin Jella Veit im Interview mit SPORT1. "Bei einigen guten Möglichkeiten der Freiburgerinnen hat aber auch Lina Altenburg sehr gut gehalten. Wir haben in der Winterpause hart gearbeitet, das zahlt sich jetzt aus. Ich bin super happy, dass ich nun zur Nationalmannschaft reisen darf, und bin auch schon ein wenig aufgeregt."

Torschützin Laura Freigang erklärte: "Mein Treffer im Nachsetzen war eine Willensleistung, der Sieg war eine Willensleistung des gesamten Teams. Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft. So wollen wir auch nach der Länderspielpause weitermachen."

Lisa Karl: "Individuelle Fehler"

"Wir waren eigentlich gut im Spiel, haben uns dann aber vor den ersten beiden Gegentoren zwei individuelle Fehler geleistet, die Frankfurt sofort ausgenutzt hat", meinte Freiburgs Anführerin Lisa Karl gegenüber SPORT1. "Wir haben auch nach dem Rückstand daran geglaubt, dass wir noch etwas mitnehmen können. Leider ist uns kein Tor gelungen."

Trainer Edmond Kapllani betonte: "Wir haben gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir konnten jedoch unsere Momente nicht nutzen und haben zweimal in der eigenen Hälfte den Ball verloren. Das hat die Eintracht bestraft und damit ihre Qualität gezeigt."

Hayley Raso schon abgereist

Im Vergleich zum erfolgreichen Viertelfinalrückspiel im UEFA Women's Europa Cup beim FC Nordsjælland (3:2 nach dem 4:0 im Hinspiel) rotierte Eintracht-Trainer Niko Arnautis auf fünf Positionen. Sara Doorsoun, Nina Lührßen sowie die drei Nationalspielerinnen Lisanne Gräwe, Nicol Anyomi und Laura Freigang rückten für Marthine Østenstad, Pia-Sophie Wolter, Noemi Ivelji, Remina Chiba und Jarne Teulings (alle Bank) in die Startelf.

Weiterhin verzichten mussten die Frankfurterinnen auf Innenverteidigerin Amanda Ilestedt und Torhüterin Sophia Winkler. Außerdem fehlte Hayley Raso im Spieltagskader, da sie bereits zur australischen Nationalmannschaft abgereist war.

Beim SC Freiburg verzichtete Trainer Edmond Kapllani gegenüber dem 1:1 gegen den 1. FC Union Berlin auf Umstellungen. Neben Ally Gudorf (Ausfall aus persönlichen Gründen) standen auch Stammtorhüterin Laura Benkarth (muskuläre Probleme), die weitere Torfrau Sarah-Lisa Dübel (Schulterverletzung) und Mittelfeldspielerin Nora Scherer (Aufbautraining nach muskulären Beschwerden) weiterhin nicht zur Verfügung. Dagegen meldete sich Defensivspielerin Greta Stegemann nach Sehnenproblemen rechtzeitig fit und gehörte zum Aufgebot.

Lina Altenburg verhindert 0:1

Schon nach wenigen Sekunden hatten die Gäste aus dem Breisgau die große Chance, in Führung zu gehen. Eine Rechtsflanke von Selina Vobian, die beim Freiburger 3:2-Erfolg im Hinspiel einen Doppelpack geschnürt hatte, nahm U 23-Nationalspielerin Tessa Blumenberg direkt, scheiterte aber aus kurzer Entfernung an der gut reagierenden Frankfurter Torhüterin Lina Altenburg. Wenig später war die U 23-Nationaltorfrau Lina Altenburg auch bei einem Flachschuss von Lisa Kolb auf dem Posten.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kam die Eintracht besser in die Partie, erarbeitete sich mehr Spielanteile und auch erste Torannäherungen. So verfehlte ein Kopfball von Laura Freigang nach einer Linksflanke von Nina Lührßen nur knapp sein Ziel. Auch ein gefährlicher Eckball der Ex-Freiburgerin Ereleta Memeti strich hauchdünn am langen Eck vorbei.

Dem Führungstreffer der Hessinnen ging dann ein Ballverlust von Freiburgs Kapitänin Lisa Karl gegen Ereleta Memeti voraus. Die Schweizer Nationalspielerin Geraldine Reuter brachte den Ball von der rechten Seite nach innen und fand Spielführerin Laura Freigang, die zwar im ersten Versuch an Freiburgs Torhüterin Rebecca Adamczyk scheiterte, aber im Nachsetzen die Kugel doch noch zum 1:0 (36.) ins Netz beförderte.

Kurz vor der Pause mussten die Gastgeberinnen aber noch einmal eine Schrecksekunde überstehen, als Luca Birkholz nach einem gelungenen Zusammenspiel mit Selina Vobian die gesamte Hintermannschaft der Eintracht überlief. Frei vor dem Frankfurter Tor entschied sich die Mittelstürmerin allerdings nicht für ein Abspiel zur mitgelaufenen Meret Felde, sondern zog selbst ab und bekam den Ball nicht an Lina Altenburg vorbei.

Elisa Senß trifft mühelos

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es zunächst unverändert weiter - und Eintracht Frankfurt drängte direkt auf das 2:0. So schoss Ereleta Memeti von der Strafraumgrenze knapp über das Tor. Noch besser war die Möglichkeit für Geraldine Reuteler, die nach einem klugen Rückpass ihrer Landsfrau Nadine Riesen ebenfalls ein wenig zu hoch zielte. Aber auch der Sport-Club stellte schnell unter Beweis, dass sich das Team noch längst nicht aufgegeben hatte. Lisa Karl traf im Anschluss an einen Eckball mit einem abgefälschten Schuss aus spitzem Winkel das Außennetz.

Das Tor fiel stattdessen auf der anderen Seite. Nach einem starken Solo von Ereleta Memeti hatte Nationalspielerin Elisa Senß keine Mühe, den mustergültigen Querpass zum 2:0 (53.) im Freiburger Kasten unterzubringen.

Alu-Pech auf beiden Seiten

In der Folgezeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit zahlreichen Torszenen auf beiden Seiten. Luca Birkholz per Kopfball und Tessa Blumendorf mit einer Direktabnahme scheiterten jeweils an Eintracht-Torhüterin Lina Altenberg. Frankfurts Torschützin Laura Freigang konnte Rebecca Adamczyk mit einem abgefälschten Flachschuss nicht überwinden. Nach einer guten Stunde traf Lisanne Gräwe mit einem wuchtigen 20-Meter-Schuss die Latte des Freiburger Tores.

Auch in der Schlussphase tauchten die Gäste immer wieder gefährlich im Eintracht-Strafraum auf. Ein Abschluss der auffälligen Tessa Blumenberg wurde geblockt, wenig später scheiterte Selina Vobian nach einem Zuspiel der eingewechselten Svenja Fölmli am Außenpfosten. Besser machte es Frankfurts Jokerin Rebecka Blomqvist, die nach einer Flanke von Nadine Riesen mit einem Linksschuss ins lange Eck auf 3:0 (83.) erhöhte und damit die letzten Zweifel am dreifachen Punktgewinn beseitigte. Der SC Freiburg blieb zum dritten Mal in Folge ohne Sieg (ein Zähler) und bleibt auf Platz sieben. 

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