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·12. Februar 2026
Leipziger Schiri-Wut nach Pokal-Aus - Gräfe mit deutlicher Reaktion

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·12. Februar 2026

Ein wirklich spannendes oder hochklassig-unterhaltsames Viertelfinale im DFB-Pokal bot das Duell zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig nicht. Die Münchener setzten sich schlussendlich mit einem 2:0 durch und ziehen damit ins Halbfinale ein.
Bei den Gästen aus Sachsen überwog neben der Ernüchterung über das Aus auch der Frust über die Schiedsrichter-Leistung. Daniel Siebert und sein Team seien "nicht auf Viertelfinal-Niveau" gewesen, wie Ole Werner gegenüber Sky kritisierte.
Den größten Unmut zog Siebert mit einer Szene auf sich, in der es potenziell einen Strafstoß für RBL hätte geben können - bei der das Foul aber wohl eher außerhalb des Strafraums lag. Allerdings gab es nichtmal diesen vermeintlich doch sehr klaren Freistoß für die Herausforderer.
"Als allererstes ist für mich Wahnsinn, dass er gar keinen Tatort gesehen hat. Die sind zu viert, die sind alle verkabelt. Ich hatte dasselbe Sichtfeld wie der Vierte Offizielle. Es ist ein klares Foul", monierte Werner. Siebert ließ die Szene weiterlaufen, sodass erst später eine kurze Überprüfung ob der Stelle des Fouls vorgenommen werden konnte. Da aber nicht auf einen Freistoß korrigiert werden kann, ging die Werner-Truppe komplett leer aus.
"Wenn es kein Elfmeter sein sollte, ist es zumindest mal ein Freistoß, der bei unseren Schützen zumindest eine 50-prozentige Torchance ist", so der Leipzig-Coach weiter. Ohnehin habe er den Kontakt "eher im Strafraum als außerhalb" gesehen.
Insgesamt sei es definitiv "keine gute Leistung des Schiedsrichters" gewesen, wie Werner zusammenfasste. Als Hauptgrund für die Niederlage wollte er ihn aber ausdrücklich nicht nennen. Für ein zusätzliches Geschmäckle soll dann noch ein ausgebliebener Handschlag gesorgt haben, wie er verriet: "Ich bin zum Schiedsrichter hin, der hat mein Angebot des Handschlags komplett ignoriert. Ich weiß nicht, was ich ihm getan habe. Vielleicht hat er es auch nicht mitbekommen, weil er mit anderen Leuten im Gespräch war. Keine Ahnung."
Bei X (ehemals Twitter) äußerte sich auch Manuel Gräfe mit sehr deutlichen Worten zu der Szene, die bei Werner für so viel Frust gesorgt hatte. Der ehemalige Schiedsrichter kommentierte: "Klarer Elfer für RBL! Klares Beinstellen, das darf der Ref auch selbst sehen, aber innerhalb [des Strafraums] ist VAR!"
"Linker Fuß steht schon an der Linie und der Kontakt ist definitiv auf fast Kniehöhe - und damit fast 20-30cm weiter und über der Strafraumlinie, die zum Strafraum gehört", erklärte Gräfe anhand seiner heimischen TV-Bilder, weshalb es seiner Ansicht nach einen Elfmeter für Leipzig hätte geben müssen.
Den Frust der Gäste konnte Gräfe dementsprechend nachvollziehen. Für die deutlichen Proteste sah Werner selbst übrigens eine frühe Gelbe Karte. Über die restliche Partie musste er sich also etwas zurückhalten.
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