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·19. Mai 2026

Leverkusen vor Restart: Was Rolfes alles verändern will

Artikelbild:Leverkusen vor Restart: Was Rolfes alles verändern will

Nach einer enttäuschenden Saison und nur Rang sechs in der Bundesliga-Tabelle steht bei Bayer 04 Leverkusen offenbar ein größerer Neustart bevor. Das 1:1 am 34. Spieltag gegen den Hamburger SV hat die internen Zweifel an der aktuellen Entwicklung noch einmal verstärkt. Besonders Sportchef Simon Rolfes kündigte nach dem Spiel deutliche Veränderungen im Sommer an.

Wie der kicker berichtet, steht das Aus von Trainer Kasper Hjulmand inzwischen unmittelbar bevor. Gleichzeitig plant Rolfes einen größeren Umbau im Kader und fordert vor allem mehr Mentalität, Widerstandsfähigkeit und Führungsqualität innerhalb der Mannschaft.


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Rolfes fordert neue Führungsspieler

Das Remis gegen den HSV galt intern offenbar als Sinnbild der gesamten Saison. Trotz spielerischer Überlegenheit ließ Leverkusen erneut Punkte gegen ein Team aus dem unteren Tabellenbereich liegen. Insgesamt verspielte Bayer in dieser Spielzeit 21 Punkte gegen Mannschaften ab Platz neun abwärts. Besonders die Schlussphase gegen Hamburg sorgte bei den Verantwortlichen für Frust. Rolfes kritisierte öffentlich, dass die Mannschaft nicht mit letzter Konsequenz auf den Sieg gegangen sei. Ihm habe die nötige Energie und der „grundsätzliche Widerstand“ gefehlt.

Der Geschäftsführer kündigte an, dass Bayer im Sommer wieder stärker auf „vorangehende Typen“ setzen wolle. Gemeint seien Spieler, die Verantwortung übernehmen, Widerstand zeigen und die Mannschaft in schwierigen Phasen mitziehen. Dabei gehe es laut Rolfes ausdrücklich nicht nur um erfahrene Spieler, sondern um Mentalität und Haltung innerhalb der Gruppe.

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Foto: Getty Images

Gleichzeitig zeigte sich der 44-Jährige auch selbstkritisch. Der große Umbruch nach der Double-Saison 2023/24 habe dazu geführt, dass einige wichtige Faktoren vernachlässigt worden seien. Nun wolle man wieder „Stringenz“ und ein stärkeres Commitment innerhalb der Mannschaft herstellen.

Neben Veränderungen im Kader dürfte deshalb auch auf der Trainerposition zeitnah Bewegung entstehen. Nach kicker-Informationen gilt die Trennung von Hjulmand trotz Vertrags bis 2027 intern als beschlossene Sache. Zuletzt wurden bereits mehrere mögliche Nachfolger gehandelt, darunter der brasilianische Ex-Profi Filipe Luis und Michel, aktuell Coach beim FC Girona in Spanien. Nach dem Absturz aus den Champions-League-Rängen will Leverkusen im Sommer vorrangig personell reagieren, aber auch die gesamte Ausrichtung der Mannschaft neu schärfen.

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