Nur die Raute
·18. Februar 2026
Litauen, Rumänien, VAE: HSV-Star über seinen irren Karriereweg

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·18. Februar 2026

Als der HSV im Winter beim FC Basel zuschlug und sich die Dienste von Philip Otele sicherte, staunten viele Fans besonders über den außergewöhnlichen Werdegang des Flügelspielers.
Der Nigerianer, für den die Rothosen eine Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro besitzen, beschritt einen Karriereweg der etwas anderen Art. Seine Reise führte ihn über Litauen, Rumänien und die Vereinigten Arabischen Emirate bis in die Schweiz, von wo aus es zum HSV ging.
Ein Engagement in einer Top-Fünf-Liga war 2019 allerdings noch lange nicht abzusehen. Damals heuerte Otele im Alter von immerhin 20 Jahren beim No-Name-Verein Zalgiris Kaunas in Litauen an. „Ich werde ihnen für immer dankbar sein. Das war der Klub, der mir zuerst die Chance gegeben hat, professionell Fußball zu spielen“, erklärte Otele nun gegenüber HSV.de. „Kaunas wird für immer Familie für mich bleiben, denn sie haben an mich geglaubt, obwohl ich ohne professionelle Ausbildung an den Tryouts teilgenommen habe.“
Weiter berichtet der heute 26-Jährige: „Auch danach hatten die sportlich Verantwortlichen und der Trainer viel Geduld mit mir und haben mir etwa taktische Fehler verziehen. Es war ein ganz wichtiger Schritt für mich.“
Über seine Zeit in Rumänien, wo er zwischen 2022 und 2024 für UTA Arad und CFR Cluj spielte, spricht Otele ebenfalls positiv: „Das war eine super Erfahrung. Ich habe dort für zwei gute Mannschaften gespielt, in denen ich mich spielerisch und menschlich noch einmal weiterentwickeln konnte. Auch das Leben in Rumänien war spannend. Die Menschen dort waren extrem freundlich zu mir und haben es mir einfach gemacht, mich dort wohlzufühlen.“
Klar ist: Der Linksaußen blickt auf eine Laufbahn, die von deutlich mehr Widerständen geprägt wurde, als dies bei seinen Teamkollegen der Fall ist. Doch das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Ganz im Gegenteil. „Ich sehe meinen Karriereweg als einen Segen an“, sagt Otele in aller Deutlichkeit. „Alles im Leben passiert aus einem bestimmten Grund.“
Er ergänzt: „Ich hatte aufgrund von Problemen mit der Arbeitsgenehmigung zunächst Schwierigkeiten, in Europa als Fußballer Fuß zu fassen, und bin dennoch meinen Weg gegangen. In Litauen war ich fernab von meiner Familie auf mich allein gestellt und habe mich durchgekämpft, weil ich den Traum vom Profifußball unbedingt realisieren wollte. Diese Erfahrungen haben mich extrem geprägt.“









































