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·16. April 2026

Löw: Kein Trainerjob in der Bundesliga

Artikelbild:Löw: Kein Trainerjob in der Bundesliga

Weltmeister Trainer Joachim Löw schließt ein Comeback auf einer Bundesliga-Trainerbank weiter aus. Der frühere Bundestrainer sieht für sich keinen Reiz darin, Woche für Woche in der deutschen Eliteklasse zu arbeiten. Interessant fände er vielmehr ein Team mit internationalen Ambitionen, das er über längere Zeit an die europäische Spitze führen könnte.

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Bundesliga bleibt für Löw tabu

Im Interview mit der Wochenzeitung Die Zeit (Link hinter Paywall)machte der 66-Jährige unmissverständlich klar: „Einen Trainerjob in der Bundesliga habe ich ausgeschlossen, dabei bleibe ich auch.“ Gleichzeitig betonte er, das bedeute nicht, dass ihm keine Ideen für die Weiterentwicklung von Vereinsmannschaften kämen. Die tägliche Arbeit im Bundesliga-Alltag reizt ihn jedoch nicht. „Ich sehe keinen Reiz darin, Wochenende für Wochenende Bundesligaspiele zu bestreiten“, sagte Löw.


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Ein Engagement auf internationalem Niveau kann er sich dagegen weiterhin vorstellen. „Aber ein Team mit internationalen Ambitionen mit Ausdauer an die europäische Spitze zu führen, das könnte ich mir vorstellen“, erklärte der Weltmeistercoach von 2014. Fußball sei und bleibe seine große Leidenschaft: „Das wird sich nie ändern. Ich habe immer gesagt, falls irgendetwas kommt, wo ich wirklich dafür brennen würde, kann ich es mir noch mal vorstellen.“ Sollte ein solcher Job ausbleiben, sei das für ihn „völlig in Ordnung. Ich bin zufrieden mit meinem Leben.“

Kritik an kurzfristigem Denken der Klubs

Der 66-Jährige, der die deutsche Nationalmannschaft 2014 in Brasilien zum WM-Titel führte, kritisierte zugleich die häufig kurze Perspektive vieler Vereine bei strategischen Entscheidungen. „Wenige Vereine machen sich die Mühe, ein mittel- oder langfristiges Modell zu entwickeln, nur wenige Sportvorstände verlangen ein solches Konzept, wenn sie nach Trainern suchen“, sagte Löw. Stattdessen gehe es aus seiner Sicht meist nur um den unmittelbaren Erfolg: „Wie können wir gewinnen, aufsteigen, den Klassenerhalt schaffen?“

Auch mit dem oft beschworenen Bild der sogenannten deutschen Tugenden kann Löw wenig anfangen. „In Deutschland wird gern gesagt: Wir müssen mehr kämpfen, wir müssen dreckig spielen. Damit gewinnt man vielleicht mal ein Spiel oder zwei, aber so wird man nie ein großes Turnier gewinnen oder die Champions League, auch nicht die Bundesliga“, meinte er.

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