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·5. Juni 2026
Mahmut Uslu: „Wir verfügen über die Mittel, Mbappe zu Fenerbahce zu holen“

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·5. Juni 2026

Im Vorfeld der mit enormer Spannung erwarteten Präsidentschaftswahlen bei Fenerbahce fliegen die verbalen Giftpfeile immer tiefer. Das Team rund um den ambitionierten Präsidentschaftskandidaten Aziz Yildirim schaltet im Werben um die Gunst der Vereinsmitglieder kurz vor dem Wahltag spürbar einen Gang hoch. In einem Exklusiv-Interview mit dem Sportsender Tivibu Spor sorgte Mahmut Uslu, der als potenzielles Vorstandsmitglied auf der offiziellen Liste von Aziz Yildirim steht, für ein echtes mediales Beben. Mit einer kaum verhüllten und scharf formulierten Anspielung auf Hakan Safi untermauerte der Funktionär die immense wirtschaftliche Schlagkraft der eigenen Gruppierung und brachte dabei sogar einen der größten Namen des Weltfußballs ins Gespräch. Er betonte selbstbewusst, dass bei Real Madrid ein Mbappe-Problem existiere und fügte an, dass ihre Führungsriege definitiv die Kraft besitze, einen Kaliber wie Kylian Mbappe zu verpflichten, da im Umfeld des Klubs ohnehin permanent über finanzielle Mittel geredet werde.
Abseits der spektakulären Gedankenspiele präsentierte der erfahrene Funktionär bereits handfeste sportliche Fakten für die Kaderplanung der kommenden Monate. Die Defizite im aktuellen Aufgebot der Blau-Gelben seien intern genauestens analysiert worden und die sportliche Führung wisse exakt, an welchen Stellschrauben gedreht werden müsse. Laut seinen Aussagen herrscht im Angriff dringender Handlungsbedarf, weshalb zwei neue Stürmer für die kommende Spielzeit eingeplant sind. „Mit beiden wurde eine Einigung erzielt, wir werden sie holen. Zwei Stürmer stehen bereit“, verkündete Mahmut Uslu gewohnt offensiv. Darüber hinaus fahndet die sportliche Leitung nach einem linksfüßigen Innenverteidiger sowie einem Talent unter 23 Jahren, welches flexibel auf den Außenbahnen der Defensive einsetzbar ist. Bezüglich der aktuellen Besetzung der Außenbahnen verwies er auf die Personalien Nelson Semedo und Mert Müldür. Letzterer sei zwar kein reiner Rechtsverteidiger, habe diese Rolle in der Vergangenheit aber sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft verlässlich ausgefüllt.
Eine wichtige Klarstellung gab es im Zuge des Gesprächs auch rund um die Personalie des heiß begehrten Defensivstars Ferdi Kadioglu. In den vergangenen Wochen gab es immer wieder Spekulationen über eine mögliche Rückkehr oder einen Verbleib des Publikumslieblings unter einer neuen Führung. Der Funktionär gab diesbezüglich die internen Informationen des Präsidentschaftskandidaten eins zu eins an die Öffentlichkeit weiter und dämpfte die Hoffnungen auf einen Verbleib im Kadiköy-Stadion deutlich. Man habe zwar den direkten Kontakt zu Ferdi Kadioglu gesucht, doch der Profi habe unmissverständlich klargestellt, dass er diesen Schritt nicht gehen werde. Der Spieler habe deutlich betont, dass er seine Zukunft im Ausland sieht und das feste Ziel verfolgt, in England oder einem anderen europäischen Land auf einem deutlich höheren Niveau zu spielen. Als Gradmesser nannte er dabei explizit Vereine auf dem absoluten Elite-Niveau des FC Barcelona.

Foto: IHA
Besonders energisch verteidigte das Vorstandsmitglied die strategische Herangehensweise bei der Suche nach einem neuen technischen Direktor und räumte dabei mit den anhaltenden Gerüchten auf. Das Lager von Aziz Yildirim stellt im Zuge dessen eine unmissverständliche Bedingung auf, die für den gesamten Verein Gültigkeit besitzt: „Wir kommen für ein Jahr, das sei klargestellt!“ Gleichzeitig brach er eine Lanze für ehemalige Verantwortliche und kritisierte die aktuelle Debatte scharf, in der den Legenden des Vereins kein Respekt gezollt werde. Als der Präsident damals von Jose Mourinho sprach, sei auch Aykut Kocaman bereits da gewesen. Hätte der Präsident es damals sagen wollen, hätte er es getan, weshalb man Aykut Kocaman heute großes Unrecht tue. Auch über den aktuellen Übungsleiter Ismail Kartal werde viel gesprochen, doch man habe im Hintergrund intensiv gearbeitet und werde der zukünftigen Vereinsführung eine Liste mit geeigneten Namen vorlegen.
Die Verpflichtung eines neuen sportlichen Leiters sei laut der Oppositionsgruppe ein hochkomplexer Prozess, der akribische Vorbereitung erfordere und sich nicht innerhalb weniger Tage übers Knie brechen lasse. Die Wahl eines Cheftrainers erfolge nicht in drei Tagen, sondern so ein Prozess dauere mindestens zehn Tage. Ein funktionierendes sportliches Fundament sei ohnehin bereits vorhanden, da Ex-Profi Oguz Cetin ein starkes Team zusammengestellt habe und auch aus den eigenen Reihen kompetente Leute bereitstehen, um die Vereinsführung tatkräftig zu unterstützen. Von einem reinen, externen Fußballverstand hält die Gruppierung im Wahlkampf ohnehin wenig, da die Machtverhältnisse im Verein von Beginn an klar definiert sein sollen. Die Auswahl der Spieler liege letztendlich in den Händen der Führungsebene. Es werde nicht die Mannschaft des Trainers sein, sondern ganz allein die Mannschaft von Aziz Yildirim. Der Trainer werde geholt, um seine Arbeit zu machen, während die strategische Ausrichtung Chefsache bleibt.







































