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·5. August 2026

Man Uniteds neuer Jugendfokus: großes Wagnis im Frauenfußball

Artikelbild:Man Uniteds neuer Jugendfokus: großes Wagnis im Frauenfußball

Es war wieder ein richtungsweisender Sommer im Frauenfußball, in dem selbst Giganten wie Barcelona einen kompletten Neuanfang brauchten, während die Teams von Michele Kang große Schritte machten. Doch ein Klub richtet seinen Fokus auf die Jugend: Manchester United. Ob als Sparmaßnahme oder kluge Langzeitstrategie – könnte das funktionieren?

Der jüngste Abgang von Marc Skinner ist eine bedeutende Entwicklung für die Red Devils. Einerseits war Skinner zu Recht frustriert über die Zurückhaltung seines Teams, nach dem FA-Cup-Sieg und der Champions-League-Qualifikation in seinen fünf Jahren noch weiterzugehen.


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Andererseits hatte Skinner die United-Anhänger nie vollständig auf seine Seite gezogen, und ein frischer Ideenansatz könnte mit der bevorstehenden Ernennung von Eva Olid (im Bild) genau das sein, was gebraucht wird.

Die Spanische Trainerin wirkte während ihrer Zeit bei Hearts wahre Wunder, die in der vergangenen Saison im Gewinn des Meistertitels gipfelten, bevor sie den Klub verließ.

Olid soll frustriert darüber gewesen sein, dass Hearts es nicht schaffte, von dort aus weiter anzugreifen – etwas, das sie in Manchester durchaus erneut erleben könnte. Berichten zufolge will United nun jedoch auf sein Jugendsystem setzen, und sie wird reichlich Material haben, mit dem sie arbeiten kann.

Bewährte Akademie

Bevor United seine Erste Mannschaft für die Saison 2018/19 neu aufstellte, brachte der Klub immer wieder Talente in jungem Alter hervor, die ihre Karriere dann anderswo fortsetzen mussten – oft bei den Lokalrivalen Manchester City, Liverpool und Everton.

Tatsächlich verließ Gabby George in diesem Sommer den Klub, nachdem sie zunächst die Akademie durchlaufen hatte, bevor sie sich bei Everton einen Namen machte. Ebenso wechselte Millie Turner erst zu Everton und dann für ein Jahr zu Bristol City, bevor sie zurückkehrte und nun erneut geht.

Ella Toone ist die Einzige aus dieser ursprünglichen Gruppe, die noch im aktuellen Team steht, und auch sie musste United zunächst in Richtung Blackburn Rovers verlassen, bevor sie zu Manchester City wechselte. Inzwischen gehört sie zu den Führungsspielerinnen von United.

Im vergangenen Monat kündigte United an, dass das U21-Team künftig im Carrington Training Complex arbeiten wird – ein Schritt, der die Förderung junger Spielerinnen vorantreiben soll.

Und die Jugendteams von United haben in den vergangenen Spielzeiten von der U13 bis zur U21 Trophäen gewonnen. So holte die U14 in diesem Sommer bereits zum zweiten Mal in Folge den SuperCupNI.

Vorhandenes Talent

Im Team gibt es bereits junge Talente, deren Entwicklung der Klub nun Olid anvertrauen will. Mittelfeldspielerin Jessica Anderson, Verteidigerin Scarlett Hill und die großgewachsene Stürmerin Layla Drury haben alle ihre ersten Profiverträge unterschrieben, wobei Letztere wie eines der besten Talente wirkt, das der Klub in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat.

Zudem kehren junge Spielerinnen nach Leihen zum Klub zurück, darunter Emma Watson (Crystal Palace und der Mexikanische Klub Tigres), Lucy Newell (Birmingham City und Palace), Mared Griffiths (Sunderland) und Jess Simpson (Southampton), die nun das Gefühl haben dürften, dass dies ihre Chance ist, sich für Einsätze in der Ersten Mannschaft zu empfehlen.

Unterdessen ist Neuzugang Andrea Medina erst 22, während die 21-jährige Ellen Wangerheim, die einen schwierigen Start in England hatte, noch viel Zeit für ihre Entwicklung hat. Simi Awujo ist ebenfalls erst 22, während Anna Sandberg, bereits eine der besten Linksverteidigerinnen der Liga, im Mai 23 geworden ist.

Anfangsschwierigkeiten

Natürlich hat der Fokus auf die Jugend auch Nachteile, wenn andere Teams Weltklasse-Spielerinnen mit viel Erfahrung verpflichten. Von United wird nun wohl nicht mehr erwartet, mit den Top drei mitzuhalten, sondern eher, sich mit Mannschaften wie Tottenham Hotspur und Brighton & Hove Albion als „zweite Reihe“ der WSL zu messen – vorausgesetzt, dass die Einkaufsoffensive der London City Lionesses sie tatsächlich in den Kampf um Titel bringt.

Die neue Ausrichtung ist möglicherweise auch nicht das, was sich einige Spielerinnen des aktuellen Kaders wünschen. Werden Spielerinnen wie Ella Toone, Jess Park, Phallon Tullis-Joyce, Jayde Riviere und Kapitänin Maya Le Tissier mit einem weniger ambitionierten Ansatz zufrieden sein?

All das sind Spielerinnen mit Topqualität, die bei Unzufriedenheit in Manchester reichlich Interessenten hätten. 

Diese Spielerinnen bei Laune zu halten, gleichzeitig junge Talente heranzuführen und dennoch konkurrenzfähig zu bleiben, wird vom Klub und von der Trainerin einiges an Fingerspitzengefühl verlangen.

Mit Kindern kann man nichts gewinnen

Wenn man an Manchester United und Jugendfußball denkt, kommen sofort Erinnerungen an das Team von Sir Alex Ferguson in den 1990er Jahren hoch, das die „Class of 92“ einbaute und damit langfristigen Erfolg fand.

Erfolg wird jetzt zwar noch nicht erwartet, aber sollten die jungen Talente auf hohem Niveau liefern, könnte der Klub im Kreis der Topteams durchaus konkurrenzfähig bleiben.

Stattdessen denkt INEOS womöglich eher an langfristigen finanziellen Gewinn. Da die Ablösesummen im Frauenfußball rasant steigen (alle Top-10-Transfers im Frauenfußball fanden 2025 oder 2026 statt), könnte es sich als lukrativ erweisen, Talente auszubilden und später zu verkaufen.

Allein in diesem Sommer verkaufte United Melvine Malard (im Bild) für 850.000 Pfund an Chelsea. Das gehört aktuell zu den zehn höchsten Ablösesummen im Frauenfußball und ist die dritthöchste Summe, die ein Englisches Team jemals durch einen Transfer eingenommen hat – hinter Olivia Smith von Liverpool zu Arsenal und dem jüngsten Verkauf von Kerolin von City nach Barcelona.

Doch am wichtigsten sind die Fans, die sich fragen werden, wohin diese Summe fließt, wenn bislang nur zwei Neuzugänge in diesem Sommer gekommen sind.

Dazu kommt noch die Sorge: Was passiert, wenn dieser Jugendfokus nicht aufgeht? Könnte United dann noch weiter ins Hintertreffen geraten? 

Falls ja, wäre die einzige Lösung, Geld auszugeben – etwas, woran die Führung des Klubs offenbar überhaupt kein Interesse hat. Dann würde nur externes Investment helfen, doch ein Teilverkauf des Frauenteams würde wiederum neue Herausforderungen mit sich bringen.

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 kannst du hier lesen.

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