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·31. Januar 2026

Marvin Schwäbe ist Kölns stiller Rückhalt und genau deshalb so wertvoll

Artikelbild:Marvin Schwäbe ist Kölns stiller Rückhalt und genau deshalb so wertvoll

Der Torhüter des 1. FC Köln hält in der Nachspielzeit zwei Großchancen und sichert das 1:0. Mitspieler Maina lobt ihn als Weltklasse.

Es gibt Torhüter, die retten Spiele. Und es gibt Torhüter, die retten Saisons. Marvin Schwäbe gehört in Köln längst zur zweiten Kategorie. Sein Auftritt beim 1:0 gegen Wolfsburg war ein weiterer Beleg dafür, dass der 30-Jährige zu den konstantesten Keepern im deutschen Profifußball zählt.


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Bis zur Nachspielzeit hatte Schwäbe einen ruhigen Abend. Kein gefährlicher Ball aufs Tor, keine Bewährungsprobe. Doch als es darauf ankam, als Wolfsburg in den letzten Minuten alles nach vorne warf, war er da. Erst gegen Kento Shiogai, dann gegen Adam Daghim. Zwei Situationen, in denen der Ausgleich näher war als der Schlusspfiff. Schwäbe machte aus zwei sicheren Toren zwei Glanzparaden. Das ist keine Selbstverständlichkeit, das ist Klasse.

Linton Maina, der den einzigen Treffer des Abends erzielte, fand deutliche Worte: Weltklasse. Ein großes Wort, das im Fußball inflationär verwendet wird. Doch wenn ein Mitspieler es ausspricht, der gerade selbst den Siegtreffer erzielt hat und trotzdem weiß, wem der Abend gehört, dann hat es Gewicht. Maina betonte auch, was Schwäbe neben dem Platz leistet. Der Torhüter als Anker, als Ruhepol, als Führungsfigur. In Köln, wo die letzten Jahre turbulent genug waren, ist das unbezahlbar.

Marvin Schwabe bleibt bescheiden beim 1. FC Köln

Und Schwäbe selbst? Gibt sich bescheiden. Es sei sein Job, sagte er nach dem Spiel. Keine großen Gesten, keine Selbstinszenierung. Diese Haltung ist selten geworden im modernen Fußball, wo jede Parade zum Social-Media-Moment stilisiert wird. Schwäbe macht seinen Job, und er macht ihn verdammt gut.

Die Frage nach der Nationalmannschaft beantwortete er mit der gleichen Nüchternheit. Viele Torhüter seien vor ihm, sagte er. Eine realistische Einschätzung, die zeigt, dass Schwäbe kein Träumer ist. Natürlich würde er sich freuen, für Deutschland zu spielen. Aber er drängt sich nicht auf, er fordert nichts ein. Er liefert einfach ab.

Genau das macht ihn so wertvoll für Köln. Ein Torhüter, der in entscheidenden Momenten da ist, der die Mannschaft zusammenhält und der trotz allem auf dem Boden bleibt. Die Bundesliga ist voll von talentierten Keepern, die nach Aufmerksamkeit gieren. Schwäbe gehört nicht dazu. Er arbeitet, er pariert, er schweigt.

Ob Julian Nagelsmann irgendwann anruft, liegt nicht in Schwäbes Hand. Was in seiner Hand liegt, sind Bälle wie die von Shiogai und Daghim. Und die hält er fest. Für Köln ist das im Moment wichtiger als jede Länderspielreise.

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