Mehr Chance als Risiko: Was eine DFB-Nominierung von Said El Mala für den 1. FC Köln bedeuten würde | OneFootball

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·16. September 2026

Mehr Chance als Risiko: Was eine DFB-Nominierung von Said El Mala für den 1. FC Köln bedeuten würde

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Mehr Chance als Risiko: Was eine DFB-Nominierung von Said El Mala für den 1. FC Köln bedeuten würde

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Simon Bartsch

16 September, 2026

Said El Mala wird am Donnerstag erneut für die deutsche Nationalmannschaft nominiert werden. Und dort dann dieses Mal auch sein DFB-Debüt feiern. Für den Youngster wäre es der nächste große Karriereschritt, für den 1. FC Köln bietet sich ebenfalls eine Chance, allerdings auch ein gewisses Risiko.

Im November vergangenen Jahres gab es die erste Nominierung für die Nationalmannschaft, nun wird wohl die nächste folgen. Und vielleicht sogar das Debüt. Doch was bedeutet das für den Youngster und den 1. FC Köln?

Said El Mala im DFB-Dress bei der U21 (Foto: Milos Bicanski/Getty Images)

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Wenn Jürgen Klopp am Donnerstag seinen ersten Kader im Amt als Bundestrainer für die kommenden Länderspiele nominiert, werden schon zahlreiche Namen und Pläne durchgesickert sein. Schon jetzt scheint klar, dass der 59-Jährige einen XXL-Kader berufen wird. Bis zu 30 Spieler sollen nominiert werden. Klopp – so heißt es – will möglichst viele Akteure in den vier bevorstehenden Spielen gegen die Niederlande (24. September), gegen Griechenland (27. September), gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober) unter Augenschein nehmen. Bei den möglichen Überraschungen wurde ein Name in den vergangenen Tagen nur selten genannt: Said El Mala. Das allerdings nicht, weil der Kölner Youngster nicht dabei sein soll, vielmehr scheinen die Experten, die die Listen zusammenstellen, fest davon auszugehen, dass der 20-Jährige im Aufgebot stehen wird. Und tatsächlich ist der Kölner Shootingstar im Aufgebot, wie am Dienstag mehrere Medien übereinstimmend berichteten.



Said El Mala steht im internationalen Schaufenster

Große Überzeugungsarbeit musste er nicht leisten. Das vergangene Jahr dürfte beim neuen Nationaltrainer Eindruck genug hinterlassen haben. El Mala ist einer der großen Shootingstars der letzten Spielzeit gewesen – neben Lennart Karl wohl der größte mit deutschem Pass. 18 Scorer in der Premieren-Bundesliga-Saison können sich mehr als nur sehen lassen. Kein Wunder, dass sich im Sommer einige Topclubs nach dem Offensivspieler streckten. Dass El Mala aber in Köln blieb, dürfte indirekt auch mit der Nationalmannschaft zusammenhängen. Denn wie die „Sport Bild“ erst kürzlich berichtete, sollen – standardgemäß – einige Boni in den neuen Kontrakt mit eingearbeitet worden sein. Nur eben auch für die ersten Auftritte bei der DFB-Elf. So soll El Mala Zusatzzahlungen für seine Länderspiele erhalten. Wie hoch diese ist und ab welchem Länderspiel diese greift, ist nicht bekannt. So oder so würden sich die Einsätze bei der Nationalmannschaft für den Offensivspieler wirtschaftlich durchaus lohnen.

Ein besonders großes Wagnis gehen die Kölner mit dieser Rechnung natürlich nicht ein. Denn auch sie dürften von möglichen Länderspielen des 20-Jährigen profitieren. Denn klar ist, durch seine Einsätze, alleine schon die Nominierung dürfte der Marktwert des Spielers noch einmal ansteigen. Der FC könnte also bei weiteren Verhandlungen mit einer ganz anderen Grundlage und Erwartungshaltung in die Gespräche gehen. Und die werden bei guten Leistungen sowohl in der Bundesliga, aber gerade im DFB-Trikot sicher wieder kommen. El Mala stellt sich mit seinen (möglichen) Einsätzen für die Nationalmannschaft ins internationale Schaufenster, erzielt erneut Aufmerksamkeit, richtet den Fokus weiter auf sich. Thomas Kessler hat zwar vor ein paar Wochen betont, es gäbe kein Agreement zwischen ihm und der Spielerseite, allerdings wird man dem Youngster im kommenden Sommer beim passenden Angebot genauso wie in der abgelaufenen Transferphase sicherlich keine Steine in den Weg legen.

Für den FC ist es eine wirtschaftliche Wette

Das Kalkül entpuppt sich also als Wette. Der FC hat im Sommer Said El Mala nicht einfach nur gehalten, der Club hat darauf gewettet, dass der 20-Jährige in Köln noch wertvoller wird – sportlich wie wirtschaftlich. Die Nationalmannschaft ist nur der logische nächste Schritt dieser Wette. Doch sie beinhaltet Kehrseiten und Risiken. Der Youngster wird bei guten Leistungen im DFB-Dress nicht zu halten sein – so viel ist wohl sicher – die Chancen dazu eh gering. Das internationale Schaufenster bietet allerdings auch Platz für Misserfolg. El Mala muss nun auch in der Nationalmannschaft beweisen, dass er das Zeug hat, ein Großer zu sein, zu werden. Denn die Rechnung des FC geht nur dann vollständig auf, wenn beide Seiten von den Leistungen profitieren: Köln sportlich und dann wirtschaftlich von einem seiner größten Talente und El Mala von der Bühne, die ihm der Bundesligist für seinen nächsten Entwicklungsschritt bietet.

Eine Berufung am Donnerstag ist für den Youngster ein beachtliches Zeichen. Noch vor gut einem Jahr ging es bei El Mala um die Frage, ob er sich in der Bundesliga durchsetzen kann. Haken dran. Das hat er. Am Donnerstag wird die Frage umformuliert. Dann geht es um den nächsten Schritt – auf internationalem Niveau. Damit ist die Wette des FC noch lange nicht gewonnen – doch die ersten Karten liegen nun schon mal auf dem Tisch.

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