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·24. Januar 2026
Michael Olise jagt Messi – Bayern-Star greift nach historischer Bestmarke

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·24. Januar 2026

Michael Olise hebt sein Spiel beim FC Bayern auf ein Niveau, das längst internationale Maßstäbe setzt. Der 24-Jährige ist nicht nur der kreative Motor der Münchner Offensive, sondern bewegt sich statistisch in Regionen, die bislang Lionel Messi vorbehalten waren.
Was der Franzose zuletzt abliefert, ist außergewöhnlich – selbst für Bayern-Verhältnisse. Beim 5:1-Auswärtssieg in Leipzig kam Olise erst nach 57 Minuten ins Spiel, prägte die Partie danach jedoch wie kaum ein anderer. Drei Vorlagen, ein eigenes Tor, totale Kontrolle über das Offensivspiel. Nur wenige Tage später folgte in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise die nächste Duftmarke: eine punktgenaue Ecke, die Harry Kane zur Führung einköpfte.
Damit steht Olise saisonübergreifend bereits bei 21 Assists – und rückt einer Bestmarke näher, die lange als unerreichbar galt. Lionel Messi kommt in der Saison 2011/12 auf 30 Vorlagen. Damit fehlen Olise nur noch zehn weitere Assists, um diese historische Bestmarke zu übertrumpfen.
Ein Blick auf die nackten Zahlen unterstreicht die Dimension dieser Saison. In den europäischen Topligen gelang es bislang nur vier Spielern, die Marke von 27 Assists zu knacken. Neben Messi stehen Juan Mata, Kevin De Bruyne und Thomas Müller in diesem erlesenen Kreis. Dass sich nun ein weiterer Bayern-Spieler anschickt, diese Sphären zu erreichen, ist kein Zufall – sondern Ausdruck eines Offensivsystems, das perfekt auf Olises Stärken zugeschnitten ist.
Besonders bemerkenswert ist seine Effizienz. Allein in den ersten vier Pflichtspielen des Jahres 2026 sammelte Olise neun direkte Torbeteiligungen. Zeitweise war der Franzose alle 24 Minuten an einem Bayern-Tor beteiligt, aktuell liegt der Schnitt bei einem Scorerpunkt alle 57 Minuten. Wolfsburg, Köln, Leipzig – Olise war zuletzt in jedem Topspiel der entscheidende Faktor.
Dabei ist es nicht nur die Quantität, sondern vor allem die Qualität seiner Aktionen. Olise entscheidet Spiele, beschleunigt das Tempo, erkennt Räume, bevor sie entstehen. Selbst wenn er nicht über 90 Minuten glänzt, bleibt er mit Assists oder Toren präsent – eine Eigenschaft, die Weltklassespieler auszeichnet.
Die Art, wie Olise Partien verändert, weckt beim FC Bayern zwangsläufig Erinnerungen an große Zeiten. Sportvorstand Max Eberl zog zuletzt einen Vergleich, der Bände spricht: „Wenn ich Michaels Position und Moves sehe, ähnelt er Robben. Er ist so ein Stück weit der neue Robben, den wir haben.“ Ein Vergleich, der weniger nostalgisch als vielmehr treffend ist.
Olise vereint Dribbelstärke, Tempo und Abschlussqualität – und ist zugleich ein mannschaftsdienlicher Vorlagengeber. Unter Vincent Kompany genießt er große Freiheiten. Mal als Starter, mal als Joker, wie in Leipzig. Der Effekt bleibt derselbe. Kompanys System lebt von Variabilität, Olise ist dessen zentraler Profiteur.
Dass der FC Bayern im Januar 2026 weiterhin auf allen Wettbewerbsbühnen voll im Soll liegt, ist eng mit dieser Personalie verknüpft. Während andere Stars punktuell glänzen, liefert Olise konstant ab. Genau das macht ihn so wertvoll – und so gefährlich für die Konkurrenz.
Lionel Messis Assist-Rekord wirkt noch immer wie eine Zahl aus einer anderen Welt. Doch Olise hat etwas geschafft, was nur wenige Spieler von sich behaupten können: Er lässt diese Marke zumindest erreichbar erscheinen. Die Saison ist noch lang, Bundesliga und Champions League bieten genügend Gelegenheiten.
Bleibt Olise gesund und in dieser Form, könnte die Bundesliga bald Zeuge eines historischen Moments werden. Der FC Bayern hätte dann nicht nur einen neuen Gamechanger – sondern einen Rekordjäger von Weltformat.








































