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·28. Juli 2026
„Mit Fußball nichts zu tun“: Völler schießt in Richtung Argentinien

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·28. Juli 2026

Rudi Völler hat auf dem Internationalen Trainer-Kongress deutliche Worte gefunden. Der DFB-Sportdirektor kritisierte die Spielweise Argentiniens scharf und nannte stattdessen zwei andere Nationen als Vorbilder.
Wie mehrere Medien, darunter die BILD, berichten, hat DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf dem Internationalen Trainer-Kongress in Mainz überraschend scharfe Kritik an der Spielweise der argentinischen Nationalmannschaft geübt. Der 66-Jährige stellte klar, dass Deutschland zwar defensiv stabiler werden müsse, Argentinien für ihn aber keinesfalls als Vorbild diene.
„Ich habe gesagt, dass wir als Deutschland besser verteidigen müssen. Da haben viele ja auch die Argentinier als Beispiel genommen. Das fand ich ein schlechtes Beispiel. Auf einmal waren die Argentinier das Maß aller Dinge. Die Diskussion fand ich ein bisschen scheinheilig“, sagte Völler vor zahlreichen Trainern und Funktionären.
Besonders deutlich wurde der Weltmeister von 1990 mit seiner anschließenden Aussage: „Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fußball nichts zu tun.“ Für diese Worte erhielt Völler im Saal Applaus. Zwar erkannte er den sportlichen Erfolg der Südamerikaner mit dem WM-Titel und dem jüngsten Finaleinzug ausdrücklich an, die häufig aggressive und aus seiner Sicht unsportliche Spielweise könne er jedoch nicht als Vorbild akzeptieren.

Foto: IMAGO
Stattdessen hob Völler zwei andere Nationen hervor. Vor allem Weltmeister Spanien und England hätten bei der WM gezeigt, wie modernes Verteidigen aussehen könne, ohne dabei den eigenen Fußball zu vernachlässigen. „Spanien hat das Lob verdient und auch die Engländer haben sehr gut verteidigt“, erklärte der DFB-Sportdirektor.
Mit Blick auf die Zukunft der Nationalmannschaft zeigte sich Völler aber auch optimistisch. Unter Bundestrainer Jürgen Klopp solle Deutschland wieder mehr Widerstandsfähigkeit entwickeln und die Fans mit attraktiven Auftritten begeistern. Nach eigenen Angaben hatte der 66-Jährige nach dem erneuten enttäuschenden WM-Abschneiden sogar über einen Rücktritt nachgedacht. Erst die Gespräche mit Klopp hätten ihn überzeugt, seinen bis zur EM 2028 laufenden Vertrag zu erfüllen. Der neue Bundestrainer werde dem DFB nach Überzeugung Völlers neue Zuversicht verleihen und die Nationalmannschaft wieder auf Erfolgskurs führen.







































