Borussia Dortmund
·22. März 2026
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Am Ende seines wohl kürzesten Einsatz für den BVB konnte sich Julian Brandt ein breites Lächeln nicht verkneifen. Sichtlich amüsiert schloss der erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit eingewechselte Mittelfeldspieler zunächst Trainer Niko Kovac und dann Sportdirektor Sebastian Kehl in die Arme. Auch in der Kabine wurde der Jubilar gewürdigt: Unter dem Applaus der Mannschaft hob Kovac Brandts Verdienste hervor.
Wenig später bat der Fußballlehrer um Verständnis für den Kurzeinsatz: „Jule hat heute nur ganz wenig gespielt. Das tat mir persönlich weh und leid. Eigentlich wollte ich ihn 20 Minuten bringen. Aber wir hatten nach dem 1:2 und dem 2:2 den Schwung – und den wollte ich nicht unterbrechen.“ Mit ähnlichen Worten kommentierte Kehl das kuriose Jubiläum: „Es war vielleicht nicht optimal, nur so kurz zu spielen. Aber das Spiel war nun mal am Ende sehr hektisch und sehr wild. Ich glaube, Jule hat das verstanden. Das soll seine Leistung über diese sieben Jahre bei Borussia Dortmund nicht schmälern.“
Trotz der bereits beschlossenen Trennung im Sommer bleibt die Wertschätzung für Brandt bei Borussia Dortmund ungebrochen. „Er hat 300 Spiele für den BVB gespielt, zig Vorlagen gegeben und zig Tore erzielt. Das ist eine große Karriere für einen sehr großen Klub. Vor allem, was Jule als Mensch an den Tag legt, ist einzigartig“, schwärmte der Coach.
Mit Brandts Abschied geht in Dortmund eine Ära zu Ende. Seit seinem Wechsel im Jahr 2019 von Bayer Leverkusen erzielte der 48-malige Nationalspieler 56 Tore und bereitete 69 weitere vor. 2021 gewann er den DFB-Pokal und stand zudem im Champions-League-Finale gegen Real Madrid (0:2). Neben seiner konstanten Torbeteiligung wurde vor allem seine Identifikation mit dem Verein geschätzt. „300 Spiele für Borussia Dortmund – das ist eine echte Hausnummer“, betonte Kehl.
In der Liste der Rekordspieler des BVB belegt Brandt derzeit Rang 20. Niko Kovac stellte dem 29-Jährigen bis Saisonende weitere Einsätze in Aussicht: „Ich hoffe, dass er in den kommenden Spielen deutlich mehr Minuten bekommt.“ Gut möglich also, dass Brandt in der vereinsinternen Rangliste noch weiter nach oben klettert. Andreas Möller mit 301 und Christian Wörns mit 303 Einsätze liegen in Reichweite. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt Michael Zorc mit 572 Einsätzen.
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