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·4. April 2026
Mizuta schlenzt RWE zum Derbysieg – Hildmann verliert bei Debüt

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Derbysieg für Rot-Weiss Essen! Mit 1:0 setzte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am späten Samstagnachmittag gegen den MSV Duisburg durch und eroberte mit dem fünften Sieg in Folge den zweiten Tabellenplatz zurück. Währenddessen misslang das Debüt von Sascha Hildmann als Trainer des SSV Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer unterlagen dem VfB Stuttgart II mit 1:3.
Vor einem halben Jahr sahen die Vorzeichen noch anders aus: Damals ging der MSV Duisburg als Tabellenzweiter in das Duell. Beim erneuten Aufeinandertreffen stand Rot-Weiss Essen tabellarisch über den Zebras. Im Vergleich zum 2:1-Erfolg bei Viktoria Köln veränderte Trainer Koschinat seine Startelf auf drei Positionen: Janssen, Kraulich und Hüning begannen für Cuber Potocnik, Rios Alonso (Gelbsperre) und Kostka. MSV-Trainer Hirsch nahm zwei Änderungen gegenüber dem 2:1 gegen 1860 vor: Bulic und Sussek starteten für Krüger und Jessen.
Die Anfangsphase gehörte RWE: Bereits nach vier Minuten hatte Hüning die erste große Gelegenheit. Mizutas Freistoßflanke wurde immer länger, ehe der Verteidiger den Ball per Kopf an den Pfosten setzte (4.). Viel Spektakel bot das Derby nicht – RWE hatte mehr Ballbesitz, während Duisburg defensiv stabil stand. Mitte der ersten Halbzeit wurde es kurz gefährlich: Bulic kam nach einer Ecke frei an den Ball und legte quer, fand jedoch keinen Abnehmer (28.). Janssen versuchte es auf der anderen Seite mal aus der Distanz, doch Braune parierte (31.). In der 42. Minute nutzte RWE schließlich seine Überlegenheit: Mizutas Flanke wurde zur Seitenverlagerung, die Brumme aufnahm. Der Essener verzögerte kurz und legte dann quer auf die Strafraumkante, wo Mizuta den Ball ins untere Eck schlenzte – die verdiente Führung für die Gastgeber.
Der zweite Durchgang begann wie der erste – mit einem Pfostentreffer von RWE. Nach einem Handspiel trat Brumme zum fälligen Freistoß aus 18 Metern halblinker Position an. Sein Schlenzer knallte jedoch nur an das Aluminium, Braune wäre machtlos gewesen (49.). Auf der anderen Seite hatte Lobinger den Ausgleich auf dem Fuß: Von der Mittellinie sprintete er Richtung Sechzehner und schlenzte den Ball aufs lange Eck, verfehlte das Ziel jedoch um ein bis zwei Meter (51.). Ein Warnschuss für Essen, das daraufhin weiter am zweiten Treffer arbeitete, jedoch immer wieder scheiterte.
Duisburg war weiterhin im Spiel und hatte die große Chance zum Ausgleich. Nach einer Ecke kam Lobinger aus dem Gewühl zum Schuss – Golz parierte stark mit dem Fuß (64.). Essen verstand diesen Warnschuss, verpasste jedoch immer wieder das 2:0. Nach einem Pass in die Tiefe von Gjasula kam Müsel zwar ins Fallen, brachte den Ball dennoch aufs Tor, traf aber nur den Pfosten (68.). Kurz darauf versuchte Lobinger es aus spitzem Winkel, Golz lenkte den Ball über die Latte (72.). Danach schwächte sich Duisburg selbst: Casar sah nach einer Tätlichkeit im Fünfmeterraum gegen Bouebari, dem er offenbar in den Bauch geschlagen hatte, die Rote Karte (74.).
Der Platzverweis zeigte Wirkung – allerdings auf Essener Seite. Die Gastgeber wirkten nervös, Duisburg hatte mehr vom Spiel und vergab Chancen: Krüger scheiterte aus spitzem Winkel, Noß’ Abschluss wurde aus kurzer Distanz geblockt (85./87.). Mit dem fünften Sieg in Folge klettert Rot-Weiss Essen zurück auf Platz zwei, nachdem Energie Cottbus diesen Rang zwischenzeitlich eingenommen hatte. Der MSV Duisburg fällt auf Platz fünf zurück und hat nun drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.
In Aspach richteten sich die Blicke auf die Trainerbank des SSV Jahn Regensburg: Hildmann debütierte für die Oberpfälzer und kehrte an seine alte Wirkungsstätte zurück. Als Coach von Sonnenhof Großaspach hatte er 2017 sein erstes Drittliga-Spiel bestritten. Für die erste Partie an der Seitenlinie des SSV Jahn änderte er die Startelf auf drei Positionen gegenüber dem 5:2 gegen Havelse: Gebhardt, Seidel und Eichinger begannen für Wechsel, Strauss und Posselt. Auch VfB-Trainer Willig nahm nach dem 1:3 in Schweinfurt drei Änderungen vor: Draband, Nothnagel und Sessa rückten für Drljaca, Herwerth und Penna in die Anfangsformation.
Die Stuttgarter starteten besser in die Begegnung. Bereits nach acht Minuten wurde es erstmals gefährlich: Meier dribbelte sich auf links durch und flankte nach innen, Gebhardt ließ den Ball nur nach vorn prallen – Glück für Regensburg, denn kein Stuttgarter konnte nachsetzen. Oliveira zog wenig später aus spitzem Winkel ab, doch Gebhardt parierte aufmerksam (12.). Auf der anderen Seite verpasste der SSV Jahn die Führung: Nach einem Pass verschätzte sich Draband, Hottmann ging am Stuttgarter Keeper vorbei, doch die Hereingabe fand keinen Regensburger Abnehmer (24.). Anschließend hatte Darvich die Chance auf das 1:0, doch sein Schuss verfehlte das Tor um Zentimeter (25.).
Die Partie blieb ein Hin und Her. Eichinger wurde in die Tiefe geschickt und kam an Nothnagel vorbei. Köhler konnte zwar dazwischengehen, klärte aber direkt vor die Füße von Kühlwetter. Der zog ab, Draband wehrte den zu zentral gesetzten Schuss jedoch ab (31.). Die Regensburger waren nun kurz davor, in Führung zu gehen. Zuerst scheiterte Seidel völlig frei aus kurzer Distanz nach einer Ecke (35.). Auch Kühlwetter konnte Draband aus spitzem Winkel nicht überwinden (36.). Den Schlusspunkt hätte beinahe der VfB II gesetzt. Sessa zirkelte einen Freistoß aus 16 Metern halbrechter Position in den Winkel, traf aber nur die Latte (45.+3).
Nachdem die Partie nach der Halbzeit zunächst schleppend anlief, hatte der VfB II die erste Gelegenheit nach Wiederanpfiff. Eine Hereingabe von Darvich verpassten gleich zwei Stuttgarter am Fünfmeterraum, sodass der Ball gefährlich in Richtung Tor hoppelte, aber knapp am Pfosten vorbeiging (55.). Wie schon in der ersten Halbzeit entwickelte sich ein Hin und Her, allerdings mit deutlich weniger gefährlichen Torchancen. Erst in der Schlussphase nahm die Partie wieder Fahrt auf. Sankoh war alleine durch und zielte aufs untere Eck, doch Gebhardt lenkte den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten (74.). Auf der anderen Seite tauchte Müller allein vor Draband auf, hob die Kugel aber in dessen Arme (77.).
Zehn Minuten vor Schluss fiel dann die Entscheidung: Darvich ließ mit einem Tempo-Dribbling mehrere Gegner stehen und schoss den Ball unhaltbar ins Eck (80.). In den Schlussminuten brach der SSV Jahn völlig auseinander. Nankishi sorgte mit einem Doppelpack (84./87.) für die Entscheidung – wenngleich die Oberpfälzer noch zum Ehrentreffer kamen. Nach Seidels Flanke lief Posselt alleine auf Draband zu und erzielte diesen (89.). Der VfB II hievt sich damit auf Platz zwölf, der SSV Jahn fällt auf Rang 14 zurück.









































