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·4. September 2026

Mourinho nach erster Saisonpleite: „Betis-Spieler sind cleverer“

Artikelbild:Mourinho nach erster Saisonpleite: „Betis-Spieler sind cleverer“
Artikelbild:Mourinho nach erster Saisonpleite: „Betis-Spieler sind cleverer“

José Mourinho muss gegen Betis  seine erste Niederlage der Saison einstecken – Fran Santiago/Getty Images)

REAL MADRID: JOSÉ MOURINHO über …

… die bittere 0:1-Niederlage gegen Real Betis: „Ich glaube, das Team hat ein großartiges Spiel gemacht. Manchmal verlierst du und weißt nicht warum. Manchmal verlierst du und weißt nicht, wie du es erklären sollst. Wir waren sehr dominant, die Mittelfeldspieler haben alles kontrolliert, viel Offensivspiel, viele Chancen. Wenn wir Unentschieden spielen, gehen wir frustriert aus dem Spiel heraus, weil wir nicht mehr gemacht haben und jetzt kannst du dir vorstellen, wie das bei einer Niederlage aussieht. “


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… Mbappés verschossenen Elfmeter, bei der Marc Bartra zu früh in den Elferraum eindringt: „Ich habe es nicht im Detail gesehen, ich kann dazu nichts sagen.“

Carlos Espí und sein Abseitstor: „Natürlich ist er ein Spieler, der zehn, 15 Minuten vor Ende hereinkommt und die so ein Tor macht. Ob das Abseits war oder nicht, spielt keine Rolle, er ist ein wichtiger Spieler für uns. Wir haben daraus zwar keine Punkte mitnehmen können, aber er hat seine Aufgabe erfüllt und gut erfüllt. Er ist ein Junge mit großem Potenzial und abgesehen von seinem Potenzial ist er bescheiden und fleißig. Er will lernen und ich könnte nicht zufriedener mit ihm sein.

… die Schwierigkeit, bestimmte Spieler wie Arda Güler zu ersetzen: „Es ist sehr schwer, ihn auszuwechseln, ja. Er hat sehr gut gespielt und die Betis-Spieler sind in der Hinsicht cleverer als die von Real Madrid. Unsere Spieler sind ehrlich, naiv. Bei der ersten Szene des Spiels ist es eine klare Gelbe Karte gegen einen Spieler, der Valverde tritt. Danach hätte es noch eine klare Gelbe Karte geben müssen nach einem Foul an Vinícius, aber die Spieler von Real Madrid stehen eben sofort wieder auf. Die Spieler von Betis sind cleverer. Natürlich schaffen sie diese Dinge mit ihren Fans im Rücken. Ich weiß nicht, wie Arda die erste Halbzeit mit einer Gelben Karte beenden kann, wenn er die ganze Zeit normal gespielt hat und dann macht er ein kleines Foul und bekommt sofort Gelb. Aber danach ist er auch hinterhergegangen und ich hatte das Gefühl, dass ich ihn vom Feld nehmen musste, weil das Risiko zu hoch war. Es ist schwer ihn auszuwechseln.“

… die Wechsel von Trent Alexander-Arnold, Yan Diomande und Bernardo Silva: „Das Team war die ganze Zeit gut. Betis hatte ein paar Konter, aber das ist normal. Aber das Spiel haben wir dominiert. Ich habe keine Zahlen, keine Statistiken gesehen, aber wir hatten nicht nur Ballbesitz – was ganz oft gar nichts bedeutet – aber wir hatten bestimmt zehn, 15, 18 Torschüsse. Wir haben drei oder vier klare Chancen vergeben, ihr Torhüter hatte auch drei oder vier großartige Paraden. Ich habe die Wechsel nicht vorgenommen, weil ich unzufrieden war, sondern weil ich die Spieler, die schon Gelb hatten, vom Feld nehmen wollte. Hinzu kommt Diomande, der mehr auf dem Flügel spielt und für ihn ist es besser mit Trent als mit Dumfries, weil er mehr ins Zentrum zieht. Und beim vorletzten Wechsel Valverde-Espí, wollte ich die letzten zehn, zwölf Minuten mit hohem Pressing zu Ende zu bringen und so konnte sich Kylian ein bisschen mehr zwischen den Linien positionieren.“

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… die Leistung des Schiedsrichters und die Gelbe Karte gegen ihn selbst: „Ich weiß nicht, warum er mir Gelb gibt, aber alles gut. Ich bin aufgestanden, weil ein Betis-Spieler vor der Bank wie tot aussah. Zu der Situation mit dem Elfmeter und dem Abseits-Tor von Espí kann ich nichts sagen, ich weiß es nicht. Ich habe viele frustrierte Gesichter auf den Bänken gesehen, aber ich kann dazu nichts sagen. Ich hatte das Gefühl, er hat das Spiel laufen lassen und das gefällt mir. Ich mag es immer lieber, wenn ein Schiedsrichter das Spiel laufen lässt. Seine Kartenauslegung, dass Betis ohne Gelbe Karte in die Halbzeit kommt, und der arme Arda, der nur Fußball gespielt hat, nicht, das gefällt mir nicht. Aber jetzt nach einer 0:1-Niederlage wegen einer Gelben Karte im Nachhinein mit ihm zu diskutieren, das mach ich nicht. Es kann sein, dass ich morgen meine Meinung ändere, wenn ich das Spiel nochmal gesehen habe. Aber von meinem Blickwinkel von der Bank aus weiß ich nicht, warum wir das Spiel verloren haben. Ich kann es nicht erklären. Kollektiv hat das Team sehr sehr gut gespielt, in jeglichen Aspekten. Individuell genauso, ich kann keinem etwas vorwerfen, aber es bringt uns gar nichts, dass wir es verdient haben.“

… die Frage, ob das Team abgeklärter werden muss, bezogen auf die Aussage, Real Madrid sei „naiv“: „Nein, vielleicht, ich habe mich falsch ausgedrückt. Das Team hat gut gearbeitet, ich kann keinem meiner Spieler etwas vorwerfen. Sie haben alles gegeben. Naiv, in dem Sinne, dass die Betis-Spieler bei jeder Kleinigkeit die Arbeit des Schiedsrichters beeinflussen. Es gibt klar definierte Aktionen,  zum Beispiel ein Tritt auf den Fuß, die immer eine Gelbe Karte nach sich ziehen. In der ersten Minute bleibt Fede Valverde auf den Beinen. Das ist für einen Kapitän ehrenwert, aber das ist ein Beispiel. Der Spieler der halbtot vor meiner Bank lag … ich dachte dass der Krankenwagen kommen muss, aber er kam nicht. Und wenn du Spiele gegen Teams mit dieser Mentalität bestreitest, ist das definitiv ein Nachteil. Aber ich bin sehr zufrieden mit allen. Als Team haben sie mir gefallen und auch individuell kann ich ihnen nichts vorwerfen. Und wenn einer einen Elfmeter schießt, dann gehen wir alle zusammen.“

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