Muss Muslic umstellen? S04-Traumtorschütze Ljubicic über seine Lieblingsposition | OneFootball

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·2. März 2026

Muss Muslic umstellen? S04-Traumtorschütze Ljubicic über seine Lieblingsposition

Artikelbild:Muss Muslic umstellen? S04-Traumtorschütze Ljubicic über seine Lieblingsposition

Mit 114 Kilometer pro Stunde knallte Dejan Ljubicic in Fürth die Kugel unter die Latte. Der Winter-Neuzugang rettete Schalke mit seinem Traumtor zum 1:1-Ausgleich immerhin einen Punkt beim Tabellenletzten - und die Tabellenführung in Liga zwei.

Nach einer Schwächephase von nur zwei Punkten aus vier Spielen ist S04 jetzt immerhin schon wieder vier Partien ungeschlagen (zwei Siege, zwei Remis). Die Lage im Aufstiegsrennen spitzt sich nach 24 Spieltagen dennoch zu: Schalke als Erster trennen lediglich zwei Punkte von Hannover 96 auf Rang fünf. Etwas enttäuscht war man bei den Knappen daher schon, keinen größeren Vorsprung auf die Verfolger vom Schlusslicht mitgenommen zu haben.


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Muslic zog Ljubicic in Fürth erfolgreich zurück

Zum ersten Mal seitdem die Transfer-Offensive im Winter neben Edin Dzeko unter anderem auch Ljubicic zu den Knappen gebracht hat, erzielte S04 nicht mindestens zwei Tore. Ljubicic kam bislang im neuen 4-2-3-1-System von Trainer Miron Muslic vorwiegend auf der rechten Offensivseite zum Einsatz, wobei er dabei häufig als "Halb-Zehner" neben Kapitän Kenan Karaman und Adil Aouchiche (kam ebenfalls im Winter) agiert.

In Fürth wechselte Ljubicic unmittelbar vor seinem Tor aber auf die Doppelsechs. Eine Position, die dem Ex-Kölner alles andere als fremd ist. Im Gegenteil. "Ich mag es, wenn ich den Ball habe. Auf der Sechs wurde ich ausgebildet - sagen wir es mal so", erklärte der 28-Jährige nach dem Spiel (via WAZ).

Sollte Ljubicic immer auf der Sechs spielen?

Sein Trainer meinte derweil: "Das Profil von Dejan gibt es her, dass er auf der Sechs, Acht und Zehn spielen kann. Diese Flexibilität und sein Profil tun uns gut." Würde Ljubicic Schalke aber am meisten auf der Sechs guttun?Diese beiden Positionen sind eigentlich fest an Ron Schallenberg und Soufiane El-Faouzi vergeben. Während sich Dauerläufer El-Faouzi gefühlt überall auf dem Feld herumtreibt, ist Schallenberg vor allem defensiv der Anker, sorgt aber für weniger Kreativität im Spiel nach vorne.Ljubicic könnte das Schalker Offensivspiel aus einer tieferen Position mit mehr Ballkontakten besser antreiben, wie er auch selbst durchblicken ließ. Vor allem gegen tiefstehende Gegner wie Fürth es einer war: "Für einen Offensivspieler auf der Zehn ist es da schwieriger. Kenan und ich hatten die ganze Zeit den Gegenspieler im Rücken. Als Sechser hast du viel mehr Raum, wenn du den Ball bekommst."

Gegen jene tiefstehende Gegner dürfte es daher in Zukunft eine wichtige Option sein, Ljubicic auf die Doppelsechs zu ziehen. Bliebe allerdings die Frage, wer für ihn dann weichen müsste. Oder ob Muslic dann El-Faouzi eine Position nach vorne verschiebt. In offensiverer Ausrichtung gäbe es dann aber auch Platz für einen weiteren Stürmer - wie Christian Gomis oder Moussa Sylla.

Davon ausgehen, dass Muslic von seinem bisherigen Plan abrückt, sollte man nicht. Auch wenn der S04-Coach die Ljubicic-Position im kommenden Spiel gegen Bielefeld (Freitag, 18:30 Uhr) offen ließ. Die defensive Stabilität hatte zuletzt unter dem neuen Offensivdrang gelitten. Mit Ljubicic auf der Doppelsechs und einem weiteren Offensivspieler könnte die gewünschte Balance noch mehr leiden. In bestimmten Spielphasen und gegen entsprechende Kontrahenten dürfte der S04-Coach aber immer wieder auf eine Ljubicic-Versetzung auf die Sechs zurückgreifen.

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