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Jule Stolpe·28. Februar 2026
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Jule Stolpe·28. Februar 2026
Die Stimmung zwischen den Spielern und den Anhängern des SV Werder Bremen war zuletzt mäßig – und das ist noch nett ausgedrückt. Nach der 1:2-Niederlage zuletzt gegen den FC St. Pauli durften die Spieler nach dem Spiel nicht einmal in die Kurve, sondern wurden von den Fans weggeschickt.
Heute Nachmittag steht für den aktuellen Tabellenvorletzten ein immens wichtiges Duell gegen Heidenheim an. Im Weserstadion will Werder einen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und sich vom Abstiegsgespenst distanzieren.
Die Stimmung zwischen Mannschaft und Fans ist zwar weiterhin angespannt, dennoch machte der Capo vor Anpfiff über die Stadionlautsprecher in einer Ansage deutlich, dass die Anhänger trotz allem stets hinter ihrem Verein stehen.
Minutenlang sprach er im Stadion. Zunächst betonte er: "Jede Wut und jede Fassungslosigkeit, die wir empfinden, ist berechtigt, keine Frage." Relativierend fügte er jedoch hinzu: "Aber es war wichtig, wieder Kontrolle und Ruhe hineinzubringen."
Es bringe schließlich nichts, wenn sich die Werder-Fans jetzt gegenseitig zerfleischen und weiter auf die ohnehin verunsicherte Mannschaft eindreschen.
"Es bringt uns nichts, die Mannschaft zu beleidigen. Und bei der nächsten Niederlage – die auch wieder kommen wird, machen wir uns nichts vor, wir werden jetzt nicht jedes Spiel gewinnen – dürfen wir die Mannschaft nicht auspfeifen."
Anschließend verriet er, dass sich die Fans mit der Mannschaft getroffen hätten und nicht nur in der Kurve säßen, um den Profis zu erzählen, wie sie Fußball zu spielen hätten.
"Das machen wir nicht, das wäre anmaßend. Aber was jeder Fan hier im Stadion erwarten darf und muss, ist, dass die Mannschaft sich reinhängt und vor allem die Führungsspieler jetzt auf dem Platz stehen und alles geben." So hätten es die Ultras der Mannschaft auch in einem Gespräch mitgeteilt.
Eine deutliche Ansage, der vermutlich alle SVW-Anhänger zustimmen würden. Ob die Auseinandersetzung mit den Ultras hilft, die geforderte Leidenschaft auf den Platz zu bringen und in Tore sowie vor allem in Punkte umzumünzen, wird das Spiel nun zeigen.
Aktuell sieht es aber ganz danach aus. Nachdem das erste Werder-Tor vor der Pause noch zurückgenommen worden war, zählte der Führungstreffer per Kopf von Jovan Milosevic in der 57. Minute. Somit hätten die Bremer aktuell drei sehr wichtige Punkte sicher.
Noch hat Heidenheim allerdings Zeit, das Ergebnis zu den eigenen Gunsten zu drehen.
📸 Fabio Deinert - 2026 Getty Images


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