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·24. Februar 2026
Nach Eberl-Kritik: Joshua Kimmich mit ungewohnter Schwächephase

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·24. Februar 2026

Joshua Kimmich ist beim FC Bayern der Taktgeber, verlängerter Arm des Trainers und seit der Verletzung von Manuel Neuer auch Kapitän. Doch nach einer überragenden Hinrunde befindet sich der 31-Jährige aktuell in einer Phase, die so gar nicht zu seinem sonst so stabilen Leistungsniveau passen will. Die jüngsten Zahlen und Szenen zeichnen ein ungewohntes Bild – und selbst Sportvorstand Max Eberl fand nach dem 3:2 gegen Eintracht Frankfurt deutliche Worte.
Auslöser der Debatte war das späte 2:3 der Eintracht. Kimmich spielte einen riskanten Querpass durch den eigenen Strafraum und brachte Minjae Kim damit in Bedrängnis. Arnaud Kalimuendo nutzte die Situation eiskalt. Während viele Beobachter beide Defensivspieler in der Verantwortung sahen, nahm Eberl überraschend Kim aus der Schusslinie. „Mit dem Tor hat Minjae nichts zu tun“, stellte der Sportvorstand klar und sprach von einer „Harakiri“-Aktion Kimmichs.
Im Anschluss entwickelte sich eine Grundsatzdiskussion. Kimmich betonte, dass man auch unter Druck spielerische Lösungen finden muss. Für ihn gehört dieses Risiko zur Identität des FC Bayern. Eberl hielt dagegen: „Wenn die Gefahr zu groß wird, heißt es irgendwann auch mal löschen.“ Zwei Sichtweisen, die sinnbildlich für die aktuelle Phase stehen.
Tatsächlich häufen sich seit der Winterpause die kritischen Szenen. Das Frankfurter Tor war bereits das dritte Gegentor im Jahr 2026, an dem Kimmich beteiligt war. Gegen Augsburg verhinderte er beim 1:1 eine Hereingabe nicht, was letztlich zur ersten Saisonniederlage führte. Eine Woche später verursachte er beim 2:2 gegen den HSV einen Elfmeter. Selbst beim 3:0 gegen Bremen leistete er sich einen folgenschweren Ballverlust, den Jonas Urbig ausbügeln musste. Auffällig: 21 Ballverluste gegen Werder – so viele wie in keinem anderen Saisonspiel. Sein Durchschnitt liegt inzwischen bei rund elf pro 90 Minuten.
Auch statistisch ist die Delle greifbar. Vor der Winterpause kam Kimmich im Schnitt auf 125 Ballaktionen pro 90 Minuten, danach sind es nur noch 104. Gegen Frankfurt waren es lediglich 71 – weniger als bei Upamecano, Kim und sogar Offensivspieler Michael Olise mit 89 Ballaktionen.
Hinzu kommt ein Rückgang bei den Scorerpunkten. Vor der Pause sammelte Kimmich einen Treffer und sieben Assists, also einen Scorerpunkt alle 242 Minuten. Seitdem stehen nur zwei Assists zu Buche – einer pro 345 Minuten. Auch seine Zweikampfquote sank von rund 58 auf 51 Prozent, gegen Frankfurt lag sie sogar bei nur 33 Prozent.
Immerhin: Disziplinarisch blieb er stabil. Mit vier Gelben Karten entging er gegen Frankfurt einer Sperre für das Topspiel in Dortmund. Trotz der Formschwäche bleibt Kimmich für Vincent Kompany unverzichtbar. Doch die Zahlen zeigen deutlich: Der Bayern-Chefstratege sucht derzeit nach seiner Bestform.









































