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·14. Mai 2026

Nach gellendem Pfeifkonzert: Mbappé schießt gegen Arbeloa

Artikelbild:Nach gellendem Pfeifkonzert: Mbappé schießt gegen Arbeloa
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Mbappé spricht nach dem Pfeifkonzert der Fans mit der Presse – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Mbappé äußert sich ohne Absprache

Es war nicht zu erwarten, denn Real Madrid schickt nach seinen Spielen kaum noch Akteure vor die Kamera. Nach dem 2:0 gegen Real Oviedo am 36. Spieltag sprach jedoch ausgerechnet Kylian Mbappé in der Mixed Zone, laut REAL TOTAL-Infos allerdings ohne das Wissen des Vereins. Der Franzose wurde nach seiner Einwechslung in der 69. Minute bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, hat es sich in den vergangenen Wochen mit dem Madridismo teilweise verscherzt. Während seiner Verletzungspause vor dem Spiel gegen Espanyol (2:0) am 3. Mai verbrachte er einige Tage mit seiner Partnerin Éster Expósito in Italien, woraufhin die Anhänger an seiner Hingabe für den Verein zweifelten und eine Petition für seinen Abgang ins Leben riefen.


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„Ich war bereit, in der Startelf zu stehen“

Der Starstürmer der Blancos äußerte sich auf Nachfrage der Medien zum Hass, der ihm seitens der Fans entgegenströmt: „Ich kann die Meinung der Leute nicht ändern, wenn sie wütend sind. Ich darf das nicht persönlich nehmen. Das Leben eines Spielers von Real Madrid ist das Leben eines berühmten Spielers wie mir. Sie sind unzufrieden. Nur so lassen sich die Pfiffe verstehen.“ Seine Reise nach Italien rechtfertigte der 27-Jährige diplomatisch: „Dass ich nicht in Madrid war, war vom Verein genehmigt. Ich war nicht der einzige Spieler des Vereins, der nicht in Madrid war. Als Fußballer muss man nicht immer verstehen, man muss akzeptieren. Ich kann diese Situation leicht ändern.“

Anschließend teilte der französische Nationalspieler eine ordentliche Spitze gegen seinen Trainer Álvaro Arbeloa aufgrund der späten Einwechslung aus: „Mir geht es sehr gut, hundertprozentig. Ich war bereit, in der Startelf zu stehen. Ich habe nicht gespielt, weil ich für den Trainer der vierte Stürmer im Kader bin. Ich akzeptiere das und spiele die Zeit, die mir gegeben wird. Ich habe eine Vorlage für Jude gegeben, und man muss immer positiv bleiben. Ich bin nicht sauer auf den Trainer, man muss die Entscheidung eines Trainers immer respektieren und hart arbeiten, um wieder Stammspieler zu werden. Jeder hat seine eigene Vorstellung und Philosophie. Ich muss daran arbeiten, besser zu sein als Gonzalo, als Mastantuono und als Vini, um zu spielen.“  Anschließend fiel auch der Name Xabi Alonso, zu dem Mbappé ein „super Verhältnis“ habe, aber: „Das ist Vergangenheit. Jeder weiß, was ich von ihm halte. Aber wir müssen nach vorne schauen, darauf, was wir verbessern und besser machen können.“

„Das haben wir zu Beginn der Saison gezeigt“

Dennoch sei der Offensivmann bei Real Madrid glücklich und sehe es als seine Verantwortung, alles für das Wappen des Vereins zu geben. Der Verlauf der Saison habe trotzdem Spuren hinterlassen: „Wir sind gut in die Saison gestartet. Dann haben wir in der zweiten Saisonhälfte alles verloren. Das tut sehr weh, ich habe das Gefühl, dass wir eine Spielidee, eine Struktur hatten und diese verloren haben. Das schmerzt einen Spieler sehr. Wir müssen daraus lernen und akzeptieren, dass die Leute unzufrieden sind, und die Kritik hinnehmen. Wir haben keine Titel gewonnen. Das tut weh, weil wir die Chance hatten, etwas Besseres zu erreichen. Das haben wir zu Beginn der Saison gezeigt. Das ist nicht Real Madrid. Real Madrid muss immer gewinnen.“

Er fügte hinzu: „Ich spreche lieber hier. Es gibt Leute, die nichts sagen, und ich verfolge die Presse, um zu erfahren, was sie denken, aber ich spreche lieber hier, das ist klarer.“ 

Arbeloa: „Habe mit niemandem ein Problem“

Arbeloa selbst hatte Mbappés Aussagen zu Beginn der Pressekonferenz noch nicht gehört, wurde von den Medienvertretern auf das Interview angesprochen und gefragt, welches Problem er mit seinem Spieler habe. Dabei stellte er in allererster Linie klar, dass er der Trainer sei und entscheide, wer spiele und wer nicht. „Ich habe vor der Partie mit ihm geredet und weiß nicht, wie er das interpretiert hat. Vor vier Tagen durfte er nicht einmal auf der Bank sitzen, also konnte er heute nicht starten. Ich habe mit niemandem ein Problem. Ich verstehe, dass diejenigen, die nicht spielen, unzufrieden sind. Die heutige Entscheidung war den Umständen geschuldet. Ich wollte kein Risiko eingehen.“ Anschließend betonte der 43-Jährige: „Ich hätte gerne vier Stürmer. Ich habe weder vier Stürmer, noch habe ich Mbappé so einen Satz gesagt. Er hat mich wohl nicht richtig verstanden.“

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Torschütze Gonzalo: „Müssen ehrlich mit uns sein“

Torschütze Gonzalo García trat beim hauseigenen Sender Realmadrid TV vor die Kamera und blieb entsprechend von unangenehmen Fragen verschont. Stattdessen ging es vor allem um seinen Treffer zum 1:0 und seine sowie die Teamleistung: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung des Teams. Das Spiel gegen Barça war alles andere als einfach und wir wussten, dass Oviedo sein Bestes geben würde. Wir haben auch unser Bestes gegeben, hatten Lust zu spielen und haben unser Wappen vor unseren Fans heute gut verteidigt. Ich freue mich über das Tor, wenn man so lange nicht spielen kann und keine Tore macht, ist ein Tor hier im Bernabéu vor unseren Fans etwas Besonderes. Das wird für mich immer etwas Besonderes sein. Ich bin sehr dankbar für die Unterstüzung der Madridistas und der Mannschaft. Ich freue mich sehr auf die beiden letzten Spiele. “

Sein Fazit der letzten Monate: „Es war eine lange Saison, sowohl persönlich als auch für die Mannschaft. Es ist nicht so gelaufen, wie wir es erwartet hatten. Wir müssen selbstkritisch und ehrlich mit uns selbst sein. Aber ich bleibe ruhig, versuche jeden Tag hart zu arbeiten und fokussiere mich auf die Dinge, die ich kontrollieren kann. Ich versuche mein Bestes zu geben, um meine Chancen auf dem Platz zu nutzen und den Fans zu zeigen, dass ich auch in der Lage bin, alles für dieses Wappen zu geben.“

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