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·12. September 2026

Nach Hakenkreuz-Fotos: Ermittlungen gegen FCH-Hooligans

Artikelbild:Nach Hakenkreuz-Fotos: Ermittlungen gegen FCH-Hooligans

Die Staatsanwaltschaft Rostock und die Polizei haben Ermittlungen gegen Hooligans des F.C. Hansa Rostock aufgenommen. Hintergrund sind Fotos, die Ende Juli am Rande des Testspiels beim FC Watford (0:3) entstanden sein sollen und eine Gruppe von Fans vor einer Hakenkreuzfahne zeigen.

Bundeswehrangehörige beteiligt?

Wie die Behörden mitteilten, besteht der Verdacht des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zwar handelte es sich dabei um einen Vorfall im Ausland, doch nach Paragraph 5 des Strafgesetzbuches sind bestimmte Vergehen dennoch strafbar. Die Ermittlungen dauern derzeit an.


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Zuvor hatte das Rechercheportal Exif entsprechende Aufnahmen veröffentlicht. Auf den Bildern hatten Hansa-Anhänger zudem Kleidung mit rechtsextremen Symbolen getragen. Nach Angaben von Exif soll sich die Gruppe während der England-Reise außerdem mit Hooligans anderer Vereine, darunter aus Schottland und Frankreich, zu Auseinandersetzungen verabredet haben. Ob und in welchem Umfang dies Gegenstand der laufenden Ermittlungen ist, wurde zunächst nicht bekannt.

Unterdessen prüft laut einem Bericht der "Ostsee-Zeitung" auch der Militärische Abschirmdienst (MAD), ob Bundeswehrangehörige an den Vorfällen beteiligt gewesen sein könnten. Ein Sprecher erklärte dem Blatt, der Sachverhalt sei bekannt und werde untersucht. Hinweise auf extremistische Aktivitäten innerhalb der Bundeswehr nehme man sehr ernst. Zwei der Hooligans, die als Türsteher in der Rostocker Clubszene aktiv waren, haben ihre Jobs laut der Zeitung bereits verloren.

Stadionverbot und Vereinsausschluss angekündigt

Der F.C. Hansa Rostock hatte bereits kurz nach Veröffentlichung der Fotos reagiert. Der Klub kündigte Stadionverbote sowie Vereinsausschlüsse an, sofern es sich bei den betroffenen Personen um Vereinsmitglieder handelt. Zudem stehen die Ermittlungsbehörden nach eigenen Angaben in engem Austausch mit dem DFB, der Zentralen Informationsstelle für Sporteinsätze und dem Verein.

In einer Stellungnahme bezog der Klub klar Position: "Rechtsextremismus, nationalsozialistische Symbolik und menschenverachtendes Gedankengut haben beim F.C. Hansa Rostock keinen Platz", schrieb der Klub. "Wir werden nicht zulassen, dass Personen mit einem solchen Verhalten unseren Verein und seine Fans in Misskredit bringen oder ein Bild von Hansa vermitteln, das in keiner Weise unserem Selbstverständnis und unseren Werten entspricht."

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