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·18. September 2026
Nach Pinola wieder ein Argentinier für den 1. FC Nürnberg im Anmarsch

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·18. September 2026

Der 1. FC Nürnberg ist nach vielen Jahren offenbar erneut in Argentinien fündig geworden. Übereinstimmenden Berichten zufolge soll Mittelfeldtalent Felipe Obradovich (19) vom argentinischen Zweitligisten Club Ferro Carril Oeste im Winter zum Club wechseln. Es wäre der erste Transfer eines Argentiniers zum FCN seit Vereinslegende Javier Pinola, der inzwischen als Co-Trainer unter Miroslav Klose arbeitet.
Nach Angaben des Portals Tribuna und weiteren Medien soll Nürnberg dem argentinischen Klub 80 Prozent der wirtschaftlichen Rechte an Obradovich abkaufen. Ferro Carril Oeste würde damit bei einem künftigen Weiterverkauf des Spielers mit 20 Prozent beteiligt bleiben. Am Valznerweiher soll Obradovich einen Vertrag bis 2031 erhalten. Eine offizielle Bestätigung des FCN steht bislang noch aus.
Auch bei der Ablösesumme gibt es noch keine offizielle Angabe. BILD berichtet von rund einer Million Euro. Vollzogen werden soll der Transfer im Januar. Bis dahin bleibt Obradovich bei seinem Ausbildungsverein, um die laufende Saison in Argentinien zu Ende zu spielen.
Bis zu seinem Wechsel kann Obradovich die laufende Saison bei Ferro Carril Oeste noch beenden und möglicherweise sogar den Aufstieg in die argentinische Primera División feiern. Der 19-Jährige ist dort inzwischen Stammspieler und kam 2026 in 26 Ligapartien zum Einsatz, davon 25-mal von Beginn an. Über seine bisherigen Profijahre hinweg stehen 28 Spiele und zwei Tore zu Buche. Dazu kommt eine Vorlage.
Ferro liegt aktuell im Aufstiegsrennen der argentinischen zweiten Liga und kann daher noch auf die Dienste seines jungen Mittelfeldspielers setzen. Genau dieser Umstand war bereits im Sommer ein Grund dafür, dass Nürnberg den Transfer nicht sofort realisieren konnte. Sportvorstand Joti Chatzialexiou hatte damals erklärt, Obradovich sei bereits für einen Wintertransfer ein Thema gewesen.
Obradovich besitzt die argentinische Staatsbürgerschaft. Medienberichten zufolge soll er zudem die kroatische Staatsbürgerschaft beantragt haben. Eine abgeschlossene Einbürgerung ist bislang allerdings nicht bestätigt.
Argentinische Spieler sind beim 1. FC Nürnberg bislang eine Seltenheit, auch wenn mit Pinola einer besonders prägend war. Ohne ihn haben die Mittelfranken erst drei Argentinier verpflichtet.
In den frühen 1990er Jahren kamen Sergio Zárate von Vélez Sarsfield und Sergio Bustos von Racing Club. Zárate absolvierte zwischen 1990 und 1994 insgesamt 69 Bundesliga-Spiele für Nürnberg und erzielte dabei 22 Tore. Anschließend wechselte er zum Hamburger SV.
Bustos kam ebenfalls von Racing Club. Er absolvierte für Nürnberg acht Bundesliga- und 19 Zweitligaeinsätze und erzielte in der 2. Bundesliga drei Tore.
Der dritte Argentinier war Martín Mandra. Der Angreifer kam im Juli 2003 nach Nürnberg und verließ den Verein bereits im September desselben Jahres wieder, ohne ein Pflichtspiel für den FCN bestritten zu haben. Nach seinem Abschied erhob Mandra gegenüber ehemaligen Mitspielern Vorwürfe wegen Rassismus und Ausgrenzung. Die damalige Vereinsseite wies diese Vorwürfe zurück.
Pinola selbst kam als vierter und bislang letzter Argentinier 2005 zum FCN – allerdings nicht direkt aus seiner Heimat, sondern von Atlético Madrid. Zwischen 2005 und 2015 bestritt er 287 Pflichtspiele für den Club, erzielte neun Tore und bereitete 20 weitere vor. Damit wurde er zu einer der prägendsten Figuren der jüngeren Vereinsgeschichte.
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