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·4. Februar 2026

Nach Schlotterbecks Meister-Ansage: BVB-Boss widerspricht Kehl

Artikelbild:Nach Schlotterbecks Meister-Ansage: BVB-Boss widerspricht Kehl

Borussia Dortmund ringt um den richtigen Ton im Titelrennen. Während Nico Schlotterbeck offensiv von der Meisterschaft spricht, setzt die Klubführung auf unterschiedliche Signale zwischen Mut und Vorsicht.

Die öffentliche Kampfansage von Nico Schlotterbeck hat bei Borussia Dortmund eine intensive Diskussion über Anspruch und Kommunikation ausgelöst. Nach dem knappen 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim hatte der Innenverteidiger offensiv erklärt, der BVB müsse den Mut haben, offen von der Meisterschaft zu sprechen. Innerhalb des Klubs stieß diese Haltung jedoch nicht überall auf Zustimmung.


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Vor allem aus der sportlichen Führung kam zunächst Zurückhaltung. Sportdirektor Sebastian Kehl und Trainer Niko Kovac versuchten unmittelbar nach der Partie, die Erwartungen zu dämpfen. Angesichts der wenig überzeugenden Leistung gegen den Tabellenletzten sei es schwer, große Titelziele auszurufen, hieß es sinngemäß. Der Fokus müsse darauf liegen, stabil zu punkten und die Verfolger hinter sich zu halten.

Rückendeckung erhielt Schlotterbeck dagegen aus der Geschäftsführung. Carsten Cramer stellte sich öffentlich hinter den Nationalspieler und lobte dessen offene Worte. „Wir wünschen uns immer mutige, ambitionierte und offene Spieler“, sagte der BVB-Boss in einer Talkrunde der Ruhr Nachrichten und ergänzte: „Ich finde es großartig, dass wir diese Leidenschaft verkörpern.“ Genau für diesen inneren Antrieb verpflichte der Verein seine Profis.

Cramer stärkt BVB-Abwehrchef Schlotterbeck den Rücken

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Foto: IMAGO

Schlotterbeck selbst hatte seine Aussagen mit dem Selbstverständnis des Klubs begründet. „Man muss auch mal den Anspruch haben als BVB, auch mal den Fans zu sagen, wir wollen Meister werden“, erklärte der 25-Jährige und verwies darauf, dass der Rückstand auf Bayern zuletzt geschrumpft sei. Nun wolle man „angreifen“.

Trotz des öffentlichen Lobs blieb Cramer bei der konkreten Zielsetzung vorsichtig. Er verwies auf die starke Punkteausbeute von 45 Zählern, wollte sich aber nicht auf Rechenspiele einlassen. „Die ganze Rechnerei bringt nichts. Wir konzentrieren uns auf Wolfsburg“, stellte er klar. Damit sendet der Geschäftsführer ein anderes Signal als die sportliche Leitung: Mutige Worte sind erwünscht – die offizielle Marschroute bleibt jedoch betont nüchtern.

Ob Schlotterbecks Vorstoß das Team beflügelt oder zusätzlichen Druck erzeugt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen – spätestens dann, wenn im direkten Duell mit Bayern ein echtes Statement gefragt ist.

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