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·17. September 2026
Nach schwierigem Start in Lissabon: Jakub Kaminski wird gegen die AC Mailand zum Matchwinner

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Simon Hense
17 September, 2026
Anders als beim 1. FC Köln muss Jakub Kaminski bei Benfica Lissabon um seinen Platz in der Startelf kämpfen. In der Europa League gab der Pole nun aber eine Bewerbung für mehr Spielzeit ab.
Jakub Kaminski von Benfica Lissabon (Foto: Gualter Fatia/Getty Images)
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So richtig rund lief es für Jakub Kaminski seit seinem Abgang vom 1. FC Köln im Sommer bisher noch nicht. Bei Benfica Lissabon war er zwar zu Beginn in den ersten beiden Qualifikationsspielen für die Europa League noch in der Startelf und konnte gegen den FC St. Gallen auch eine Vorlage beisteuern. Danach musste der Pole jedoch meistens mit der Bank vorlieb nehmen. So hat der 24-Jährige nach sechs Spieltagen erst einen Einsatz in der Liga vorzuweisen. Gegen CS Marítimo wurde er für den verletzten Rechtsverteidiger Alexander Bah eingewechselt. In der Offensive, wo Kaminski eigentlich seine größten Stärken hat, musste er sich bisher hinter der Konkurrenz um Rafa Silva, Gianluca Prestianni und Andreas Schjelderup anstellen. Zumindest bis zum Mittwochabend.
Mehr zum Thema:>>Die Situation von Borna Sosa>>Die neue Kölner Achse in der Startelf
Denn da erhielt der Linksaußen mal wieder in der Europa League die Chance, sich von Beginn an zu zeigen. Und die nutzte der 24-Jährige eindrucksvoll. Mit einer Vorlage zum 0:1 und einer schönen Direktabnahme zum 0:2 war der Pole für seine Mannschaft der Matchwinner im Mailänder San Siro. Dabei spielte der variable Offensivspieler nicht nur wegen seiner Torbeteiligungen für Benfica-Trainer Marco Silva eine entscheidende Rolle. „Wir haben einige besondere taktische Feinheiten vorgenommen, insbesondere hinsichtlich der Positionierung von Kaminski ohne Ball. Die Spieler haben das in den zwei Trainingstagen hervorragend verinnerlicht und auf dem Platz umgesetzt“, so der Coach. So spielte Kaminski im eigenen Ballbesitz als Linksaußen, ließ sich bei gegnerischen Ballbesitz jedoch häufig fallen und spielte eher als Linksverteidiger in einer Fünferkette. „Die taktische Leistung, die er heute gezeigt hat, fast als Teil einer Fünferkette, verdeutlicht seine Vielseitigkeit“, lobte sein Trainer ihn daher anschließend.
Kaminski selbst zeigte sich nach dem Spiel zufrieden. „Ich bin sehr glücklich, wir haben im San Siro mit 2:0 gewonnen, es war eine großartige Leistung der Mannschaft. Wir haben Geschichte geschrieben, denn Benfica hat noch nie gegen Milan gewonnen“ freute sich der Ex-Kölner. Der 24-Jährige zeigte sich jedoch mit Blick auf seine ersten Wochen in Portugal auch selbstkritisch: „Es ist normal, dass man mich kritisiert, wenn ich nicht gut spiele. Jeder Fan und Journalist kann das tun. Das ist kein Problem für mich. Ich weiß, dass meine Form etwas nachgelassen hat. Ich muss auch körperlich noch an meiner Verfassung arbeiten“ so der Mittelfeldspieler.
Die Leistung in Mailand dürfte dem Polen dafür aber eine Menge Rückenwind geben. So konnte Kaminski endlich wieder zeigen, warum sein neuer Club im Sommer 17 Millionen Euro für ihn noch Köln überwies. Trotzdem könnte die Lage für ihn zumindest in der Liga kompliziert bleiben. Denn sein Trainer sieht ihn weniger geeignet für Partien, in denen Benfica gegen einen tief stehenden Gegner spielen muss, da dies weniger zu seinen Stärken passe: „In anderen Spielsituationen, in denen wir den Gegner stärker unter Druck setzen, wird das für ihn nicht mehr so gut funktionieren, und es liegt an uns, entsprechend den Erfordernissen zu agieren.“ Da Lissabon jedoch als einer der größten Vereine in Portugal in der Liga meistens Favorit ist, dürften solche Situationen häufiger vorkommen – und könnten dafür sorgen, dass Kaminski trotz seines starken Auftritts weiterhin regelmäßig auf der Bank Platz nehmen muss.
Zumindest am kommenden Wochenende könnte es jedoch direkt nochmal eine Chance für den 24-Jährigen geben. Denn dann muss Benfica als Tabellenzweiter im Topspiel bei Spitzenreiter Porto ran. Eine Partie, die deutlich offener ist als gegen die meisten anderen Gegner in Portugal. Und in der Kaminski daher für seinen Trainer vielleicht wieder eine spannende Option ist.







































