Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt? | OneFootball

Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: come-on-fc.com

come-on-fc.com

·10. September 2026

Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?

Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?
Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?

OneFootball Videos


Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?

Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?

Simon Bartsch

10 September, 2026

Müsste man den Kreis der Erfolgsgaranten der vergangenen Saison beim FC auf zwei Personen eingrenzen, so wäre neben Said El Mala sicherlich Jakub Kaminski zu nennen. Der Pole war wohl die große Überraschung der vergangenen Spielzeit, sein Abschied schmerzhaft, aber folgerichtig für den 1. FC Köln: Wurde Jakub Kaminski überhaupt adäquat ersetzt?

Anthony Modeste, Jonas Hector, ja sogar Ellyes Skhiri – in der jüngeren Vergangenheit kämpften die Kölner immer wieder damit, das abgewanderte Leistungsträger nicht adäquat ersetzt wurden. In der vergangenen Spielzeit überzeugte vor allem Jakub Kaminski. Sein Weggang war verständlich, deswegen aber nicht weniger schmerzhaft. Nun stellt sich durchaus die Frage, ob es einen Ersatz für den Polen gibt.

Wer wird Nachfolger von Jakub Kaminski beim 1. FC Köln?

 Ihr wollt immer aktuell informiert sein? Folgt dem WhatsApp-Kanal von come-on-fc.com.

Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?

Teil’ diesen Beitrag mit deinen Freunden:

Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?
Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?
Artikelbild:Nach den Neuverpflichtungen: Wurde Jakub Kaminski beim 1. FC Köln adäquat ersetzt?

Wie schon eine Fußballfloskel sagt: „Verliebe dich nie in einen Leihspieler“. Wobei es bei Jakub Kamiński korrekterweise ja heißen muss: „Verliebe dich nie in einen Leihspieler, für den du zwar eine Kaufoption besitzt, die allerdings eine Ausstiegsklausel beinhaltet.“ Es war der Deal der Saison. Nur 5,5 Millionen Euro Ablöse für einen der besten Kicker der jüngeren FC-Vergangenheit. Die guten Leistungen blieben allerdings nicht unentdeckt. Benfica Lissabon machte Kaminski diese Transferperiode mit einer Ablöse von 17 Millionen Euro zum zweitteuersten Abgang der Vereinsgeschichte. Klar, ein Transferplus von 11,5 Millionen Euro ist ein absoluter Segen, nur stellt sich nach einem 63 Tage offenen Transfermarkt, der zehn neue FC-Spieler hervorgebracht hat, die Frage: Konnte man den Dauerbrenner der vergangenen Saison adäquat ersetzen?

Wie ersetzt man einen Allrounder?

Als Erstes ist natürlich zu klären, auf welcher Position man Kaminski überhaupt ersetzen musste. Ein Spieler, für den die Bezeichnung „Allrounder“ einst erfunden wurde. Egal ob auf den offensiven Außenbahnen, auf der 10, auf der 6 oder als Rechtsverteidiger, Kaminski kam in der vergangenen Saison auf fast jeder Position zum Einsatz. Am Ende hätte es überspitzt gesagt wohl auch keinen mehr überrascht, wenn er selbst Marvin Schwäbe im Tor ersetzt hätte. Dazu stand der laut Ex-Trainer Lukas Kwasniok beste Spieler des Kaders in jedem Pflichtspiel in der Startelf. 7 Tore und 5 Vorlagen konnte er dabei verbuchen. Einzig Saïd El Mala kam auf noch mehr Scorerpunkte. Problem nur, El Mala braucht man schon als El Mala. Er scheidet als Kaminski-Ersatzsomit aus.

Ersatz aus den eigenen Reihen?

Könnte stattdessen ein anderer Spieler der Ersatz sein, der bereits in der vergangenen Saison das FC-Trikot getragen hat? Luca Waldschmidt – mit neun Scorern war er quantitativ nicht viel weniger erfolgreich als Kaminski und hat dafür auch noch zehn Spiele weniger gebraucht. Auch in der Vorbereitung hat sich abgezeichnet, dass Waldschmidt die offensive Mittelfeldrolle im 4-2-3-1 System übernehmen kann, bevor auch ihn muskuläre Probleme zunächst wieder zurückgeworfen haben. Bei Waldschmidt kommt einem aber auch ein Wort recht schnell in den Sinn: Inkonstanz. Über die fußballerischen Fähigkeiten des ehemaligen Nationalspielers sind sich wahrscheinlich alle einig. Zu selten konnte er diese aber über einen längeren Zeitraum auf den Platz bringen. Dazu kommt, dass Waldschmidt in seine bereits vierte Saison beim FC geht. Und jede Spielzeit aufs Neue schwingt die Hoffnung mit „Diesmal platzt der Knoten“.



Das Problem ist, der Knoten ist bisher noch nicht geplatzt. Und: Kaminski verfügte über eine beeindruckende Intensität. Die meisten Sprints beim FC, die meisten intensiven Läufe, viele Kilometer in den Beinen. Zwar kommt der Siegener nicht an das läuferische Volumen des Polen, aber auch Waldschmidt spult erstaunlich viele Kilometer ab. Ein Waldschmidt auf dem Niveau des Vorjahres-Kaminskis wäre ein Traumszenario. Alles nur darauf zu setzen wäre aber fahrlässig.

Ein Neuzugang als großes Versprechen

Linton Maina, Jan Thielmann – es gibt noch weitere Spieler, die offensiv Akzente setzen können – es in der jüngeren Vergangenheit zu selten und wenn, dann ohne Konstanz taten. Daher richtet sich der Blick eher auf die Neuzugänge. Alle Positionen, auf denen Kaminski zum Einsatz kam, wurden nachbesetzt. Als echter Ersatz ist am naheliegendsten aber natürlich der spät dazugestoßene Mikey Moore. Auch er gilt als Allrounder, kann offensiv alle Positionen besetzen. Und das Beste: Durch gleich zwei neue Außenverteidiger ist auch nicht davon auszugehen, dass Moore hinten aushelfen muss. In der vergangenen Saison ist Moore auf ähnliche Zahlen gekommen wie Kaminski. Doch es gibt auch hier ein aber: Man darf nicht vergessen, dass Moore erst 19 Jahre alt ist. Als Kaminski im vergangenen Sommer zum FC gestoßen ist, war dieser bereits ein gestandener Bundesligaprofi und Nationalspieler.

Und dennoch: Tottenham-Coach Roberto de Zerbi hat in den englischen Youngster in den bisherigen Pflichtspielen nicht ohne Grund immer eingesetzt. Wenn Moore also halten sollte, was sich alle versprechen, könnte der Name Kaminski bald vergessen sein. Nur ist Moore eben auch ein Leihspieler, sogar einer ohne Kaufoption. Und so stehen die Chancen nicht schlecht, dass man sich in genau einem Jahr wieder eine Frage stellen muss: Konnte man den Dauerbrenner der vergangenen Saison adäquat ersetzen?

Welche Rückennummern tragen Moore und El Mala?

Neuzugang Mikey Moore läuft für den FC mit der 47 auf. Said El Mala wechselte seine Rückennummer im Sommer von der 13 auf die Zehn.

Von wo wurde Moore verpflichtet?

Der FC hat Moore aktuell aus England von den Tottenham Hotspur ausgeliehen. In der Vorsaison spielte er auf Leihbasis in Schottland bei den Glasgow Rangers.

Von wo wurde El Mala verpflichtet?

Said El Mala wechselte im Sommer 2025 gemeinsam mit seinem Bruder Malek von Viktoria Köln zum FC.

Impressum des Publishers ansehen