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·3. September 2026

Nach Skandal: Raul Asencio bricht sein Schweigen

Artikelbild:Nach Skandal: Raul Asencio bricht sein Schweigen

Bild: Angel Martinez/Getty Images

Raul Asencio ist im Prozess um die mögliche Weitergabe eines Videos mit sexuellen Handlungen unter Beteiligung einer Minderjährigen freigesprochen worden. Im Anschluss hat sich der Star von Real Madrid ausführlich geäußert.


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Raul Asencio, Verteidiger von Real Madrid, hat ein Statement über die sozialen Medien abgegeben. Dabei geht es um seinen Freispruch vor Gericht in Zusammenhang mit folgendem Vorfall:

Vorfall aus 2023

Im Kern geht es darum, dass Asencio 2023 mit drei weiteren Mitspielern aus der Akademie von Real Madrid auf Gran Canaria weilte. Dort lernte die Gruppe mehrere junge Frauen kennen, darunter auch eine Minderjährige. In der Folge kam es zu sexuellen Handlungen, die den Berichten zufolge einvernehmlich waren. Dabei spielte Asencio selbst noch keine Rolle.

Aber: Dazu wurden auch Videos gedreht. Diese wurden in der Folge in Gruppenchats weitergeleitet und weiteren fremden Personen gezeigt. Das alles geschah gegen den Willen der jungen Frauen, die diese Vorfälle zur Anzeige brachten.

Asencio, heute 23, wurde dabei vorgeworfen, dass er eines dieser Videos von seinen Teamkollegen eingefordert und es ebenfalls weitergeleitet habe, obwohl er wusste, dass die jungen Frauen bereits Protest angemeldet hatten und eine der jungen Frauen minderjährig war.

Opfer lassen Anschuldigungen fallen

Aus den spanischen Medien geht bislang folgendes hervor, wie Asencio heute freigesprochen wurde: Die Opfer sollen vor der Richterin bezeugt haben, dass sie allen Beteiligten vergeben haben. Dadurch ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage fallen. In Deutschland würde man wohl sagen, es kam zu einer außergerichtlichen Einigung im Vorfeld des Prozesses. Formal ist es jedenfalls ein Freispruch. Es soll außergerichtlich auch eine Entschädigung für die jungen Frauen geben. Die drei früheren Teamkollegen von Asencio wurden zudem zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, hier ging es aber nochmal um andere Vorfälle, in denen Asencio nicht involviert war.

Diesen Moment nutzte Asencio nun, um sich in den sozialen Medien zu äußern. Dabei geht es ihm im Kern darum, zu betonen, dass er freigesprochen wurde und sich nun wieder um das Sportliche kümmern wolle. Sein Statement, vom Spanischen ins Deutsche übersetzt, im Wortlaut:

„Heute, nach einer langen Zeit des Schweigens und der Achtung vor einem Gerichtsverfahren, auf das ich stets vertraut habe, kann ich sagen, dass ich FREIGESPROCHEN wurde. Und ich glaube, es ist an der Zeit, ein paar Worte zu sagen.

In diesen Monaten habe ich eine schwierige Situation durchlebt und musste manchmal mit ansehen, wie Informationen und Meinungen über mich veröffentlicht wurden, noch bevor die Justiz ein Urteil gefällt hatte. Ich verstehe und respektiere die Arbeit der Medien, wenn es darum geht, zu berichten und Meinungen zu äußern, aber ich halte es auch für wichtig, daran zu erinnern, dass hinter jeder Nachricht ein Mensch und eine Familie stehen, die die Folgen all dessen, was veröffentlicht wird, am eigenen Leib spüren.

Ich habe immer darauf vertraut, dass die Justiz letztendlich alles ins Lot bringen würde. Heute liegt ein Gerichtsurteil vor, das für sich selbst spricht, und ich nehme es gelassen und mit der Genugtuung entgegen, einen für mich sehr wichtigen Lebensabschnitt abschließen zu können.

Ich möchte mich nicht an den Trubel oder die schwierigen Momente erinnern. Vielmehr möchte ich die Unterstützung der Menschen in Erinnerung behalten, die mir zur Seite standen und mir während dieser ganzen Zeit vertraut haben. Ich möchte meiner Familie, meinen Freunden, meinem Berater, meinen Anwälten und all den Menschen, die mich begleitet und mir Kraft gegeben haben, als ich sie am meisten brauchte, von ganzem Herzen danken.

Außerdem möchte ich Real Madrid und allen Menschen im Verein danken, die mir ihr Vertrauen geschenkt und es mir ermöglicht haben, weiterzuarbeiten, mich weiterzuentwickeln und das zu genießen, was mir am meisten Spaß macht: Fußball zu spielen.

Während dieses gesamten Prozesses habe ich versucht, mich herauszuhalten, zu arbeiten und nach vorne zu schauen. Heute kann ich das mit der Gewissheit tun, dass ich stets auf die Wahrheit vertraut habe.

Diejenigen, die in diesen Monaten über mich gesprochen haben, bitte ich nur darum, dass nun, da die Justiz ihr Urteil gefällt hat, auch dieser Teil der Geschichte mit derselben Aufmerksamkeit erzählt werden kann. Ich möchte mich nicht auf Kontroversen einlassen und nicht zurückblicken. Ich möchte diese Etappe mit Respekt, mit erhobenem Kopf und mit großer Lust, weiterzumachen, abschließen.

Ich möchte auch auf einen Vorfall im Zusammenhang mit einem Alkoholtest eingehen. Ich bereue zutiefst, was geschehen ist, und übernehme die volle Verantwortung dafür. Es war eine Erfahrung, aus der ich gelernt habe, und mir ist völlig klar, dass so etwas nicht wieder vorkommen wird. Jetzt möchte ich nach vorne schauen, weiterarbeiten, mich weiterentwickeln und mich auf das konzentrieren, was mir am meisten Spaß macht: Fußball spielen.

Jetzt bin ich an der Reihe, das Wort zu ergreifen. Und ich stimme meinem Trainer voll und ganz zu: nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits davon. Hala Madrid. Niemand soll auch nur den geringsten Zweifel daran haben.“

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