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·22. Februar 2026

Nach tragischem Unfall beim 1. FC Köln: Diskussionen um Lukas Kwasnioks Worte

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Nach tragischem Unfall beim 1. FC Köln: Diskussionen um Lukas Kwasnioks Worte

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Simon Bartsch

22 Februar, 2026

Das 2:2 der Geißböcke gegen die TSG Hoffenheim wurde von einem tragischen Unfall überschattet. Ein Fan war auf der Treppe gestürzt und musste reanimiert werden. Unglücklich äußerte sich an schließend der Trainer des 1. FC Köln: Diskussionen um Lukas Kwasnioks Worte nach dem tragischen Unfall.

Nach dem Duell der Geißböcke gegen die TSG Hoffenheim rückte das errungene 2:2-Remis in den Hintergrund. Aufgrund eines medizinischen Notfalls wurde während des Spiels wie üblich der Fan-Support eingestellt. FC-Trainer Lukas Kwasniok sorgt mit seinen Aussagen für Diskussionen.

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Fans des 1. FC Köln stellen den Support nach dem tragischen Unfall ein

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Das Heimspiel des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim bot den Zuschauern im Kölner Stadion eigentlich genügend Grund für lautstarke Reaktionen. Ragnar Ache zum Beispiel mit seinem Traumtor und Said El Mala mit dem Treffer zum Ausgleich. Auch Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns sorgten für lautstarken Protest. Ansonsten blieb es still in Köln – sehr still. Zum Hexenkessel wurde das Stadion in Müngersdorf am Samstagnachmittag jedenfalls nicht. Und das aus ernsthaften Grund: Ein 90-Jähriger Fan war vor Anpfiff eine Treppe heruntergestürzt, musste laut Angaben des Vereins reanimiert werden. Beide Fanlager stellten daraufhin ihren lautstarken Support weitgehend ein. Nach übereinstimmenden Medienberichten, ist der 90-Jährige Fan verstorben.

„Es gibt Argumente dafür und dagegen“

Kritisch sind die Meinungen der Kölner Anhänger. Das aber nicht zum Verhalten der aktiven Fanszene, sondern vielmehr zu den im Anschluss an das Duell getätigten Äußerungen des Kölner Trainers Lukas Kwasniok. Denn während Tom Krauß nach der Partie äußerte, dass es wichtigere Sachen als Fußball im Leben gebe und die Mannschaft, den Punkt „heute für den Fan gewonnen“ habe, sprach der Coach über den fehlenden Fan-Support. „Es gibt Argumente dafür und dagegen. Wir haben das leider im Verlauf der Saison schon zum wiederholten Male erfahren müssen. Fans waren teilweise bei Auswärtsspielen nicht dabei oder die Unterstützung bei Heimspielen war nicht vorhanden, so wie wir uns das erhoffen“, so Kwasniok.

Dass der zwölfte Mann den Kölnern sicherlich noch einmal einen Extra-Schub gegeben hätte, ist unbestritten, die Diskussionen um Kwasnioks Aussage ist dennoch laut. Ein Heimspiel sei „in diesem Moment dann nicht mehr ein solcher Vorteil, wie es mit Support der Südkurve der Fall ist. Wir haben Verständnis für viele, viele Themen außerhalb des Fußballs. Deswegen ist es ein zwiespältiges Thema. Ich möchte das aber nicht im Detail auseinanderklabustern, weil es zu lange dauern würde“, schloss der 44-Jährige seine Erläuterungen inklusive einem zuvor schräg gezogenen Verweis auf die zwölfminütige Rassismus-Rede seines Kollegen Vincent Kompany. Ein Vergleich, der wohl mehr als nur hinkte. Mitleid oder Anteilnahme äußerte der Kölner Trainer jedenfalls nicht, obwohl er durchaus gewusst haben dürfte, dass es dem Fan schlecht ging.

Die Frage, ob die wichtige und lautstarke Unterstützung tatsächlich eher im Mittelpunkt stehe, als die Rücksichtnahme auf einen Rettungseinsatz mit ungewissem Ausgang, ist mehr als berechtigt. Fakt ist, dass die Unterstützung der aktiven Fanszene nicht nur in Köln bei Rettungseinsätzen wie dem am Samstag weitestgehend eingestellt wird – ein übliches Szenario.


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