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·3. August 2026

Nach Trainer-Aus im Januar: Toppmöller tritt gegen Eintracht nach

Artikelbild:Nach Trainer-Aus im Januar: Toppmöller tritt gegen Eintracht nach

Die Zeit von Dino Toppmöller als Cheftrainer von Eintracht Frankfurt endete am 18. Januar dieses Jahres, nachdem die Hessen bis dahin eine mehr als holprige Saison abgeliefert hatten. Toppmöller war damit insgesamt gut zweieinhalb Jahre an der Seitenlinie der Adler und musste seinen Posten für den Spanier Albert Riera räumen, der den Erfolg ebenfalls nicht zurückbringen konnte. Nun trat Toppmöller, der mittlerweile neuer Cheftrainer des französischen Erstligisten RC Lens ist, noch einmal gegen seinen vorherigen Arbeitgeber nach.

Toppmöller spricht über Eintracht-Aus

Lange Zeit hatte Dino Toppmöller über das bittere Aus in Frankfurt geschwiegen, doch nun offenbarte er im Interview mit der französischen L'Équipe, dass der Schnitt in Frankfurt voller Emotionen gewesen sei.


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In der vergangenen Saison blieb Toppmöllers Truppe den großen Erwartungen vielfach schuldig. Nicht selten wurde dem 45-Jährigen die mangelnde Weiterentwicklung der Mannschaft und deren Spielweise angelastet. Das will Toppmöller jedoch nicht unkommentiert stehen lassen, wie es scheint.

"In der dritten Saison verkauften wir unseren besten Verteidiger und ersetzten ihn nicht, entgegen meinem Rat. Außerdem wechselte unser Stammtorwart Kevin Trapp zum FC Paris."Dino Toppmöller

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Dino Toppmöller | picture alliance/GettyImages

Während Toppmöllers Arbeit in den ersten beiden Spielzeiten noch größtenteils gefeiert wurde, folgte in der Saison 2025/26 plötzlich ein Leistungs- und Stimmungsabfall. Der Ex-Eintracht-Coach sieht dafür Gründe. "In meinen ersten beiden Jahren in Frankfurt hatten wir die sechst- bzw. fünftbeste Abwehr“, so Toppmöller. Doch dann folgte ein bedeutender Einschnitt in die Leistungsfähigkeit des Kaders. "Doch in der dritten Saison verkauften wir unseren besten Verteidiger und ersetzten ihn nicht, entgegen meinem Rat. Außerdem wechselte unser Stammtorwart Kevin Trapp zum FC Paris“, schob Toppmöller deutlich nach. Mit dem "besten Verteidiger" ist nach Informationen der Bild offenbar der Brasilianer Tuta gemeint, den es für 15 Millionen Euro in die Wüste zu Al-Duhail zog.

"Ich wurde dafür kritisiert, aber wenn man in dieser Situation nicht rotiert, wann dann?"Toppmöller-Frust über Eintracht-Kritik

Ein weiterer schmerzhafter Punkt, der das Vertrauensverhältnis zwischen Trainer und Klub scheinbar massiv belastete, war das ereignisreiche 6:4 gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem die Adler bereits 6:0 führten, ehe Toppmöller zur großen Rotation ausholte und sich die Hessen noch vier Gegentreffer fingen. Im Verein rieb man Toppmöller dies offenbar mächtig unter die Nase – zum Unmut des 45-Jährigen. "In Gladbach führten wir in der 60. Minute 6:0, also wechselte ich fünf Spieler aus, um sie wegen der Champions League zu schonen, und wir kassierten vier Gegentreffer. Ich wurde dafür kritisiert, aber wenn man in dieser Situation nicht rotiert, wann dann?“, so Toppmöller im Interview mit der L’Équipe.

Ein ähnlicher Vorfall soll sich nach dem 4:3-Erfolg gegen den 1. FC Köln ereignet haben. Toppmöller kritisch: "Und wieder Kritik. Alle waren vom 5:4 zwischen PSG und Bayern begeistert, aber in Frankfurt geht das nicht? Die Leute verstehen das Managen nicht.“ Tiefe Spuren die bei Dino Toppmöller seither zurückgeblieben scheinen und Erfahrungen, die eine weitere Zusammenarbeit offenbar nicht mehr zuließen.

Toppmöller in Lens gut angekommen

"Es herrscht Leidenschaft, die Menschen tragen den Fußball im Herzen, die Mannschaft versucht, die Werte des Vereins zu wahren, und das finde ich großartig."Dino Toppmöller

Bei seiner neuen Tätigkeit in der Ligue 1 hat sich der ehemalige Mittelstürmer offenbar bereits gut eingelebt. "Lens ist ein bisschen wie Eintracht Frankfurt, nur mit weniger finanziellen Mitteln, denn die Krise bei den TV-Rechten hat allen Teams der Ligue 1 zugesetzt. Es herrscht Leidenschaft, die Menschen tragen den Fußball im Herzen, die Mannschaft versucht, die Werte des Vereins zu wahren, und das finde ich großartig.“ Bleibt dem früheren Frankfurt-Coach nun nur noch eine gute Zeit und viel Erfolg zu wünschen.

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