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·11. März 2026

Nach zunehmender Kritik: Münchens OB Reiter gibt Bayern-Ämter auf

Artikelbild:Nach zunehmender Kritik: Münchens OB Reiter gibt Bayern-Ämter auf

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat seine Ämter beim FC Bayern mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Nach wachsender Kritik rund um seine Nebentätigkeit beim Rekordmeister zog der SPD-Politiker nun die Konsequenzen – und kündigte gleichzeitig an, seine Einnahmen aus dieser Tätigkeit vollständig zu spenden.

Die Entscheidung kommt wenige Tage vor der Oberbürgermeisterwahl in München und sorgte im Rathaus bereits für große Aufmerksamkeit.


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Wie das Münchner Rathaus mitteilte, hat Reiter sowohl sein Aufsichtsratsmandat beim FC Bayern als auch sein Amt als Vorsitzender des Verwaltungsbeirats mit sofortiger Wirkung abgegeben.

Der 66-Jährige erklärte, dass für ihn das Vertrauen der Münchner Bevölkerung oberste Priorität habe. „Das Vertrauen der Münchnerinnen und Münchner steht für mich über allem“, sagte Reiter in einer offiziellen Stellungnahme. Ihm sei deutlich gemacht worden, dass eine klare und unmissverständliche Entscheidung notwendig sei.

Daraufhin habe er den FC Bayern umgehend informiert, „dass ich sowohl auf mein Aufsichtsratsmandat als auch auf mein Amt als Verwaltungsbeiratsvorsitzender mit sofortiger Wirkung verzichte“.

Kritik wegen Nebeneinkünften

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Foto: IMAGO

Auslöser der Diskussion war die Vergütung aus Reiters Tätigkeit im Verwaltungsbeirat des deutschen Rekordmeisters. Der Vorwurf lautete, dass der Oberbürgermeister die Bezahlung für diese Nebentätigkeit dem Stadtrat nicht vorgelegt und damit auch nicht genehmigen lassen habe.

Kurz vor der OB-Wahl entwickelte sich daraus eine politische Debatte, die schließlich zu seinem Rückzug aus den Bayern-Gremien führte.

In seiner Erklärung ging Reiter auch auf die Höhe seiner Einnahmen ein. Seit 2021 habe er durch seine Tätigkeit im Verwaltungsbeirat insgesamt 90.000 Euro erhalten.

Der Politiker betonte, dass diese Einnahmen ordnungsgemäß versteuert worden seien. Dennoch wolle er den gesamten Betrag nun für soziale Zwecke einsetzen.

Das Geld soll an zwei Projekte gehen: das Kinder- und Jugendprojekt „Mini München“ sowie den Integrationsverein „Bunt kickt gut“.

Weitere Details zu der Angelegenheit sollen laut Reiter in einer Beschlussvorlage für den Münchner Stadtrat sowie gegenüber der Regierung von Oberbayern erläutert werden.

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