Nachhol-Heimspiel gegen Leverkusen: Wie ersetzt der HSV zwei seiner Defensiv-Säulen? | OneFootball

Nachhol-Heimspiel gegen Leverkusen: Wie ersetzt der HSV zwei seiner Defensiv-Säulen? | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90min

90min

·2. März 2026

Nachhol-Heimspiel gegen Leverkusen: Wie ersetzt der HSV zwei seiner Defensiv-Säulen?

Artikelbild:Nachhol-Heimspiel gegen Leverkusen: Wie ersetzt der HSV zwei seiner Defensiv-Säulen?

Nach sechs Spielen ohne Niederlage kassierte der Hamburger SV am Sonntagabend im Heimspiel gegen RB Leipzig mal wieder eine Pleite. Trotz Führung mussten sich die Rothosen dem Champions-League-Aspiranten mit 1:2 geschlagen geben."Man muss schon sagen, dass es eine verdiente Niederlage war. Es herrschte eine komische Energie, wir waren von Anfang an nicht so griffig, nicht so im Spiel drin. Man muss schon sagen, dass trotz unserer zwischenzeitlichen Führung Leipzig besser war", erklärte Mittelfeld-Motor Nicolai Remberg.

Die übliche Heimstärke bekam der Bundesliga-Rückkehrer dieses Mal nicht auf dem Platz. Trainer Merlin Polzin stimmte Remberg zu: "Definitiv ein verdienter Sieg für Leipzig. Man muss anerkennen, dass der Gegner uns in vielen Belangen voraus war. Wir haben es nicht geschafft, das Volksparkstadion für uns zu nutzen."


OneFootball Videos


Polzin-Kritik am Team und sich selbst

Polzin übte deutliche Kritik - an seiner Mannschaft, aber auch an sich selbst: "Es ist nicht schlimm, dass man Dinge in der Klarheit kommuniziert. Die Jungs sind nicht zufrieden mit dem, was wir gezeigt haben. Ich bin damit nicht zufrieden. Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung, auch von uns als Trainer-Team. Wenn wir an unserem Limit sind, wie beispielsweise im Hinspiel, kann es auch mal nicht reichen. Aber: Wenn du weit weg von deinem Limit bist, dann wird es auf keinen Fall reichen. Deswegen ist der Auftrag ganz klar: Eine gute Analyse und daraus lernen", so der HSV-Coach. In Leipzig hatte der HSV ebenfalls mit 1:2 verloren, dabei aber eine deutlich bessere Leistung gezeigt.

Einen ähnlichen Auftritt braucht es nun am kommenden Mittwoch gegen Bayer Leverkusen. Dann gibt es im heimischen Volkspark gegen das nächste Topteam die Chance, den Abstand auf die Aufstiegsränge wieder zu vergrößern. Nach den Ergebnissen am Wochenende ist dieser wieder auf vier Zähler geschrumpft (zu Platz 16).

HSV muss zwei Leistungsträger gegen Leverkusen ersetzen

Mit der Werkself bekommt es der HSV am Mittwoch mit einem Champions-League-Achtelfinalisten zu tun (20:30 Uhr), dessen Form allerdings nicht sonderlich gut ist. Nur eines der letzten vier Bundesliga-Duelle konnte Leverkusen für sich entscheiden. Entsprechend braucht Bayer unbedingt einen Sieg, um den Anschluss an die Top fünf zu wahren. Vor dem Spiel in Hamburg hinkt Leverkusen vier Zähler hinter Leipzig auf Rang fünf und sechs Punkte hinter Stuttgart und Hoffenheim auf den CL-Quali-Rängen hinterher.

Umso bitterer, dass die insgesamt ziemlich stabile Rothosen-Defensive am Mittwochabend auf zwei Verteidiger verzichten muss. Nicolas Capaldo musste gegen Leipzig bereits in der Anfangsphase mit muskulären Problemen ausgewechselt werden. Kaum wahrscheinlich, dass er am Mittwoch wieder spielen kann. Laut Hamburger Abendblatt droht sogar eine längere Zwangspause. Bei Polzin ist dagegen die Hoffnung da, dass es "im besten Fall nur etwas Kleineres" ist: "Bei seinen Flankenläufen ist es in seinen Muskel reingezogen. Wir werden das am Montag im MRT genauer untersuchen."Immerhin: Für die Dreierkette steht mit dem am Sonntag eingewechselten Warmed Omari eine starke Alternative bereit. Mit Daniel Elfadli wartet ein weiterer Defensivspieler auf die nächste Startelf-Chance.

Artikelbild:Nachhol-Heimspiel gegen Leverkusen: Wie ersetzt der HSV zwei seiner Defensiv-Säulen?

Nicolas Capaldo fehlt gegen Leverkusen - mindestens / DeFodi Images/GettyImages

Wer kann Dauerbrenner Muheim ersetzen?

Anders sieht es da schon auf der linken Schiene aus. Miro Muheim ist dort nicht wegzudenken und einer der Leistungsträger im Team. Gegen Leverkusen wird er aber wegen einer Gelb-Sperre nicht dabei sein dürfen.Einen Eins-zu-eins-Ersatz mit starkem linken Fuß gibt es im HSV-Kader nur in Noah Katterbach, der diese Saison lediglich ein einziges Mal (am 2. Spieltag) überhaupt im Spieltagsaufgebot stand. Wahrscheinlich wird Muheim gegen Leverkusen von einem der nominellen Rechtsverteidiger ersetzt. Bei defensiverer Ausrichtung auf der linken Schiene dürften William Mikelbrencis und Giorgi Gocholeishvili die Kandidaten sein. Stellt Polzin offensiver auf, könnte auch ein nomineller Flügelstürmer übernehmen. Bakery Jatta (falls gesund) hat die Schienenspieler-Rolle schon ausgefüllt, Youngster Fabio Balde wäre eine Alternative - und noch offensiver auch Winter-Neuzugang Philip Otele.

Sorgen wegen der Ausfälle macht man sich beim HSV öffentlich sowieso nicht. Keeper Daniel Heuer Fernandes betonte: "Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir gute Jungs haben. Wir können das kompensieren. Die große Umstellung wird es nicht geben."Das sah auch sein Trainer so: "Wir wussten ja, dass bei Miro irgendwann die fünfte Gelbe Karte kommen würde. Ich mache mir da keine Sorgen, wir haben genügend Schienenspieler."

Impressum des Publishers ansehen