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·29. Januar 2026

Nächster Scorerpunkt: Karl wird für Bayern zum Champions-League-Faktor

Artikelbild:Nächster Scorerpunkt: Karl wird für Bayern zum Champions-League-Faktor

Die Champions League scheint für Lennart Karl eine ganz besondere Bühne zu sein. Beim 2:1-Auswärtssieg des FC Bayern bei der PSV Eindhoven gehörte der 17-Jährige erneut zu den auffälligsten Akteuren und bestätigte eindrucksvoll, warum er in der Königsklasse derzeit regelmäßig für Schlagzeilen sorgt.

Mit dem Erfolg in Eindhoven hat der FC Bayern eine starke Ligaphase in der Champions League abgeschlossen und sich als Gruppenzweiter souverän für das Achtelfinale qualifiziert. Während namhafte Konkurrenten wie Real Madrid, Paris Saint-Germain oder Inter Mailand den Umweg über die Play-offs gehen müssen, haben sich die Münchner frühzeitig eine komfortable Ausgangslage erarbeitet. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat Lennart Karl.


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Der Offensivspieler bereitete in Eindhoven das zwischenzeitliche 1:0 durch Jamal Musiala sehenswert vor und unterstrich damit einmal mehr seine außergewöhnliche Effizienz auf höchstem Niveau. Für Karl war es bereits die vierte direkte Torbeteiligung in der laufenden Champions-League-Saison. Drei eigene Treffer und ein Assist stehen inzwischen zu Buche – und das alles vor seinem 18. Geburtstag. In dieser Altersklasse kann europaweit nur ein Spieler eine bessere Bilanz vorweisen: Barcelonas Ausnahmetalent Lamine Yamal, der auf zehn direkte Torbeteiligungen kommt.

Dass Karl in der Königsklasse regelmäßig liefert, ist längst kein Zufall mehr. Während junge Spieler auf diesem Niveau oft Zeit brauchen, um sich an Tempo und Intensität zu gewöhnen, wirkt der Bayern-Youngster erstaunlich abgeklärt. Seine Aktionen sind zielstrebig, sein Spielverständnis auffallend reif. Genau diese Mischung macht ihn für die Münchner immer wertvoller – gerade in einem Wettbewerb, in dem Nuancen entscheiden.

Nach schwächeren Spielen meldet sich Karl eindrucksvoll zurück

Zuletzt hatte es Phasen gegeben, in denen Karl etwas blasser wirkte und weniger Einfluss auf das Offensivspiel nehmen konnte. In Eindhoven jedoch präsentierte sich der Angreifer wieder deutlich aktiver und spielfreudiger. Vor allem in der ersten Halbzeit war er auf seiner Seite kaum zu halten, suchte immer wieder die Tiefe und kurbelte das Angriffsspiel der Bayern mit hohem Tempo an.

Sein Assist für Musiala war dabei sinnbildlich für seinen Auftritt: technisch sauber, mit Übersicht und perfektem Timing. Doch Karl hätte den Abend beinahe noch weiter veredelt. In der 61. Minute setzte er zu einem spektakulären Abschluss an, sein Schlenzer wäre kaum haltbar gewesen, doch PSV-Keeper Kovar reagierte stark und konnte den Ball gerade noch entschärfen. Es fehlten Zentimeter zu einem weiteren persönlichen Highlight.

Für den FC Bayern ist Karls Entwicklung ein echter Hoffnungsschimmer. In einer Mannschaft, die international um Titel spielt, behauptet sich ein 17-Jähriger nicht nur, sondern setzt regelmäßig Akzente. Gerade in der Champions League zeigt Karl eine Präsenz, die man in diesem Alter nur selten sieht. Dass er sich nach einer etwas ruhigeren Phase so zurückmeldet, spricht zudem für seine mentale Stärke.

Mit Blick auf das Achtelfinale dürfte Karl weiter eine Rolle spielen, auch wenn der Konkurrenzkampf im Offensivbereich groß ist. Seine Zahlen, seine Auftritte und seine Selbstverständlichkeit auf internationaler Bühne liefern jedenfalls Argumente. Karl liebt die Champions League – und die Champions League scheint auch ihm gut zu liegen. Für den FC Bayern ist das eine Entwicklung, die in der entscheidenden Saisonphase kaum wertvoller sein könnte.

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