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·15. April 2026

Nächster WM-Hammer: Boston erhöht Transportkosten für Fans massiv

Artikelbild:Nächster WM-Hammer: Boston erhöht Transportkosten für Fans massiv

80 US-Dollar für die Bahn, 95 für einen Shuttlebus – oder mindestens 220 für einen Parkplatz am Stadion: Sollte die deutsche Nationalmannschaft in der K.o.-Runde der Fußball-WM in Boston spielen, entwickelt sich die Anreise für die Fans zu einem teuren Vergnügen. Neben den hohen Ticketpreisen des Weltverbandes FIFA sorgen zwei Monate vor dem Turnierstart vor allem die Transportkosten in einigen US-Städten für reichlich Unmut.

Das Organisationskomitee in Boston gab am Dienstag bekannt, dass für die Anreise aus der Stadt zum rund 43 Kilometer entfernten WM-Stadion ein Shuttlebus eingesetzt werden soll. Pro Sitzplatz werden 95 US-Dollar für die Hin- und Rückfahrt berechnet. Es gibt keine Ermäßigungen für Kinder, behinderte Menschen oder Erwachsene ab 60 Jahren.


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Neue Aufregung um Preise bei der WM 2026

Anfang des Monats hatte bereits der Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Boston und Umgebung mitgeteilt, dass der Fahrkartenpreis von 20 US-Dollar für NFL-Spiele der New England Patriots auf 80 US-Dollar bei der WM steigen werde. Offizielle Parkplätze der FIFA gibt es für ein mögliches deutsches Sechzehntelfinale für 220 US-Dollar.

Sollte Deutschland die Gruppenphase des Turniers in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) als Erster abschließen, ginge es im besten Fall über Boston, Philadelphia, abermals Boston und Dallas bis zurück nach New York/New Jersey. Als Gruppenzweiter lautet die Route bis zum Endspiel: Boston, New York/New Jersey, Miami und Atlanta.

Auch in New York/New Jersey drohen astronomische Ausgaben für die Anreise zum Stadion. Wie das Portal The Athletic berichtet, dürften die Preise für die 29 Kilometer lange Zugfahrt voraussichtlich über 100 US-Dollar liegen. Normalerweise kostet eine Hin- und Rückfahrkarte 12,90 US-Dollar. Das DFB-Team spielt mindestens einmal im Finalstadion, in der Vorrundengruppe E geht es am 25. Juni gegen Ecuador.

Das einzige Ziel des Turniers scheine darin zu bestehen, „so viel Geld wie möglich von einem gefangenen Publikum zu erpressen“, hatte Ronan Evain, Geschäftsführer der Fanorganisation Football Supporters Europe (FSE), kürzlich bereits kritisiert: „Fans zur Kasse zu bitten, dass sie sich für die sichere und umweltverträgliche Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel entscheiden, ist ein Hohn auf die Klimastrategie der FIFA und ihre Netto-Null-Verpflichtungen.“

Bei der WM 2022 in Katar und der EM 2024 in Deutschland hatten Fans mit einem Spielticket kostenlosen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr erhalten.

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