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·24. September 2026
Nationalmannschaft in der Einzelkritik: Niederlande – Deutschland: Wer überzeugte bei Klopps Debüt, wer enttäuschte?

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Ein Einstand mit viel Leidenschaft, einem überragenden Debütanten und einem bitteren Ende: Jürgen Klopps erstes Spiel als Bundestrainer endete in Amsterdam mit einem 1:1 gegen die Niederlande, Cody Gakpo glich in der Nachspielzeit aus. Wer hat bei Niederlande gegen Deutschland überzeugt, wer enttäuscht? Die deutschen Spieler in der Einzelkritik, mit den Noten der Nachrichtenagentur SID.

Philipp Treu stemmt sich in Amsterdam energisch gegen Cody Gakpo. Der Freiburger war bei seinem Länderspieldebüt der beste Deutsche. (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images Europe via Getty Images)
Vor dem Anpfiff feierten ihn die Ajax-Fans, danach erlebte Marc-André ter Stegen einen wechselhaften Abend. Beim Eckball, der zum aberkannten Kopfballtor von Virgil van Dijk führte, griff er daneben, gerettet hat ihn erst der Videobeweis. Zweimal spielte er den Niederländern den Ball direkt in den Fuß. Nach der Pause hielt er die Führung dann mit mehreren starken Paraden lange fest.
Der beste Deutsche an diesem Abend. Philipp Treu gab als erster Debütant der Ära Klopp sein Länderspieldebüt und machte die rechte Seite dicht, energisch und aufmerksam im Zweikampf. Nach Kimmichs Lupfer bereitete er das 1:0 mit einer scharfen Hereingabe vor. Kein großer Flankengeber, aber giftig und mutig.
Jonathan Tah war mit Schlotterbeck im Dauereinsatz, weil Oranje immer wieder durch die Mitte kam. Er brachte Brian Brobbey an der Strafraumgrenze zu Fall, einen Elfmeter gab es nicht, und blockte einen Schuss mit angelegtem Arm. In mehreren Szenen wirkte er unsicher.
Nico Schlotterbeck eröffnete das Spiel mehrfach mit langen Bällen von links, war defensiv aber stark gebunden. Nach seiner längeren Verletzungspause fehlte im Zweikampf noch das Timing.

Nathaniel Brown setzt Crysencio Summerville unter Druck. Der Linksverteidiger gehörte zu den stabileren Deutschen. (Foto: Lars Baron / Getty Images)
Nathaniel Brown sorgte links für Dynamik und Vorwärtsdrang, bereitete mit einem Querpass die große Chance zum 2:0 vor und stoppte auch einen gefährlichen Konter. Später wurde es ruhiger um ihn, was in dieser Partie kein schlechtes Zeichen war.
Zurück im Zentrum, wo er am liebsten spielt. Gegen den Ball stand Joshua Kimmich allerdings oft allein gegen zwei Gegenspieler und bekam zu wenig Hilfe. Vorne ein Glanzmoment: Sein perfekt getimter Lupfer auf Treu leitete das 1:0 ein.

Bundestrainer Jürgen Klopp ballt nach dem 1:0 durch Felix Nmecha die Fäuste. Den Sieg gab seine Mannschaft erst in der Nachspielzeit aus der Hand. (Foto: Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)
Felix Nmecha traf als Abstauber zum ersten Tor der Ära Klopp. Im Aufbau und in der Rückwärtsbewegung hatte er aber Probleme. Er hätte sich tiefer fallen lassen müssen, um mit Kimmich das offene Zentrum zu schließen.
Musialas Oberschenkelprobleme brachten Nadiem Amiri überraschend in die Startelf. Der Mainzer brauchte etwas Anlaufzeit, bemühte sich dann um Tiefe im Spiel und leitete Adeyemis Großchance ein. Auf der Zehn dürfte bald wieder Musiala spielen.

Karim Adeyemi zieht an Micky van de Ven vorbei. Tempo brachte er reichlich, die große Chance zum 2:0 ließ er liegen. (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Getty Images Europe via Getty Images)
Dank starker Leistungen beim FC Barcelona zurück, in Amsterdam dynamisch und unbequem. Doch Karim Adeyemi hätte nach Browns Querpass in der 39. Minute das 2:0 machen müssen und schoss freistehend drüber. Ein typischer Adeyemi-Abend: viel Tempo, zu wenig Ertrag.
Kevin Schade war auf dem Flügel der schnellste Mann auf dem Platz und nervte seine Gegenspieler mit seiner Quirligkeit. Bei seinen Vorstößen fehlte ihm manchmal der Blick für die Mitspieler.

Kai Havertz musste nach einem harten Treffer am rechten Oberschenkel schon nach einer halben Stunde vom Platz. (Foto: Lars Baron / Getty Images)
Quinten Timber traf Kai Havertz mit offener Sohle am rechten Oberschenkel. Der Arsenal-Profi spielte angeschlagen weiter, bat nach knapp einer halben Stunde um seine Auswechslung und humpelte vom Feld. Ob er am Sonntag gegen Griechenland spielen kann, ist offen.

Younes Ebnoutalib läuft Virgil van Dijk an. Der Frankfurter kam für den verletzten Havertz zu seinem ersten Länderspiel. (Foto: Lars Baron / Getty Images Europe via Getty Images)
Für Younes Ebnoutalib kam das Debüt früher als gedacht. Der Frankfurter ist der 993. Nationalspieler der DFB-Geschichte und gab nach wenigen Sekunden den ersten Torschuss ab. Danach kam allerdings nicht mehr viel.
Chris Führich setzte sich nach seiner Einwechslung gleich stark auf rechts durch. Anton Stach bestritt viereinhalb Jahre nach seinem Debüt erst sein fünftes Länderspiel. Serge Gnabry bekam nach langer Verletzungspause einen Kurzeinsatz, verlor aber vor dem 1:1 unnötig den Ball. Yannik Engelhardt feierte in den letzten zehn Minuten als dritter Debütant des Abends sein erstes Länderspiel.
Debütant Philipp Treu mit der Note 2,5. Er bereitete das 1:0 vor und ließ auf der rechten Seite kaum etwas zu.
Karim Adeyemi mit 4,5, vor allem wegen der vergebenen Großchance zum 2:0.
Philipp Treu, Younes Ebnoutalib und Yannik Engelhardt. Alle drei stehen im aktuellen DFB-Kader.
Am Sonntag um 20.45 Uhr spielt Deutschland in Augsburg gegen Griechenland, alle Infos auf der Spielseite Deutschland gegen Griechenland. Was die Medien zum Remis in Amsterdam schreiben, steht in unseren Pressestimmen.







































