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·18. September 2026
Nations League 2026/27: Diese Kader haben Deutschland, Italien, Frankreich & Co. nominiert

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·18. September 2026

Die europäischen Top-Nationen haben ihre Kader für die anstehenden Spiele nominiert. Deutschland geht mit Jürgen Klopp und einem außergewöhnlich großen Aufgebot in die neue Länderspielphase, während auch Italien, Frankreich, Spanien und Portugal ihre Aufgebote bekannt gegeben haben. England setzt unter Thomas Tuchel auf Rückkehrer wie Cole Palmer und Trent Alexander-Arnold, bei den Niederlanden gibt es ebenfalls neue Gesichter. Auch Österreich hat seinen Kader nominiert. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Personalien der großen europäischen Nationalmannschaften.
UEFA Nations League Logo
Die neue Nations-League-Saison 2026/27 wirft ihre Schatten voraus: In dieser Woche haben acht europäische Top-Nationen ihre Aufgebote für die anstehenden Länderspiele vorgestellt. Von Italien bis Frankreich, von Deutschland bis Portugal zeichnet sich ein Bild des Umbruchs und der Kontinuität gleichermaßen – neue Trainer setzen Akzente, Rekordspieler bleiben ihren Verbänden treu, und eine Vielzahl junger Talente erhält die Chance auf das Debüt im Nationaldress.
Der markanteste Einschnitt vollzieht sich beim DFB. Jürgen Klopp beginnt seine Amtszeit als Bundestrainer mit einem 44 Spieler umfassenden Kader, den er in zwei Blöcke aufteilt. Kader eins bestreitet die Partien am 24. September in Amsterdam gegen die Niederlande und drei Tage später in Augsburg gegen Griechenland. Kader zwei übernimmt ab dem 1. Oktober mit dem Duell in München gegen Serbien und dem Rückspiel in Thessaloniki gegen Griechenland am 4. Oktober.
16 potenzielle Debütanten stehen im Aufgebot, darunter Hennes Behrens (FC Augsburg), Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt und Derry Scherhant (alle SC Freiburg), Bambasé Conté (TSG Hoffenheim), Younes Ebnoutalib (Eintracht Frankfurt), Finn Jeltsch (VfB Stuttgart) und Felix Keidel (SV Elversberg). Hinzu kommen die im Ausland spielenden Vitaly Janelt (FC Brentford) und Mika Baur (Celtic Glasgow).
Prominente Namen fehlen: Deniz Undav und Leroy Sané wurden nicht nominiert, ebenso Oliver Baumann, der verletzte Leon Goretzka, Pascal Groß, Angelo Stiller und Jamie Leweling. Manuel Neuer und Antonio Rüdiger hatten nach dem WM-Aus ihren Rücktritt erklärt. Marc-André ter Stegen kehrt nach 15 Monaten ins Tor zurück und soll die Nummer eins sein. Kapitän bleibt Joshua Kimmich, der zu 15 Spielern aus dem WM-Kader gehört, die erneut berufen wurden.
Klopp mit 44 Spielern: Gleich zwei Kader und 16 mögliche Debütanten
Für Xavi Hernández steht am 24. September in Amsterdam direkt das Duell mit Klopps DFB-Team an – sein erstes Spiel als Bondscoach. Der Spanier nominierte 26 Spieler, darunter mit Gjivai Zechiël (Feyenoord) und Ruben van Bommel (PSV) zwei Debütanten. Joey Veerman (Borussia Dortmund) kehrt nach rund zwei Jahren in die Oranje-Auswahl zurück.
Nicht dabei ist Memphis Depay, der bei der WM noch zum Kader gehörte. Virgil van Dijk bleibt nach einem Gespräch mit Xavi Kapitän und Führungsspieler. Der Kader umfasst drei Torhüter (Flekken, Roefs, Verbruggen), zehn Verteidiger, sechs Mittelfeldspieler und sieben Angreifer. Xavi begründet die Kadergröße mit dem anspruchsvollen Programm von vier Spielen binnen kurzer Zeit.
Xavis erster Kader der niederländischen Nationalmannschaft: Veerman kehrt zurück, zwei Debütanten
Roberto Mancini beginnt seine zweite Amtszeit als Squadra-Azzurra-Coach mit einem 34 Mann starken Aufgebot für die Spiele gegen Belgien, zweimal Türkei und Frankreich. Neun Spieler feiern ihre Premiere, darunter Mohamed Ali Zoma vom 1. FC Nürnberg. Der 22-jährige Angreifer schafft damit den Sprung aus der 2. Bundesliga direkt in die Nationalmannschaft.
Weitere Neulinge sind Massimo Pessina, Daniele Ghilardi, Michael Kayode, Eddy Kouadio, Issa Doumbia, Alessandro Romano, Sebastiano Esposito und Antonio Vergara. Rückkehrer sind Nicolò Fagioli, Nicolò Zaniolo und Rolando Mandragora. Gianluigi Donnarumma (Manchester City) bleibt Kapitän. Nicht mehr dabei sind Filippo Mane (Borussia Dortmund) und Fabio Chiarodia (Gladbach), die unter Interimstrainer Silvio Baldini im Juni noch nominiert waren.
Neue Gesichter bei Italien: Mancini beruft 34 Spieler für die Nations League – Nürnbergs Zoma dabei
Luis de la Fuente, der Spanien 2026 zum WM-Titel führte, vertraut weitgehend dem erfolgreichen Kader. Neu sind Torhüter Josep Martínez (Inter Mailand) für den verletzten Joan García (FC Barcelona), Verteidiger Dean Huijsen (Real Madrid) und Angreifer Roberto Fernández (Espanyol Barcelona). Der 24-Jährige erzielte in den ersten sechs La-Liga-Spielen sechs Tore und liegt in der Torjägerliste nur hinter Raphinha (9), Lamine Yamal und Kylian Mbappé (je 7).
Fermín López (FC Barcelona) kehrt nach verletzungsbedingtem WM-Verzicht zurück. Marcos Llorente beendete seine Nationalmannschaftskarriere, Gavi und Borja Iglesias wurden nicht nominiert. Spanien startet als Weltmeister am 26. September in Wembley gegen England, danach folgen Spiele gegen Kroatien (heim und auswärts) und Tschechien. La Roja ist seit 38 Länderspielen ungeschlagen.
Spanien-Kader für die Nations League: Dieser Shootingstar ist erstmals dabei
Thomas Tuchel nominierte 27 Spieler für die Nations-League-Partien gegen Spanien (26. September, Wembley), Tschechien (29. September auswärts, 6. Oktober zu Hause) und Kroatien (3. Oktober auswärts). Die prominentesten Personalien: Trent Alexander-Arnold (Real Madrid) und Cole Palmer (Chelsea) kehren ins Aufgebot zurück. Beide hatten das WM-Turnier verpasst, was Tuchel damals Kritik eingebracht hatte.
Harry Kane (FC Bayern) bleibt Kapitän und zentrale Figur. Mit Jarell Quansah (Bayer Leverkusen) steht ein weiterer Bundesliga-Profi im Kader.
Tuchel nominiert 27 Spieler: Trent Alexander-Arnold und Cole Palmer feiern ihr Comeback
Cristiano Ronaldo setzt seine Rekordkarriere in der Seleção fort. Der 41-Jährige gehört zum 25 Spieler umfassenden Kader von Neu-Coach Jorge Jesus für die Spiele gegen Wales, Norwegen und Dänemark. Ronaldo hat 233 Länderspiele und 146 Tore auf dem Konto, gewann EM 2016 sowie die Nations League 2019 und 2025.
Jesus stellte klar: „Er ist ein Spieler wie jeder andere: Wenn er Leistung bringt, spielt er – wenn nicht, spielt er nicht.“ Zugleich räumte er dem Kapitän eine Sonderstellung ein: „Er hat einen anderen Status, weil seine Karriere anders verlaufen ist. Aber spielt das bei meinen Entscheidungen eine Rolle? Nein.“
Zum Kader gehören unter anderem Vitinha, João Neves (beide PSG), Bruno Fernandes (Manchester United), Bernardo Silva (Real Madrid), João Palhinha (Benfica) sowie Fábio Silva (Borussia Dortmund). Nicht berücksichtigt: José Sá, Nélson Semedo, Samu Costa, Gonçalo Guedes, Matheus Nunes.
Portugal nominiert: Cristiano Ronaldo bleibt der Seleção erhalten
Ralf Rangnick startet ohne David Alaba in die Nations League. Der frühere Bayern-Profi ist nach seinem Real-Madrid-Abschied vereinslos. Dafür berief der Teamchef 14 Bundesliga-Spieler in sein 27-köpfiges Aufgebot, angeführt von Konrad Laimer (FC Bayern).
Sechs potenzielle Debütanten stehen bereit: Lukas Jungwirth, Christoph Lang (beide LASK), Christian Zawieschitzky, Nikolas Veratschnig (beide Salzburg), Felix Bacher (Olympique Lyon) und Vasilije Markovic (Austria Wien). 16 weitere Spieler stehen auf Abruf.
Nicht dabei: Marcel Sabitzer (Pause), Marko Arnautovic (Karriereende im Nationalteam). Österreich eröffnet am 24. September in Linz gegen Israel, weitere Gegner sind Kosovo (heim und auswärts) und Irland.
Rangnick nominiert Österreichs Kader: Alaba fehlt, 14 Bundesliga-Profis dabei
Zinédine Zidane nominierte für sein Debüt als französischer Nationaltrainer 23 Spieler. Kylian Mbappé (27) bleibt Kapitän: „Kylian Mbappé wird mein Kapitän sein“, erklärte Zidane. „Es gibt keinen Bruch, ich möchte Kontinuität wahren.“
Mehrere WM-Fahrer fehlen: Marcus Thuram, N’Golo Kanté, Lucas und Theo Hernández, Aurélien Tchouaméni (Verletzung), Lucas Digne und Malo Gusto. Dafür erhalten fünf Spieler ihre erste Berufung: Torhüter Guillaume Restes, Verteidiger Andy Diouf und Jérémy Jacquet, Mittelfeldspieler Lucas Da Cunha und Angreifer Esteban Lepaul.
Im Kader stehen Michael Olise und Dayot Upamecano (beide FC Bayern). Zidanes Premierenspiel steigt am 25. September gegen die Türkei, weitere Gegner sind Belgien (zweimal) und Italien.
Zidane nominiert Frankreich: Mbappé bleibt Kapitän, vier Stars fehlen
Auch Serbiens Nationaltrainer Veljko Paunovic hat seinen Kader für die anstehenden Nations-League-Spiele bekannt gegeben. Für die größte Schlagzeile sorgt die Rückkehr von Dusan Tadic, der nach zweijähriger Abwesenheit wieder zum Aufgebot gehört.
Gleich drei Spieler stehen vor ihrem Debüt in der serbischen Nationalmannschaft: Stefan Dzodic vom FC Almeria sowie Petar Sukacev und Lazar Nikolic von Vojvodina wurden erstmals nominiert. Verzichten muss Paunovic dagegen verletzungsbedingt auf Aleksandar Mitrovic, Nikola Milenkovic und Predrag Rajkovic.
Die acht vorgestellten Kader zeigen ein gemeinsames Muster: Neue Trainer – Klopp, Xavi, Mancini (zweite Amtszeit), Jesus, Zidane – nutzen die Nations League für einen behutsamen Umbruch. Junge Spieler erhalten Chancen (insgesamt über 40 potenzielle Debütanten allein in diesen acht Aufgeboten), während Führungsspieler wie Kane, Mbappé, Donnarumma, Van Dijk, Kimmich oder Ronaldo ihre Teams weiter anführen. Die Bundesliga stellt mit 14 Spielern im österreichischen und zahlreichen Akteuren im deutschen Kader erneut ein starkes Kontingent. Die ersten Partien am 24./25. September werden zeigen, welche Konzepte auf dem Platz funktionieren.







































