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·24. September 2026
Neuer Frankreich Trainer: Zidane legt mit Frankreich los

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Zinédine Zidane startet als französischer Nationalcoach in eine neue Zeit. Beim Nations-League-Auftakt in der Türkei trifft die Ikone auf eine Mannschaft voller Stars und auf Erwartungen, die kaum größer sein könnten.
Zinédine Zidane verfolgt am 8. August 2024 in der Pariser Bercy Arena das olympische Basketball-Halbfinale zwischen Frankreich und Deutschland. Der frühere Weltfußballer ist inzwischen Nationaltrainer der Équipe Tricolore. (Foto: Pascal Le Segretain / Getty Images Europe via Getty Images)
Der frühere Weltklasse-Spieler lächelte zurückhaltend, ganz wie zu seiner aktiven Zeit. Für Zinédine Zidane erfüllt sich mit dem Debüt an der Seitenlinie der Équipe Tricolore ein lang gehegter Wunsch. „Ein Traum geht in Erfüllung“, sagte der 54-Jährige. „Es ist ein schönes Abenteuer, das jetzt beginnt.“
Für Zidane schließt sich mit der Aufgabe im Nationalteam ein besonderer Kreis. Frankreich verbindet mit dem ehemaligen Mittelfeldkünstler nicht nur Titel, sondern auch eine prägende Ära. Der Welt- und Europameister, Ästhet am Ball und Seriensieger kehrt 20 Jahre nach seinem letzten Länderspiel in neuer Rolle zurück.
Am Freitagabend wird Zizou beim Nations-League-Spiel in der Türkei wieder die Marseillaise singen. Der Anpfiff in Kocaeli ist um 20.45 Uhr, DAZN überträgt die Partie. Kapitän Kylian Mbappé bezeichnete den Moment als außergewöhnlich: „Es ist wie im Film, es ist unglaublich. Aber es ist echt.“
Seit seinem Abschied von Real Madrid hatte Zidane diesen Schritt im Blick. In den vergangenen vier oder fünf Jahren habe er sämtliche Angebote für die französische Nationalmannschaft ausgeschlagen, erklärte er. „Ich habe in diesen vier oder fünf Jahren alle Angebote für die französische Nationalmannschaft abgelehnt. Das war das Einzige, was ich nach meiner Zeit“ bei den Königlichen „machen wollte“.
Die Anhänger erwarten nach den Jahren unter Didier Deschamps, der als Pragmatiker galt, wieder mehr Spektakel und Magie im französischen Spiel. Zidanes Aura aus seiner Zeit als Spieler ist dabei ungebrochen.
Der neue Chefcoach übernimmt einen Kader mit zahlreichen Ausnahmekönnern. Neben Mbappé gehören auch Michael Olise und Ousmane Dembélé zu den Hochbegabten im Aufgebot. An die Ausstrahlung ihres neuen Trainers reicht jedoch keiner heran.
„Zidane ist Zidane“, sagte Mbappé. Wie viele seiner Mitspieler verehrte auch der Angreifer den früheren Spielmacher schon als Kind. „Für die Franzosen bedeutet er sehr viel. Er ist die Legende, Zizou national. Er steht für Eleganz, Größe.“
Mit seinen Erfolgen, seiner Spielweise und seiner Eleganz habe Zidane den Weg für die heutige Generation geebnet. Viele wollten in ihrer Jugend sein wie der Idol gewordene Mittelfeldstar. Mbappé ging einst sogar mit dem Wunsch zum Friseur, eine Tonsur wie Zidane zu bekommen. Dass die kahle Stelle am Hinterkopf keine Frisur, sondern eine beginnende Glatze war, hatte er damals noch nicht verstanden. „Ich war einfach ein Kind, das so sein wollte wie sein Held“, sagte Mbappé.
Nun wollen Zidane und seine Spieler Frankreich wieder an die Spitze führen. 1998 hatte der damalige Star die Auswahl zum ersten WM-Titel geführt, 2018 gewann Les Bleues mit Mbappé die zweite Weltmeisterschaft. Mit dem aktuellen Team voller Spitzenspieler kann deshalb nur der dritte Stern das Ziel sein.
„Ich bin ein Wettkämpfer. Ich bin hier, um zu gewinnen“, sagte Zidane. „Das vermittle ich auch meinen Spielern.“ Sein Vertrag läuft bis zur Weltmeisterschaft 2030. Das Endspiel soll dann in Madrid stattfinden, womit sich für Zidane erneut ein Kreis schließen könnte.























