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·13. August 2026
Neuer Stürmer im Anflug? Das macht Dallinga für den FC interessant

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Erik Stalleicken
13 August, 2026
Thijs Dallinga soll Ragnar Ache im Kölner Sturm Druck machen. Bei einem Blick auf die Daten von seinen vergangenen Stationen zeigt sich, warum der FC den Niederländer wohl per Leihe mit Kaufoption verpflichten möchte. Es ist aber auch zu sehen, warum seine Zeit in Bologna sehr unglücklich lief.
Thijs Dallinga soll beim FC auf der Liste stehen (Foto: Emmanuele Ciancaglini/Getty Images)
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Dallinga bringt ein Profil mit, das zu einem klassischen Mittelstürmer passt. Mit 1,90 Metern ist er körperlich zwar sehr präsent, gleichzeitig ist sein Spiel nicht ausschließlich auf seine Physis ausgelegt. Besonders auffällig sind seine Bewegungen ohne Ball und sein Gespür für Räume zwischen den Verteidigern. So sucht Dallinga die Lücken in der gegnerischen Defensive und bringt sich dadurch in aussichtsreiche Abschlusspositionen. Außerdem holte Bologna ihn vor zwei Jahren wegen seiner technischen Qualität, seiner Abschlussfähigkeit aus unterschiedlichsten Positionen und seinem starken Timing bei Flanken nach Italien. Dass der Niederländer eine Menge Potential hat, zeigte sich jedoch das erste Mal bereits 2021/22 bei Excelsior Rotterdam in der zweiten niederländischen Liga. Mit 45 Torbeteiligungen in 43 Spielen war Dallinga der entscheidende Faktor für den Aufstieg seiner Mannschaft. Für eine Ablösesumme in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro folgte darum der Schritt zum FC Toulouse in die Ligue 1, wo der Angreifer seine Torjägerqualitäten bestätigen konnte.
Besonders die Zeit bei Toulouse ist für die Einschätzung des möglichen Neuzugangs interessant. Dallinga erzielte dort in seinen beiden Spielzeiten in der Ligue 1 im Schnitt 0,45 Tore pro 90 Minuten und kam auf einen xG-Wert von 0,47 erwarteten Toren pro 90 Minuten. Zum Vergleich: Ragnar Ache kam in der abgelaufenen Saison auf 0,33 Tore pro 90 Minuten und generierte 0,42 xG pro 90 Minuten. Bei den Abschlüssen zeichnet sich ein ähnliches Bild. Dallinga kam bei Toulouse auf 2,36 Schüsse und 1,16 Schüsse aufs Tor pro 90 Minuten, Ache auf 2,05 beziehungsweise 1,00. Der Niederländer kam in Toulouse also nicht nur häufiger zum Abschluss, sondern sorgte dabei auch für mehr Torgefahr. Dass sein xG-Wert sogar leicht über seiner tatsächlichen Torquote liegt, spricht zudem dafür, dass er sich regelmäßig in aussichtsreiche Abschlusspositionen bringt.
Auch bei seinen Aktionen im gegnerischen Strafraum zeichnet sich dieses Bild. In Frankreich kam der Mittelstürmer auf 3,66 Ballberührungen im gegnerischen Strafraum pro 90 Minuten. Der Wert von Ache in der vergangenen Saison liegt bei 3,28. Somit war der Niederländer etwas häufiger unmittelbar in gefährlichen Bereichen am Spiel beteiligt. Etwas anders sieht es bei den gewonnenen Offensivduellen aus. Im Schnitt kommt Dallinga bei Toulouse auf 5,02 Offensivduelle pro 90 Minuten, Ache auf 6,37. Seine Spiel Ist also nicht auf das direkte Duell mit dem Gegenspieler ausgelegt. Vielmehr scheint er davon zu profitieren, sich durch seine Laufwege und sein Stellungsspiel in gefährliche Positionen zu bringen, um dann zum Abschluss zu kommen. Die Kombination aus vielen Abschlüssen und seiner Präsenz im Strafraum passt dazu.
Diese Werte und Stärken brachten den FC Bologna im Sommer 2024 dazu, ganze 16 Millionen Euro für ihn auszugeben. Diese Ablöse konnte er jedoch nicht wirklich rechtfertigen. Sowohl bei der Torproduktion, als auch bei den Abschlüssen gingen seine Werte zurück. In der Serie A kam er auf 0,2 Tore, 0,29 xG, 1,91 Schüsse und lediglich 0,65 Schüsse aufs Tor pro 90 Minuten. Immerhin seine Präsenz im gegnerischen Strafraum blieb mit 3,78 Ballberührungen pro 90 Minuten erhalten. Bei den Offensivduellen kam er sogar auf 7,32. Dennoch gingen die entscheidenden Werte für einen Mittelstürmer zurück.
Das lässt sich auch an seiner Torausbeute ablesen. Während er in Toulouse in zwei Jahren auf zwölf und 14 Saisontore in der Liga kam, konnte er in zwei Spielzeiten Serie A insgesamt lediglich fünf Treffer erzielen. Auch beim Kopfballspiel zeigt sich ein erkennbarer Unterschied zu seiner Zeit in Frankreich. Bei Toulouse gewann er 40,37 Prozent seiner Kopfballduelle. In der abgelaufenen Serie A-Saison lag dieser Wert bei gerade einmal rund 27 Prozent.
Diese Entwicklung erklärt auch, warum ein Transfer nach Köln überhaupt realistisch ist. Sportlich wurde Dallinga für den italienischen Erstligisten nämlich zunehmend unwichtiger. In der abgelaufenen Saison kam er zwar auf 23 Ligaeinsätze, stand aber nur neunmal in der Startelf. Mit 26 Jahren hat der Niederländer bereits sowohl Erfahrungen in europäischen Topligen gesammelt, als auch in der Champions League und der Europa League. Ohne die schwächere Phase in Bologna wäre ein Spieler mit dieser Vita für den FC vermutlich deutlich schwerer zu bekommen. Für den Stürmer selbst könnte der Wechsel in die Domstadt deshalb die Chance sein, wieder eine wichtigere Rolle einzunehmen und an die Leistungen aus seiner Zeit in Toulouse anzuknüpfen.
Für den FC macht genau diese Ausgangslage den Transfer interessant. Dallinga bringt körperliche Präsenz, Erfahrung auf Topniveau und nachgewiesene Torgefahr mit. Vor allem seine Torquote aus den Jahren vor seinem Bologna-Wechsel machen den Niederländer zu einem interessanten Kandidaten. Sollte ein Transfer tatsächlich über die Bühne gehen, bekäme der FC einen Stürmer, der seine Qualitäten bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Ob Dallinga dieses Niveau dann auch in der Bundesliga wiederfindet, bleibt dann die entscheidende Frage.







































