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VfL Osnabrück

·8. März 2026

Neun aus drei macht eins: VfL bleibt nach „reifem Auftritt“ in Regensburg an der Spitze

Artikelbild:Neun aus drei macht eins: VfL bleibt nach „reifem Auftritt“ in Regensburg an der Spitze

Drei Spiele, neun Punkte, Platz eins. Mit dieser Bilanz beendet der VfL Osnabrück nach dem gestrigen 2:0-Auswärtserfolg gegen den SSV Jahn Regensburg die englische Woche. Nach einem „reifen Auftritt“ gab es nach der Partie bei den Lila-Weißen viele positive Worte und Gesichter.

„Das ist schon richtig geil“, zog der gestrige Torschütze Lars Kehl im Interview bei Magenta Sport Bilanz nach der perfekten englischen Woche. Der 23-Jährige, der nach seiner abgesessenen Gelbsperre in Regensburg standesgemäß in die Startelf zurückkehrte, feierte im Jahnstadion nicht nur sein fünftes Saisontor, sondern auch seinen ersten Treffer in der bisher so erfolgreichen Rückrunde des VfL. Mit nun insgesamt 12 Treffern gehört er zudem auch zu den zehn besten Torschützen des VfL in der 3. Liga. Dabei zeigten er und seine Mannschaftskollegen am gestrigen Samstagnachmittag von Beginn an eine konzentrierte Leistung. „Ich glaube, wir haben das ganze Spiel über dominiert und wenn es ein bisschen höher ausgeht, dann beschwert sich hier auch keiner. Es war wieder ein reifer und guter Auftritt“, erklärte der Offensivakteur selbst nach der Partie bei VfL-TV.


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Nach einer guten halben Stunde stand Kehl zusammen mit Robin Meißner jedoch aufgrund einer kuriosen Situation im Mittelpunkt. Beim indirekten Freistoß an der Strafraumkante misslang zunächst das Zusammenspiel der beiden sonst so harmonisch agierenden Teampartner. Letztendlich konnte Meißner den Ball dennoch in die Gefahrenzone bringen und fand am zweiten Pfosten den völlig allein gelassenen Robin Fabinski, der die Kugel in Stürmermanier im Tor unterbrachte und sich anschließend sehr über sein vermeintlich erstes Profitor freute. „Das war auf gar keinen Fall so gewollt, aber vielleicht sollten wir es öfter machen, weil so gefährlich war, glaube ich, noch kein Standard dieses Jahr. Es war anders geplant, aber aus der Not heraus wurde es dann doch recht gefährlich“, erläuterte Kehl selbst mit einem Schmunzeln im Gesicht die Situation.

Für Robin Fabinski ereignete sich jedoch wenige Augenblicke später ein Déjà-vu. Denn wie schon beim Auswärtsspiel gegen den TSV Havelse im August des letzten Jahres wurde der Treffer des 22-Jährigen vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen. Der Innenverteidiger muss also weiter auf seinen Premierentreffer warten. Mit 77 Ballaktionen und 49 Pässen war Fabinski gestern aber dennoch einer der Schlüsselspieler im Osnabrücker Spiel. Kein anderer VfL-Spieler konnte diese Werte übertreffen. Bestwerte lieferte er auch bei seinen Pass- und Zweikampfwerten: 87,8 Prozent seiner Zuspiele kamen bei seinen Mitspielern an und 64,3 Prozent seiner Zweikämpfe entschied er in seinem 20. Drittligaeinsatz für sich.

Trotz des verweigerten Treffers gab es gestern dennoch eine lila-weiße Premiere zu feiern. So lieferte der VfL in der 40. Minute nicht nur den Führungstreffer, sondern Kevin Wiethaup auch seine erste Torvorlage für die Profis der Lila-Weißen. Das VfL-Eigengewächs überzeugte gestern wieder einmal mit einem passsicheren Spiel (Passquote 80,6 Prozent), setzte sich auch im Vorfeld des Treffers im Mittelfeld gut durch und spielte dann einen sehenswerten Steckpass auf den startenden David Kopacz. „Dann haben wir den Konter super ausgespielt und Koppi [Kopacz] macht das wieder wirklich überragend“, lobte Lars Kehl den Angriff seines Mitspielers. So traf der 27-Jährige nach seinem Treffer unter der Woche gegen Viktoria Köln im zweiten Spiel in Folge.

Auch beim zweiten Treffer des Tages war der Flügelstürmer nicht ganz unbeteiligt. Denn dank seines Ballgewinns in der eigenen Hälfte und dem gedankenschnellen Zuspiel auf Robin Meißner konnte dieser per Außenrist die Vorlage auf Lars Kehl spielen. Dieser sprintete auf Torwart Felix Gebhardt zu und vollendete ebenfalls per Außenrist ins kurze Eck. „Meißner dreht sich da wirklich überragend im Zentrum auf. Dann habe ich einfach nur gehofft, dass der Ball irgendwie durchkommt. Am Ende habe ich ihn ganz gut weggemacht“, beurteilt der Torschütze selbst die Situation und verriet, dass der Plan eigentlich ein anderer war: „Ich wollte eigentlich den IV kreuzen, habe dann aber gemerkt, dass das Tempo nicht ganz reicht. Aus der Not heraus habe ich aus Instinkt den Außenrist genommen. Hat ganz gut funktioniert, zum Glück.“ Damit feierte Robin Meißner seine 50. Torbeteiligung in der 3. Liga und spielt mit nun bereits 18 Torbeteiligungen in dieser Spielzeit die persönlich beste Saison seiner Karriere.

Auf eine bislang ebenfalls erfolgreiche Spielzeit blickt auch Bjarke Jacobsen zurück. Auch gestern zeigte der Däne eine souveräne Leistung, absolvierte die zweitmeisten Zweikämpfe des bisherigen Spieltags (34) und legte 11,7 Kilometer zurück. In seinem 25. Spiel für den VfL lieferte er die zweitmeisten Ballaktionen (58) und feierte nach den 90 Minuten zusammen mit der Mannschaft vor den 750 mitgereisten VfL-Fans den neunten Auswärtssieg der Saison (Zum Jubelvideo vor der Kurve). „Und jetzt setzen wir uns in den Bus und fahren einmal durch die Republik Richtung Osnabrück und freuen uns über die neun Punkte in der englischen Woche“, verkündete Cheftrainer Timo Schultz auf der Pressekonferenz nach dem Spiel den Plan des Abends.

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Auf der langen Busfahrt zurück in die Hasestadt hatten die Spieler gestern dann sicherlich auch Zeit, einen Blick auf die Tabelle zu werfen. Dort stehen die Lila-Weißen nun mit 55 Zählern und mindestens sechs Punkten Abstand (je nach Ausgang der Partie zwischen Duisburg und Saarbrücken) auf den vierten Platz an der Tabellenspitze. „Wenn man Erster ist, dann will man auch dableiben. Das ist ganz klar. Aber jedes Spiel in der 3. Liga ist unfassbar eklig. Auch hier in Regensburg, das wussten wir. Wir machen einfach genau so weiter von Spiel zu Spiel. Und dann schauen wir mal, ob es am Schluss reicht“, so Lars Kehl nach Abpfiff bei Magenta Sport. Und auch Cheftrainer Timo Schultz will sich auf den jetzigen Tabellenstand keinesfalls ausruhen: „Nur vom Rausbrabbeln wirst du es nicht schaffen. Wir müssen weiter Gas geben im Training, denn das ist unsere Basis. Wir müssen scharf sein in den Spielen und dann ist die Wahrscheinlichkeit weiter hoch, dass wir Spiele gewinnen.“

Die nächste Partie, die es siegreich zu gestalten gilt, findet am kommenden Samstag statt. Dann empfangen die Lila-Weißen den SV Waldhof Mannheim an der Bremer Brücke (Anpfiff: 14:00 Uhr). Für den Brückentag sind nur noch wenige Sitzplatztickets auf der Giro-Live-Nordtribüne im Block K sowie Stehplatztickets auf der Dieckmann-Westkurve verfügbar. Wer also live dabei sein will, sollte sich schnell seinen Platz im Online-Ticketshop sichern.


Text: Jendrik Greiwe Bilder: Jonas Jürgens

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