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·21. September 2026
Neun Gegentore und zu viele individuelle Fehler: Wackelt jetzt Wagners Abwehr-Duo?

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Tim Schmermbeck
21 September, 2026
Jahmai Simpson-Pusey und Luka Lochoshvili sind unter René Wagner gesetzt. Dabei kassierte der FC aber schon neun Gegentore in vier Spielen – auch aufgrund von individuellen Fehlern. Und so stellt sich durchaus die Frage, ob der Kölner Coach nun umstellen muss.
Luka Lochoshvili und Jahmai Simpson-Pusey
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Tim Schmermbeck berichtet für come-on-fc.com aus Hamburg
Wenn man im Sommer an die Baustellen im Kader des 1. FC Köln dachte, ist einem die Innenverteidigung wohl nicht als Erstes in den Sinn gekommen. Zumal der FC relativ schnell bekannt gab, dass man Jahmai Simpson-Pusey fest verpflichten würde. Mit dem Engländer, Joel Schmied, Rav van den Berg, (dem verletzten) Timo Hübers und den Leih-Rückkehrern Julian Pauli und Elias Bakatukanda hatten die Kölner zu diesem Zeitpunkt sechs Innenverteidiger im Kader. Trotzdem entschied man sich in Köln dazu, auch noch Luka Lochoshvili vom 1. FC Nürnberg loszueisen. Er sollte Cenk Özkacar ersetzen, der zum Saisonendspurt die Innenverteidigung mit Simpson-Pusey bildete. Letzterer hinterließ vergangene Saison einen guten Eindruck. Mit guten Spieleröffnungen hatte er ab dem Winter eine wichtige Lücke geschlossen. Lochoshvilis Ansätze ähneln auf den ersten Blick denen von Özkacar, der Georgier sollte aber vor allem eine Waffe bei Standards werden – hinten, wie auch vorne.
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Doch schon in der Vorbereitung zeichnete sich ab, dass der FC erneut Probleme in der Defensive haben könnte. Allein beim Doppeltest gegen den SC Paderborn kurz vor Saisonstart kassierten die Kölner sieben Gegentore, inklusive eines Hattricks von Ex-FC-Profi Steffen Tigges. Auch in den ersten fünf Pflichtspielen behielt Marvin Schwäbe kein einziges Mal eine weiße Weste. Die Gegentore allein auf die Innenverteidigung zu schieben, wäre zu einfach gedacht. Trotzdem gab es in allen Spielen auch nicht zu übersehende Fehler der Innenverteidigung. Gegen Hoffenheim kam Simpson-Pusey gegen Neu-Nationalspieler Bambasé Conté zu spät und verursachte einen Elfmeter. Dieser führte zwar nicht zu einem Gegentor, es war aber nicht Simpson-Puseys erste unglückliche Grätsche im FC-Dress. Man erinnere sich noch an seine Rote Karte nach seiner Grätsche gegen Maxi Beier.
Lochoshvili sah unterdessen gegen den VfB Stuttgart nicht glücklich aus – wurde beim 0:1 von Bilal El Khannouss getunnelt und beim 0:3 von Ermedin Demirovic an der Seitenlinie abgekocht. Beim jüngsten Spiel gegen den HSV war es dann wieder der junge Engländer, der beim 0:2 schlecht aussah. Das führte sogar dazu, dass sich Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler zu dessen schlechten Abwehrverhalten in der Situation äußern musste: „Es gehört auch dazu, dass du individuelle Fehler von einem jungen Spieler auch mal zulassen musst. Jahmai weiß auch, dass er beim zweiten Tor nicht glücklich aussah.“ Und das ausgerechnet in der Woche, in der Jahmai Simpson-Pusey erstmals für die englische U21-Nationalmannschaft nominiert wurde.
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In der U21-Nationalmannschaft seines Landes ist van den Berg bereits eine feste Größe. Er führte die Jong Oranje auch schon als Kapitän auf den Platz und wurde für die anstehende U-21 Europameisterschafts-Qualifikation nominiert. Beim FC hat er allerdings bisher noch nicht wirklich stattgefunden. Nach einer verletzungsgebeutelten ersten Saison hat man sich beim FC den Durchbruch in dieser Saison erhofft. Immerhin legte man für ihn die für FC-Verhältnisse immer noch sehr hohe Summe von 8,5 Millionen auf den Tisch. Zuletzt reichte es für den Innenverteidiger sogar nicht mal mehr für einen Kaderplatz. Eine für ihn sicherlich sehr frustrierende Situation, vor allem, wenn es bei den Stammspielern nicht gut läuft. Fragt sich, ob Wagner jetzt umdenken und van den Berg eine neue Chance geben muss.
Spätestens, wenn van den Berg bei der U-21-Nationalmannschaft zu seinen ersten Pflichtspielminuten kommen sollte und dort mit Leistung überzeugt. Aber auch dann muss er wohl erstmal an Innenverteidiger Nummer drei vorbei – Joel Schmied. Der besonnene Schweizer hat nicht viel mehr Minuten als van den Berg vorzuweisen, kam aber immerhin schon zu seinen ersten Bundesligaminuten. Auch ihn haben in der vergangenen Saison mehrere Verletzungen ausgebremst. Trotzdem hat er sich nach Özkacars Abgang sicherlich Hoffnungen auf einen Stammplatz gemacht. Eine mögliche Unzufriedenheit bekommt man von außen allerdings nicht mit. Und vielleicht reicht das schon, sich mit seiner Rolle zu arrangieren, im Training immer alles zu geben und eben da zu sein, wenn er gebraucht wird, um einen der beiden bisherigen Stamminnenverteidiger zu verdrängen. Möglicherweise bereits im Derby gegen Mönchengladbach. Und dann gibt es hoffentlich ein Ergebnis, das jeder Verteidiger liebt: „Drei Punkte und zu Null.“















