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·27. Juni 2026
Neuzugang ohne Lust: Warum Fortunas „Null-Bock-Transfer“ schon vor dem Start in der Luft hängt

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·27. Juni 2026

Fortuna Düsseldorf präsentiert einen neuen Rechtsverteidiger – und dennoch wirkt alles wie eine Trennung auf Zeit. Steven van der Sloot kommt offiziell, will aber eigentlich sofort wieder weg.
Verpflichtet, aber nur auf Durchreise
Der 23-Jährige hat am Donnerstag seine Medizinchecks absolviert, erstmals das Fortuna-Trikot übergestreift und ist damit offiziell Teil des Kaders. Geholt wurde er bereits vor Monaten ablösefrei von ADO Den Haag, damals noch von Ex-Sportchef Sven Mislintat. Der Deal: Vertrag für die 3. Liga, dazu eine Ausstiegsklausel über 500.000 Euro.
Genau diese Klausel will van der Sloot nutzen – Düsseldorf wäre mit der Ablösesumme zufrieden, der Spieler selbst hat keine Lust auf Drittligafußball am Rhein. Problem: Bislang gibt es keinen Klub, der konkret zuschlägt. Der Niederländer hängt damit zwischen „angekommen“ und „eigentlich schon wieder weg“.
Wie sehr dieser Transfer ein Null-Bock-Projekt für beide Seiten ist, zeigt Fortunas eigene Kommunikation. In der offiziellen Meldung fehlen gleich zwei Standards: Es gibt keine Vertragslaufzeit und kein Spieler-Zitat, in dem der Neuzugang seine Freude über Fortuna betont. Für Klubvorstellungen ein klares Signal.
Auch die Wortwahl von Sportchef Samir Arabi wirkt betont nüchtern. Er stellt vor allem fest, dass van der Sloot schon vor seiner Amtszeit verpflichtet wurde, einen Vertrag habe und zum Trainingsstart dabei sein werde – mehr nicht. Kein warmes Willkommen, kein langfristiger Plan, eher das Pflichtprogramm für einen Spieler, den man bald weiterreichen will.
Sportlich hätte Fortuna mit van der Sloot eigentlich einen starken Mann an Bord. Der Rechtsverteidiger war letzte Saison in der zweiten niederländischen Liga Leistungsträger, erzielte acht Tore und legte zwei weitere Treffer auf. Zuvor sammelte er zwischen 2022 und 2024 beim FC Schalke 04 bereits sieben Einsätze in der 2. Bundesliga.
Für die 3. Liga ist der Defensivspieler der Düsseldorfer jedoch teuer bezahlt – und noch entscheidender: Er hat selbst keine Ambitionen, mit Fortuna im Unterhaus anzutreten. Die Konstellation macht den Transfer zu einem kuriosen Zwischenstopp: ein hervorragender Spieler, ein Vertrag ohne Perspektive und eine Ausstiegsklausel, die alle hoffen lässt, dass sich schnell ein neuer Arbeitgeber findet.
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