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·19. Januar 2026
"Nicht alles in Frage stellen": Aachen hält an Selimbegovic fest

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Nach dem sechsten sieglosen Spiel in Folge und der achten Niederlage im zehnten Heimspiel richtete sich der Ärger der Fans von Alemannia Aachen vor allem gegen Trainer Mersad Selimbegovic, was sie mit lautstarken "Trainer raus"-Rufen deutlich machten. Doch die Verantwortlichen halten am 43-Jährigen fest.
Alles war angerichtet für einen Festtag zum 125-jährigen Vereinsjubiläum. Doch statt der erhofften Feierlichkeiten gab es nach dem 0:3 gegen den VfL Osnabrück lautstarke Pfiffe und "Trainer raus"-Rufe von den Rängen. Dass Alemannia Aachen zum dritten Mal in Folge vor heimischer Kulisse als Verlierer vom Platz ging (bei 0:8) und insgesamt bereits die achte Heimpleite in dieser Saison kassierte, dafür sah ein Großteil der Fans vor allem Trainer Mersad Selimbegovic in der Verantwortung.
Für die Verantwortlichen gibt es nach dem erst siebten Liga-Spiel unter dem 43-Jährigen aber keinen Grund, erneut einen Trainerwechsel vorzunehmen – auch wenn die Alemannia unter dem gebürtigen Bosnier nur das erste Spiel gewinnen konnte und inzwischen sogar das schwächste Heimteam der Liga ist. "Ich habe ein Team mit viel Energie gesehen, das sich wehrt und nicht auseinandergebrochen ist. Wir dürfen nicht alles in Frage stellen, weil wir alle enttäuscht sind", sagte Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi nach der Partie gegenüber der "Aachener Zeitung".
Schon Lukas Scepanik hatte unmittelbar nach der Partie eine Lanze für Selimbegovic gebrochen: "Für ihn tut es mir am meisten leid. Das geht auch meinen Mannschaftskollegen so. Wir wissen, dass er mit Herzblut dabei ist, sich unglaublich viele Gedanken macht, total viel Input liefert, versucht, jede einzelne Stellschraube ein bisschen fester zu ziehen und uns teilhaben lässt." Zudem betonte der 31-Jährige, dass die Beziehung zwischen Trainer und Team "auf jeden Fall intakt ist. Das ist in keinster Weise ein Punkt".
Dennoch müssen nun dringend Punkte her. Immerhin: Weil auch Erzgebirge Aue verloren hat, ist der Rückstand zum rettenden Ufer nicht angewachsen und beträgt weiterhin nur einen Zähler. Doch damit die Rufe gegen Selimbegovic nicht noch lauter werden, ist ein Sieg bei Hoffenheim II am kommenden Samstag schon Pflicht.









































