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·19. Februar 2026
Gaudino im Interview: "Alles in Aachen versprüht positive Energie"

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·19. Februar 2026

FC Bayern München, Chievo Verona, Young Boys Bern und seit Sommer 2024 Alemannia Aachen: Die Karriere von Gianluca Gaudino hat viele dynamische Wendungen genommen. Am Tivoli gehört der Sohn von Ex-Bundesliga-Profi Maurizio Gaudino zu den Leistungsträgern. Mit liga3-online.de spricht der 29-jährige Mittelfeldspieler über die aktuelle Positivserie der Alemannia, den Vorsprung auf die Abstiegszone, seine “Wohlfühl-Oase” in Aachen und das kommende Spiel gegen den zweitplatzierten SC Verl am Samstag.
liga3-online: Seit vier Begegnungen ist Alemannia Aachen ungeschlagen, zuletzt gab es ein 3:1 in Ulm. Wie ist das aktuelle Formhoch zu bewerten, Herr Gaudino?
Gianluca Gaudino: Natürlich sind wir sehr glücklich über den aktuellen Lauf und die positive Formkurve. Aber das ist nichts anderes als eine Momentaufnahme. Das Ziel ist, stabil und erfolgreich zu bleiben. Und den Fokus nicht zu verlieren.
Hat sich der Sieg in Ulm wie ein Befreiungsschlag angefühlt?
Der Sieg hat gut getan, aber es war sicher kein Befreiungsschlag. Es geht in der gesamten 3. Liga – oben wie unten – sehr eng zu. Wir müssen genau daran anknüpfen, um erfolgreich bleiben zu können.
Fakt ist: Die Alemannia hat nun fünf Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone. Entspannt das die Situation gerade etwas?
Unsere Situation hat sich definitiv verbessert. Aber: Von Entspanntheit kann nicht die Rede sein. Jeder im Verein ist sich der Lage bewusst. Das Blatt kann sich jede Woche wenden, wenn wir nachlassen und nicht voll da sind. Gerade geht es darum, Tag für Tag hart zu arbeiten, um den Abstand nach unten weiter zu vergrößern. Um dann irgendwann wirklich davon reden zu können, dass die Lage entspannt ist.
Wie schauen Sie generell aktuell auf die Tabelle?
Tatsächlich schaue ich sehr selten auf die Tabelle. Vor allem nicht darauf, was andere Vereine machen. Wir fokussieren uns auf uns und unsere nächsten Aufgaben.
Ihr kommender Gegner SC Verl spielt nicht nur um den Aufstieg mit, sondern grüßte zuletzt sogar von der Spitze. Wie bewerten Sie die bisherige Saison der Verler?
Der SC Verl gehört zu den absoluten Top-Teams der 3. Liga und steht verdient weit oben. Die Mannschaft spielt sehr guten Offensivfußball und generell eine wahnsinnig starke Saison.
Wie wollen Sie den SC Verl am Samstag in die Knie zwingen?
Kein Team der Liga ist unschlagbar. Wir wissen, was wir können und dass wir auch Teams wie Verl vor große Probleme stellen können. Mit unserem aktuellen Selbstvertrauen muss es Verl erst einmal schaffen, bei uns zu punkten.
Nachwirkungen des Aachener Karneval sind also nicht zu erwarten?
Definitiv nicht, es ist ruhig geblieben, und wir haben nicht groß gefeiert.
Nach vielen Stationen in Ihrer Karriere scheinen Sie in Aachen Ihr Glück gefunden zu haben. Wie blicken Sie auf Ihre bisherige Laufbahn zurück?
Wenn ich ehrlich bin, spreche ich nicht so gerne von der Vergangenheit. Was ich sagen kann: Ich fühle mich sehr wohl in Aachen. Vor dieser Kulisse aufzulaufen, macht mir großen Spaß. Der Verein, die Fans, das gesamte Umfeld: Alles in Aachen versprüht positive Energie.
Was läuft bei der Alemannia anders oder besser als bei einigen Ihrer Ex-Vereine?
Um an meine vorherige Aussage anzuknüpfen: Aachen ist eine fußballverrückte Stadt, die Chemie im Team ist großartig. Es gibt nichts, was mich davon abhält, mich bei der Alemannia wohlzufühlen.
Welche Ziele verfolgen Sie mit Aachen – und auch persönlich noch als Fußballer?
Ganz simpel: Ich will mich immer noch jeden Tag verbessern. Als Spieler und als Team. Wenn wir das gemeinsam schaffen und den Blick weiter nach vorne richten, bin ich optimistisch, dass wir in den kommenden Monaten erfolgreich sein und noch viele Punkte sammeln werden.









































