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·11. September 2026
Niclas Füllkrug und vier Tore gegen den FC: Warum sich der 1. FC Köln eigentlich keine Sorgen machen muss – eigentlich…

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Erik Stalleicken
11 September, 2026
Die Rückkehr nach Bremen dürfte sowohl für Niclas Füllkrug als auch für die Werder-Fans ein besonderer Moment gewesen sein. Füllkrug stammt aus der Bremer Jugendakademie und kehrte bereits 2019 einmal zu seinem Jugendverein zurück. Er avancierte zum Publikumsliebling und in der Saison 2022/23 sogar Bundesliga-Torschützenkönig. Nach Zwischenstationen beim BVB, West Ham United und der AC Milan kehrt der inzwischen 33-Jährige nun erneut an seine alte Wirkungsstätte zurück, um nach seinen glücklosen Stationen im Ausland wieder in die Spur zu finden. Aufgrund seiner Statistiken in den vergangenen Jahren könnte man meinen, dass Füllkrug seine alten Fähigkeiten abhandengekommen sind. Zusätzlich schien die Kölner Defensive insbesondere bei schnellen Angriffen Probleme zu haben. Nicht gerade das, was den Mittelstürmer auszeichnet. Muss sich der 1. FC Köln also keine Sorgen wegen Füllkrug machen?
Niclas Füllkrug erzielte bereits vier Tore gegen den FC
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Auf den ersten Blick spricht tatsächlich einiges dafür. Füllkrug ist kein Stürmer, der eine Abwehr mit ständigen Tiefenläufen vor große Probleme stellt oder über sein Tempo kommt. Genau solche Situationen haben der Kölner Defensive zuletzt besonders wehgetan. Wenn der Gegner nach Ballgewinnen schnell umschaltet, mit wenigen Kontakten durch das Mittelfeld spielt und anschließend den Raum hinter der Abwehr attackiert, gerät der FC immer wieder unter Druck. Gegen diese Art von Angriffen ist es für eine Defensive entscheidend, frühzeitig die richtigen Abstände zu finden und die Tiefe zu kontrollieren. Ein Angreifer wie Füllkrug, der stärker von seiner Präsenz im Strafraum als von seiner Dynamik lebt, scheint auf den ersten Blick deshalb weniger gut zu dem Problem zu passen, das Köln aktuell am meisten beschäftigt. Die vermeintliche Entwarnung für den FC lässt sich also durchaus begründen.
Mehr zum Thema:>>Die Stürmer-Hierarchie beim 1. FC Köln>>Personal-Update vor Bremen
Allerdings wäre es fahrlässig, die eigenen Defensivprobleme nur auf das schnelle Spiel am Boden zu reduzieren. Auch hohe Bälle und Standardsituationen haben der Mannschaft bereits in der vergangenen Saison immer wieder Probleme bereitet. Diese Schwäche ist auch unter René Wagner noch nicht vollständig verschwunden. In den ersten Spielen der neuen Saison zeigte sich ebenfalls, dass der FC bei ruhenden Bällen nicht immer die nötige Stabilität und Konsequenz im eigenen Strafraum auf den Platz bringt. Sowohl das Gegentor zum 0:1 in Würzburg als auch das zwischenzeitliche 1:2 gegen die TSG Hoffenheim resultierten aus einer Standardsituation. Genau an dieser Stelle könnte Füllkrug ins Spiel kommen.
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Denn die Qualitäten des Angreifers liegen dort, wo der FC eben noch nicht jede Situation souverän verteidigt. Der Bremer kann sich körperlich behaupten, Gegenspieler binden und vor allem mit seinem Kopfballspiel für Gefahr sorgen. Werder muss ihn deshalb nicht mit hohem Tempo in Szene setzen. Eine präzise Flanke oder ein gut getretener Standard kann bereits ausreichen, um Füllkrug in eine Situation zu bringen, in der er seine Stärken ausspielen kann. Bereits beim 3:0-Heimsieg gegen RB Leipzig war der ehemalige Nationalspieler per Kopfball nach einem Eckball erfolgreich.
Für die Defensive der Domstädter wird es deshalb darauf ankommen, Füllkrug nicht nur als klassischen Strafraumstürmer zu verteidigen, sondern die Entstehung solcher Situationen bereits vorher zu verhindern. Gerade bei Standards und Flanken darf der FC dem Angreifer keinen Freiraum lassen, denn der ehemalige Dortmunder braucht nicht viele Möglichkeiten, um seine Kopfballstärke einzusetzen. Das macht ihn trotz des fehlenden Tempos zu einem unangenehmen Gegenspieler. Gerade weil die Anfälligkeit bei hohen Bällen und Standards noch nicht vollständig behoben scheint, könnte Füllkrug so eine Möglichkeit haben, dem FC genau dort wehzutun, wo die Mannschaft nach wie vor die gewünschte Stabilität sucht. Die nötige Qualität dafür hat der ehemalige Nationalstürmer mehrfach unter Beweis gestellt – auch schon gegen den FC.
Das beweist der Blick auf seine persönliche Bilanz gegen die Geißböcke. In acht Spielen gegen den FC kommt der Angreifer auf vier Tore. Eine durchaus beachtliche Ausbeute. Die Statistik liefert damit am Ende noch einmal den Dämpfer für die vermeintliche Entwarnung. „Lücke“ ist vielleicht nicht der Stürmer, der die womöglich größte Schwäche der Domstädter mit seinem Tempo ideal bespielen kann. Ihn deshalb als ungefährlich einzustufen, wäre trotzdem ein Trugschluss. Durch sein enorm starkes Kopfballspiel und sauberen Torabschluss wurde der Routinier einst Torschützenkönig der Bundesliga. Und das im grün-weißen Trikot. Wenn der FC also bei Flanken und Standards nicht die nötige Stabilität findet, bringt Füllkrug genau die Qualitäten mit, um daraus Kapital zu schlagen.
Die nächsten drei Gegner des FC nach Bremen sind der HSV, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt.
Der 1. FC Köln spielt in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Union Berlin. Die Partie findet am 27. Oktober um 20:45 Uhr in Müngersdorf statt.
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