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·11. September 2026
Richtungweisende Partie der Tabellennachbarn? Der 1. FC Köln will gegen Bremen punkten

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Elias Schnaubelt
11 September, 2026
Zwei Teams, zwei Spiele, zwei unterschiedliche Gesichter. Sowohl der FC als auch Werder Bremen haben sich sehr wankelmütig gezeigt. Auf der Liste stehen jeweils ein verdienter Sieg und eine bittere Niederlage. Der FC will nun gegen Werder wieder die Siegermentalität an den Tag legen.
Jan Thielmann im Zweikampf mit Bremer Spielern
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So schnell wie die Euphorie aufkam, so schleunig wurde sie vom VfB am 2. Spieltag der Bundesliga auch wieder eingestampft. Zumindest sorgte Mikey Moore bei der 1:4-Pleite im zweiten Durchgang dafür, dass die Flamme nicht gänzlich erlosch. Nun winkt zur Freude der Fans der Platz in der Startelf. „Wer in der Premier League starten kann, der kann auch bei uns hier in der Bundesliga starten“, sagte René Wagner auf der Pressekonferenz. Auch Thijs Dallinga und Said El Mala stellen für den Cheftrainer wieder eine Option dar. „Der Thijs konnte am Sonntag letzte Woche schon wieder auf dem Platz starten. Da brauchte der Said noch ein paar mehr Tage, deswegen ist da wahrscheinlich auch eine andere Entscheidung zu treffen. Das werden wir final dann morgen entscheiden. Ich glaube, dass einer von beiden starten kann.“
Mehr zum Thema:>> Wagner hat die Qual der Wahl>> Warum Bremen kein Selbstläufer wird
Auf der Gegenseite wartet mit den Werderanern eine echte Wundertüte. Am ersten Spieltag präsentierte man sich noch desolat und verlor mit 1:4 gegen den SC Freiburg. Zudem verursachte die Meldung des monatelangen Ausfalls von Schlüsselspieler Jens Stage Kopfschmerzen an der Weser. Nach dem misslungenen Auftakt verortete die ganze Liga den SV Werder im tiefsten Abstiegskampf – bis auf die Bremer. Mit dem Rücken an der Wand schockten die Männer aus dem Norden RB Leipzig und feierten einen überzeugenden 3:1-Sieg. Zwei Spieltage, zwei Gesichter. René Wagner erwartet den Gegner ähnlich variabel. „Das ist eine Mannschaft, die unheimlich aggressiv gegen den Ball arbeitet, die unheimlich gut tief verteidigen kann, die aber trotzdem auch Momente suchen, wo sie hoch reinkommen.“
Sowohl Eren Dinkci als auch Marco Grüll erwischten gegen RB einen Sahnetag. Die pfeilschnellen Flügelflitzer sorgten für mächtig Wirbel und stellten die gegnerischen Außenverteidiger vor erhebliche Probleme. Dies könnte auch gegen Köln wieder der Schlüssel zum Erfolg werden. Der VfB Stuttgart entlarvte schonungslos das Tempodefizit im Kölner Defensivverbund, vor allem Luka Lochoshvili musste ordentlich Lehrgeld zahlen. René Wagner und seinem Trainerteam ist diese Problematik nicht verborgen geblieben. „Das waren keine strukturellen Themen, das waren individuelle Themen, die haben wir unter der Woche auch angesprochen. Da geht es für jeden, der spielen möchte, auch darum, mehr zu zeigen.“ Das Risiko in der Defensive wird allerdings auch bewusst einkalkuliert. „Ich bin ein Trainer, der lieber 4:3 gewinnt, als 1:0. Von daher müssen wir vielleicht mal das ein oder andere Gegentor in Kauf nehmen, wenn wir oben aggressiv immer wieder das Tor attackieren wollen“, erklärte der Trainer weiter.
Auch der Bremer Rückkehrer Niclas Füllkrug konnte sich vergangene Woche erfolgreich in die Torschützenliste eintragen. Es scheint, dass allein die bloße Präsenz des verlorenen Sohnes für Aufschwung an der Weser sorgt. Ein fitter und formstarker Füllkrug ist zweifelsohne eine Waffe im Offensivspiel. In Sachen Kopfballspiel können es nur wenige Bundesligaspieler mit dem ehemaligen Nationalspieler aufnehmen. Einer, der sein Glück in dieser Disziplin versuchen wird, ist eben Lochoshvili. Der Georgier ist ebenfalls als Kopfballungeheuer bekannt, wird diesen Status gegen einen Meister auf diesem Gebiet aber erst noch unter Beweis stellen müssen. Das Aufeinandertreffen der beiden könnte zu einem Schlüsselduell der Partie avancieren.
Fünfzig-fünfzig-Duelle wurden bereits im Vorlauf der Partie am Geißbockheim ausgetragen. Da bis auf Timo Hübers alle Kaderspieler einsatzbereit sind, steht René Wagner vor einigen schwierigen Entscheidungen. „Es wird morgen definitiv enttäuschte Gesichter geben“, prognostizierte der Coach. Einige Voraussagen bezüglich der Startelf deutete der Cheftrainer dennoch bereits an. Neben den Aussagen bezüglich Thijs Dallinga, Said El Mala und Mikey Moore hat einer seinen Startplatz schon sicher. „Flaco (Ellyes Skhiri, Anm. d. Red.) wird starten. Flaco ist jetzt bereit, uns die Sicherheit zu geben, für die wir ihn geholt haben.“
Am Samstagabend gilt es nun also für René Wagner, die richtigen Kaderentscheidungen aus den verfügbaren Optionen zu treffen. Es wird wichtig sein, den angereisten Bremern direkt den Wind aus den segeln zu nehmen und in der Defensive nicht so viel anzubieten, wie das noch gegen den VfB Stuttgart der Fall war.
Die nächsten drei Gegner des FC nach Bremen sind der HSV, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt.
Der 1. FC Köln spielt in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Union Berlin. Die Partie findet am 27. Oktober um 20:45 Uhr in Müngersdorf statt.
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