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·22. September 2026
Nicolò Tresoldi vertagt Entscheidung über Nationalteam: DFB, Italien oder Argentinien?

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Nicolò Tresoldi hält sich die Wahl seines künftigen Nationalteams offen. Der Stürmer des FC Brügge will zunächst mit Deutschlands U21 zur EM 2027 und erst danach über eine Zukunft für den DFB, Italien oder möglicherweise Argentinien entscheiden.

Nicolo Tresoldi bejubelt seinen Treffer zum 1:0 für die deutsche U21 im UEFA U21-EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland U21 im Eintracht-Stadion in Braunschweig am 27. März 2026. Stuart Franklin / Getty Images
Jürgen Klopp und Roberto Mancini haben bereits das Gespräch gesucht, doch Nicolò Tresoldi will sich bei der Entscheidung über seine internationale Karriere nicht unter Druck setzen lassen. Der 22 Jahre alte Angreifer verschiebt die Wahl zwischen Deutschland und Italien bis nach der U21-Europameisterschaft im Sommer 2027.
In einer Medienrunde am Dienstag erklärte der in Sardinien geborene Profi: „Mein Herz ist 50:50. Beide Länder bedeuten mir sehr viel“. Bis zur Endrunde bleibt Tresoldi der deutschen U21 erhalten. Schon am Samstag steht er in der EM-Qualifikation wieder im Aufgebot von DFB-U21-Coach Antonio Di Salvo.
Tresoldi machte deutlich, dass sein aktueller Fokus vollständig auf der deutschen Auswahl liegt. „Ich trage mit Stolz das Deutschland-Trikot, bin super gerne hier. Ich möchte noch die EM hier spielen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht“, sagte der Torjäger vom FC Brügge.
Der Offensivspieler lebt seit seinem 13. Lebensjahr in Deutschland, nachdem er mit seiner Familie aus Italien umgezogen war. Seit 2022 läuft er für die Nachwuchsteams des DFB auf. Seine italienischen Wurzeln bleiben für ihn dennoch prägend: „Es ist nicht nur so, dass nur mein Vater aus Italien kommt. Auch ich bin da geboren, bin da aufgewachsen“, erklärte Tresoldi.
Bundestrainer Klopp hatte zuletzt den direkten Austausch mit dem Angreifer gesucht. Tresoldi schilderte das Gespräch in persönlichen Worten: „Wir hatten gute Gespräche. Ich habe Kloppo meine Situation erklärt, und er hat es verstanden. Er ist ein super Mensch. Das war kein Trainer-Spieler-Gespräch, sondern wie ein Vater-Sohn-Gespräch. Er meinte, dass die Tür für mich immer offen ist“.
Auch Italiens neuer Nationaltrainer Mancini hat bei Tresoldi sein Interesse hinterlegt. Der Stürmer reagierte nach eigener Aussage in beiden Gesprächen identisch: „Zu ihm habe ich das Gleiche gesagt wie zu Kloppo“. Neben Deutschland und Italien wäre Tresoldi über seine Mutter zudem für Argentinien spielberechtigt.
Seine sportlichen Argumente hat der Angreifer in Belgien eindrucksvoll geliefert. In seiner ersten Saison beim FC Brügge gelangen ihm 23 Treffer und neun Vorlagen. In der Champions League traf Tresoldi gegen den FC Barcelona, Atlético Madrid und zuletzt auch gegen Aston Villa. Im Sommer war er laut Julian Nagelsmann bereits „super nah“ an einer WM-Teilnahme.
Di Salvo wertet Tresoldis Entscheidung, vorerst bei der U21 zu bleiben, als positives Signal. „Nicolo hat sich nicht gegen Deutschland und auch nicht gegen Italien entschieden, sondern für die U21. Ich finde, das ist ein tolles Zeichen für uns, für unseren Weg“, sagte der DFB-Coach am Montag.















