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·11. Juni 2026

"Niemand vom Verein hat sich gemeldet": Reinthaler übt Kritik

Artikelbild:"Niemand vom Verein hat sich gemeldet": Reinthaler übt Kritik

Mit deutlicher Kritik an der Kommunikation der Vereinsführung hat sich Max Reinthaler zur aktuellen Lage beim TSV 1860 München geäußert. Nach dem Zwangsabstieg der Löwen in die Regionalliga beklagt der Verteidiger fehlende Informationen seitens des Klubs. "Niemand vom Verein hat sich bei uns gemeldet", sagt der 31-Jährige.

"Wir erfahren alles nur über die Medien"

Im Gespräch mit "SportNews" schildert Reinthaler die Unsicherheit, die nach dem Verlust der Drittliga-Lizenz innerhalb der Mannschaft herrsche. "Wir Spieler wissen alle nicht, wie es jetzt weitergeht", erklärt der Innenverteidiger. Auch die Berater hätten bislang keine konkreten Informationen erhalten. "Wir erfahren alles nur über die Medien." Besonders die fehlende Kommunikation stößt dem Abwehrspieler sauer auf. Die Tatsache, dass man von offizieller Seite bislang nichts höre, sei "schon ein wenig enttäuschend", so Reinthaler. Gleichzeitig zeigt er Verständnis für die schwierige Situation. "Wahrscheinlich auch, weil das Thema sehr komplex ist. Alle scheinen aktuell mit der Situation überfordert zu sein."


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Der Zwangsabstieg sei für ihn und seine Mitspieler ein Schock gewesen. Zwar sei bekannt gewesen, dass der Verein finanzielle Probleme habe, "aber dass es so weit kommt, war dann doch eine Überraschung für alle", sagt der Südtiroler. Wie es für ihn persönlich weitergeht, ist derzeit offen. Sein Vertrag gilt nach eigenen Angaben nur für die 3. Liga. Gespräche über eine Verlängerung sollen vor dem Lizenz-Fiasko bereits geführt worden sein, liegen aktuell jedoch auf Eis.

Verbleib nicht ausgeschlossen

Einen Abschied schließt Reinthaler dennoch nicht aus, ebenso wenig wie einen Verbleib. "Grundsätzlich bin ich für alles offen – auch für einen Verbleib bei 1860", betont der Verteidiger. Er fühle sich in München "pudelwohl", seine Frau stamme aus der Stadt und das Paar lebe in Giesing. Besonders die Verbundenheit der Anhänger beeindrucke ihn. "Bei den Löwen werden noch die alten Werte des Fußballs gelebt", sagt Reinthaler.

Gleichzeitig macht der 31-Jährige deutlich, dass für seine Zukunft auch sportliche und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen werden. "Ich möchte schon so hoch wie möglich spielen. Auch das Finanzielle spielt in meinem Alter eine Rolle", erklärt er. Sollte sich der Verein nach dem Absturz jedoch "vernünftig aufstellen", sei ein Verbleib bei den Löwen weiterhin denkbar.

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