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·18. September 2026
Nominiert, aber noch nicht etabliert: Said El Mala wird in die DFB-Auswahl berufen, doch es gibt einen kleinen Haken

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Simon Bartsch
18 September, 2026
Knapp zehn Monate nach dem sicherlich enttäuschenden Kurzbesuch bei der deutschen A-Nationalmannschaft erhält Said El Mala eine weitere Chance. Und angesichts der Worte von Bundestrainer Jürgen Klopp, wird der 1. FC Köln wohl nach sieben Jahren wieder einen deutschen Nationalspieler in seinen Reihen haben. Was nach dem großen Durchbruch aussieht, ist allerdings dann doch deutlich differenzierter.
Said El Mala bei der U21-Nationalmannschaft gegen Griechenland (Foto: Milos Bicanski/Getty Images)
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Eine große Überraschung habe er dann doch noch parat, erklärte Jürgen Klopp bei der ersten Kader-Nominierung in neuem Amt. Der Bundestrainer machte keinen Hehl daraus, dass er kein großer Freund der geleakten und vorab veröffentlichten Nachrichten ist. Verständlich, denn so war die offizielle Veranstaltung des DFB zumeist ein Bestätigen von Namen und nicht das Überbringen von Breaking News. Zumindest in den meisten Fällen. So wie bei Said El Mala. Der Kölner Youngster war schon vor einigen Tagen als sicherer Kandidat durchgesickert. Und tatsächlich stand der Name auf der Kaderliste, die auf mehreren Screens in Frankfurt angezeigt wurde. Der FC dürfte also schon bald einen Vertreter im DFB-Jersey haben. „Wir freuen uns natürlich alle, dass wir jetzt einen deutschen Nationalspieler im Kader haben“, sagte dementsprechend René Wagner auf der Pressekonferenz nur wenige Stunden, nachdem sich Klopp lange und redselig erklärt hatte.
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Beim FC und auch im Hause El Mala ist die Freude absolut verständlich. Der Youngster hat sich dem Vernehmen nach Boni in die Vertragsverlängerung schreiben lassen, die bei Länderspielen fällig werden, ein kleiner Geldsegen ist also zu erwarten. Zudem kann sich der 20-Jährige nun doch auf internationalem Parkett beweisen, wenn auch nicht wie vielleicht irgendwann in diesem Sommer mal vorgenommen in der Champions League. Ins internationale Schaufenster stellt sich der Offensivspieler allemal. Je nach Leistung wird es weitere Interessenten geben, demnach auch Angebote, der Marktwert könnte steigen. Der FC würde von jenem dann natürlich auch wieder profitieren. Spätestens im kommenden Sommer würde dann wohl der Abschied unausweichlich sein. Auch in Köln würden die Kassen nochmal ordentlich klingeln. Bei den Fans erreicht der Shootingstar die nächste Stufe des FC-Idols. Die Berufung in die Nationalmannschaft hat also viel für jeden – gefühlt.
Sie ist ganz sicher der nächste Karriereschritt für den 20-Jährigen, allerdings auf einer kleineren Leiter oder Treppe als vielleicht erhofft. Denn die Nominierung für die A-Nationalmannschaft hat schon eine andere Farbe, einen anderen Ton als vorherige. 44 Spieler hat Jürgen Klopp für die anstehenden Länderspiele berufen. 44. Und wenn der Bundestrainer mehr hätte mitnehmen dürfen, er hätte es getan. Die so lange erwartete Länderspielphase des neuen Chefcoachs hat sicherlich einiges von einem Wettbewerbscharakter – das bringt der Modus der Nations League so mit – sie ist in erster Linie aber ein Casting. 44 Spieler, in zwei Kadern – das hat es so noch nicht gegeben und dementsprechend verwundert, irritiert, vielleicht auch ein wenig amüsiert reagieren die Medienvertreter der Welt. Klopp bittet die Nationalspieler zum XXL-Vorspielen. Verbesserung im Umschaltspiel? „Ich habe die Tür sperrangelweit aufgemacht und gesagt: ‚Wer dabei sein will, hat die Chance'“, sagte der Bundestrainer.
Für die 44 Spieler gilt es, diese Chance nun auch zu nutzen. „Wir wollen die Spieler vorbereiten, damit sie in den nächsten zwei, drei Jahren in der Spitze dabei sein werden“, sagt Klopp. Die jetzige Kaderzusammenstellung ist der erste und nicht der letzte Schritt auf einem langen Weg, so der Tenor. Und der 59-Jährige wird nicht müde zu betonen, dass keine Tür verschlossen ist. Heißt: Diese Nominierung kann ein Anfang sein, sie kann aber auch ganz schnell wieder beendet sein. El Mala gehört eindeutig zu der Generation an Spielern, die der Bundestrainer kennenlernen, die er sehen, deren Leistung er greifen will. Der Kölner Youngster ist dabei kein Florian Wirtz, kein Jonathan Burkardt – die Eintrittskarte des Youngsters wird das Eins-gegen-eins, die Dynamik, die Wucht sein. Die anderen 43 Spieler werden ihre Tickets für weitere Berufungen suchen. Einige halten sie fester in den Händen als andere. Der 20-Jährige muss Klopp davon überzeugen, dass seine Fähigkeiten erfolgsversprechend sind.
Die erste Hürde hat Said El Mala genommen. Jürgen Klopp will ihn sehen, kennenlernen und offenbar herausfinden, welche Rolle der Kölner in seiner Nationalmannschaft spielen kann. Die schwierigere Aufgabe folgt danach. Nämlich dann, wenn der Bundestrainer seine Inventur, die Bestandsaufnahme des deutschen Fußballs beendet und den Kader auf 25 Spieler zurechtstreicht. Und das möglicherweise nachdem der Trainer noch weitere Spieler gecastet hat. Dann wird sich zeigen, ob der Kölner Shootingstar bereit ist, den nächsten großen Schritt auf der Karriereleiter zu gehen. Der erste Kleine ist dafür aber eine Voraussetzung – und für einen Kicker, der vor anderthalb Jahren noch in der 3. Liga spielte, mehr als nur aller Ehren wert.







































