Norwegen verliert in 17 Sekunden – nicht wegen Haaland | OneFootball

Norwegen verliert in 17 Sekunden – nicht wegen Haaland | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90PLUS

90PLUS

·2. Oktober 2026

Norwegen verliert in 17 Sekunden – nicht wegen Haaland

Artikelbild:Norwegen verliert in 17 Sekunden – nicht wegen Haaland

Oscar Bobb trifft nach elf Minuten, Norwegen kontrolliert die Partie, alles läuft nach Plan. Dann kommt die zweite Halbzeit – und nach 17 Sekunden ist von diesem Plan nichts mehr übrig. Wales gewinnt 2:1.

Notbremse, Freistoß, Rückstand

Ein langer Ball, ein Missverständnis zwischen Torbjørn Heggem und Keeper Ørjan Nyland, Daniel James spritzt dazwischen. Heggem zieht die Notbremse und sieht glatt Rot. Den fälligen Freistoß setzt Neco Williams an der Mauer vorbei ins Torwarteck, wie der kicker im Liveticker festhält. Minute 46 Rot, Minute 48 das 2:1. Zwei Minuten, die das Spiel entscheiden.


OneFootball Videos


Davor hatte Norwegen die erste halbe Stunde dominiert, ehe James kurz vor der Pause ausglich. Ein Spiel auf Augenhöhe also, das an einem individuellen Aussetzer zerbrach – nicht an einem Systemfehler.

Haaland: drei Kopfbälle und sonst wenig

Abgemeldet? Das Wort trifft die erste Stunde. Erling Haaland kam erst nach 58 Minuten zu seinem ersten Abschluss, einem Kopfball über das Tor. Später köpfte er noch einmal auf Danny Ward, mehr kam nicht. Nur: Was soll ein Mittelstürmer anrichten, dessen Mannschaft eine Halbzeit lang zu zehnt hinterherläuft? In Unterzahl blieb Norwegen ein einziges Mittel – die Flanke. Wales stellte das Zentrum zu und wartete.

Man kann Haaland diesen Abend vorhalten. Man kann auch fragen, warum Martin Ødegaard nach der Pause kaum noch einen Ball in die Tiefe spielen konnte.

Zwei Niederlagen machen keinen Absturz

Norwegen stand vor drei Monaten im WM-Viertelfinale und hatte auf dem Weg dorthin Brasilien aus dem Turnier geworfen. Seitdem: eine Niederlage gegen Portugal, eine in Cardiff. Das klingt nach Kater, ist aber vor allem ein Spielplan. Portugal führt die Gruppe mit neun Punkten souverän an, Wales feierte am Donnerstag seinen ersten Sieg überhaupt in der höchsten Nations-League-Klasse. Beide Gegner hatten gute Gründe, dieses Spiel zu wollen.

Ungemütlich wird es trotzdem. Wales ist nach Punkten gleichgezogen, der Vorsprung auf Platz zwei ist weg, der Gruppensieg nach drei Spieltagen praktisch außer Reichweite. Für eine Mannschaft, die im Sommer noch von sich reden machte, ist das eine harte Landung.

Was Solbakken jetzt reparieren muss

Nicht den Sturm. Die Abstimmung in der letzten Linie und den Plan B, wenn der Gegner Haaland zustellt. Ein Team mit Ødegaard, Bobb und Schjelderup darf nicht auf hohe Bälle angewiesen sein, sobald es eng wird. Euphorie trägt durch ein Turnier. Durch einen Herbst trägt nur Struktur.

Impressum des Publishers ansehen