DFB-Frauen
·9. Februar 2026
Nullnummer in Köln - SGS Essen verlässt Abstiegszone

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·9. Februar 2026

Mit dem ersten Punktgewinn im neuen Fußballjahr 2026 verließ die SGS Essen zumindest vorerst die Abstiegszone in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Das Team der neuen Cheftrainerin Heleen Jaques erkämpfte am 17. Spieltag ein torloses Unentschieden im Westduell beim 1. FC Köln. Mit jetzt zehn Zählern auf dem Konto verdrängte die SGS den punktgleichen Aufsteiger Hamburger SV wegen der um drei Treffer besseren Tordifferenz vom rettenden zwölften Rang.
Vor 1391 Zuschauer*innen im Kölner Franz-Kremer-Stadion waren die Gastgeberinnen zwar fast über die gesamte Spielzeit das dominante Team, schlugen aber aus ihrer Überlegenheit zu wenig Kapital. Die sich bietenden Chancen blieben ungenutzt. Durch das Remis verpasste der FC die Chance, nach Punkten zum Tabellensechsten Eintracht Frankfurt aufzuschließen und bis auf zwei Zähler an Rang drei (TSG Hoffenheim) heranzukommen.
"Wir wussten vorher, dass es ein richtiges Kampfspiel wird", meinte SGS-Trainerin Heleen Jaques. "Wir haben die Partie gut angenommen und bis zum Schluss gekämpft. Wir wollten Köln eigentlich höher attackieren, haben uns dann nach 20 Minuten aber ein wenig zurückgezogen und hatten dadurch mehr Kontrolle in der Defensive. Auch in der zweiten Hälfte waren wir sehr kompakt und haben wenig zugelassen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Punktgewinn."
Der 1. FC Köln war zwar in der vorherigen Partie beim Tabellenzweiten VfL Wolfsburg leer ausgegangen (1:2), hatte aber eine starke Leistung gezeigt. Deshalb vertraute FC-Trainerin Britta Carlson erneut auf eine unveränderte Anfangsformation. Die frühere Essenerin und aktuelle Kölner Kapitänin Marina Hegering steht weiterhin wegen der Folgen ihrer Schulteroperation nicht zur Verfügung.
Bei der SGS Essen war die neue Trainerin Heleen Jaques im Vergleich zur 2:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Union Berlin, bei der ihre Mannschaft einen 2:0-Vorsprung aus der Hand gegeben hatte, zu zwei Umstellungen gezwungen. Kapitänin Jacqueline Meißner musste krankheitsbedingt passen, Angreiferin Laureta Elmazi klagt über Adduktorenprobleme. Für sie rückten Julia Debitzki in der Abwehr und Natasha Kowalski auf der Zehnerposition neu ins Team.
Die Gastgeberinnen bestimmten vor allem während des ersten Durchgangs klar das Spielgeschehen, ließen die Essenerinnen kaum einmal aus ihrer eigenen Hälfte herauskommen. Bis auf zwei Distanzschüsse von Mittelstürmerin Ramona Maier, die FC-Torhüterin Irina Fuchs jeweils vor keinerlei Probleme stellten konnten, hatte die SGS kaum einmal Entlastung.
Immer wieder rollten die Kölner Angriffe in Richtung des Essener Tores, nur im Abschluss haperte es. Die besten Möglichkeiten vergaben Torjägerin Sandra Jessen, die nach einem klugen Rückpass von Martyna Wiankowska am Tor vorbeizielte, und Mittelfeldspielerin Adriana Achcinska, deren direkten Freistoß SGS-Torfrau Kim Sindermann mit einer starken Parade aus dem linken unteren Toreck wischte. Aber auch Anna-Lena Stolze und Weronika Zawistowska kamen aus aussichtsreichen Positionen zum Abschluss, konnten die Kugel aber ebenfalls nicht im Netz unterbringen.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit reagierte Essens Trainerin Heleen Jaques mit zwei Wechseln. Für Shari van Belle und Maike Berentzen wurden mit Leonie Köpp und Winterzugang Maria Olsen zwei frische Offensivspielerinnen eingewechselt. Der FC hatte zwar weiterhin mehr Ballbesitz, konnte sich aber nicht mehr so häufig bis vor das Essener Gehäuse kombinieren. Dadurch gerieten die Gäste zunächst auch nicht so stark unter Druck, wie es noch vor der Pause der Fall war.
Das sollte sich nach etwa einer Stunde wieder ändern. Nachdem Pauline Bremer für Anna-Lena Stolze ins Spiel gekommen war, sorgte die 21-malige Nationalspielerin für einigen Schwung über den linken Flügel. Auf der anderen Seite folgte wenig später Vanessa Leimenstoll, die für Laura Feiersinger eingewechselt wurde und dann auch die besten Kölner Gelegenheiten des zweiten Durchgangs einleitete. Einmal fand sie mit einer Hereingabe Weronika Zawistowska am kurzen Pfosten, die jedoch an Kim Sindermann scheiterte. In der Schlussphase köpfte Sandra Jessen eine Flanke von Vanessa Leimenstoll über das Tor.
Die Rheinländerinnen versuchten zwar alles, den Druck hochzuhalten. Mit nachlassenden Kräften wurden aber auch die Angriffe ungenauer, so dass die tiefstehenden Gäste immer wieder klären konnten.
Am Ende hätte sogar nicht viel gefehlt und die Partie wäre komplett auf den Kopf gestellt worden. Einmal versuchte es Maria Olsen mit einer Bogenlampe aus fast 50 Metern, weil Irina Fuchs recht weit vor ihrem Kasten stand. Der Ball flog jedoch deutlich am Tor vorbei. Wesentlich knapper war es bei einem Abschluss von Leonie Köpp, die nach einem der wenigen Essener Konter von der Strafraumgrenze abzog und den rechten Torwinkel um einige Zentimeter verfehlte. Dennoch konnte die SGS Essen auch nach dem verpassten Lucky Punch mit dem Punktgewinn sehr zufrieden sein.









































