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·14. September 2026

Offener denn je: Wer tritt unter Klopp Neuers DFB-Erbe an?

Artikelbild:Offener denn je: Wer tritt unter Klopp Neuers DFB-Erbe an?

Am 17. September benennt Bundestrainer Jürgen Klopp seinen Kader für die anstehende Länderspielpause. Welche deutschen Torhüter dürfen sich Chancen ausrechnen?

Am 24. September spielt die deutsche Nationalmannschaft ihr erstes Spiel unter Jürgen Klopp. Am dieswöchigen Donnerstag will der Bundestrainer seinen Kader bekanntgeben. Wie stehen die Chancen der verschiedenen deutschen Torhüter, gegen die Niederlande und deren neuen Coach Xavi im Tor zu stehen?


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Nach dem 2:1-Heimsieg der TSG Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart bestätigte Oliver Baumann, dass Jürgen Klopp ihn angerufen hat. Weitere Informationen wollte die Nummer zwei der vergangenen WM allerdings nicht machen. Die Kommunikation überlässt er dem Bundestrainer.

Dennoch ist davon auszugehen, dass Baumann endlich seine Rolle als Nummer eins im deutschen Tor bekommt. Für ihn bleibt zu hoffen, dass es diesmal Taten statt Versprechen gibt.

Marc-André ter Stegen

Ter Stegen sagt in einem Interview, dass auch er Kontakt mit Klopp hatte. Von allen Kandidaten hat er die meisten Länderspiele mit 44. Allerdings kommt der Schlussmann von Ajax Amsterdam aus einer langen Verletzungsphase. Er selbst sagt, dass er jetzt den Fokus darauf lege, gesund zu bleiben. Zudem freut er sich über ein "wirklich tolles Gespräch" mit Klopp.

Auch Alex Nübel kann sich wohl ganz gute Chancen ausrechnen. Bereits bei der verkorksten Weltmeisterschaft war er als Nummer drei mit dabei. 2025/26 spielte er beim VfB Stuttgart eine exzellente Saison und hütet jetzt bei Besiktas Istanbul das Tor. Dort erhält er regelmäßig Spielpraxis, allerdings außerhalb einer der Top-5-Ligen.

Ebenfalls bei der WM dabei war Jonas Urbig, allerdings als Trainingstorwart. Momentan bekommt die Nummer zwei des FC Bayern hinter Manuel Neuer hin und wieder Spielzeit, wie beim 1:2-Auswärtssieg gegen Elversberg. Allzu viel Stress sollte er sich allerdings nicht machen. Auch wenn es dieses Mal vielleicht nicht für die Nations League reicht, hat der 23-Jährige noch eine lange Karriere vor sich.

Einiges an Aufsehen hat der frischgebackene Frankfurter Noah Atubolu erregt, der am Wochenende seinen eigenen Rekord ausgebaut hat. Im 1:3-Auswärtssieg gegen Mainz hat er seinen sechsten (!) Elfmeter in Folge pariert. Ob das jetzt schon für eine Nominierung reicht, bleibt abzuwarten. Aber wenn er bei Frankfurt weiterhin Leistung zeigt, wird er sich auch mittel- bis langfristig in den engsten Kreis spielen.

Auch ein alter Bekannter des Bundestrainers wittert momentan seine Chance: Loris Karius, der bereits beim FC Liverpool unter Klopp spielte, erlebt gerade seinen zweiten Frühling. Nach einer bärenstarken Zweitliga-Saison startet der Schlussmann des FC Schalke 04 auch gut in die laufende Spielzeit. Für die Rolle als dritter Torwart sind ihm durchaus Chancen zuzuschreiben.

Die Herausforderer

Wenn wir in Deutschland von einer Sache genug haben, dann sind es gute Torhüter. Auch Moritz Nicolas (Borussia Mönchengladbach), Finn Dahmen (FC Augsburg) und Mio Backhaus (SC Freiburg) bewerben sich durch konstant starke Leistungen.

Moritz Nicolas zeigt bereits seit letzter Saison, wie unfassbar stark er zwischen den Pfosten ist. Trotzdem kommt er natürlich nicht optimal dabei weg, dass die Borussia letzte Saison lange abstiegsgefährdet war und auch diese Saison bereits 12 Tore in drei Spielen kassiert hat. Dennoch ist dem Gladbacher Schlussmann seine Klasse keinesfalls abzusprechen.

Finn Dahmen ist auch bereits seit längerem im Gespräch, in den Kader zu gehören. Wie alle anderen Torhüter hat er allerdings das Problem, dass die Konkurrenz im deutschen Tor einfach bockstark ist, was durch die Länge dieser Liste ja bereits erkennbar wird. In der letzten Saison schlichen sich hier und da Patzer ein, aber ansonsten ist auch er ein Anwärter im erweiterten Kreis.

Last but not least: Atubolu-Nachfolger Mio Backhaus spielte eine starke letzte Saison bei Werder Bremen und grüßt, Stand jetzt, mit dem Sportclub von oben. In seinen drei Bundesligaspielen bei den Freiburgern musste er nur einmal hinter sich greifen, und zwar beim 4:1-Heimsieg gegen seinen Ex-Klub. Mit 22 Jahren gehört auch ihm die Zukunft und er wird sich mittel- bis langfristig auch gute Chancen ausrechnen dürfen.

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