Offiziell | HSV verlängert mit Merlin Polzin trotz Bundesliga-Fehlstart | OneFootball

Offiziell | HSV verlängert mit Merlin Polzin trotz Bundesliga-Fehlstart | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: Get German Football News

Get German Football News

·18. September 2026

Offiziell | HSV verlängert mit Merlin Polzin trotz Bundesliga-Fehlstart

Artikelbild:Offiziell | HSV verlängert mit Merlin Polzin trotz Bundesliga-Fehlstart

Hamburg hat ein nachdrückliches Vertrauensvotum für Cheftrainer Merlin Polzin abgegeben, obwohl der Bundesliga-Auftakt 2026/27 mit drei Niederlagen in Folge misslang. Deutsche Fußballmedien berichten, dass die neuen Vereinbarungen für Polzin und seine Co-Trainer nur so lange gültig bleiben, wie der HSV die Bundesliga hält.

Der Zeitpunkt sorgt dennoch dafür, dass die Ankündigung große Aufmerksamkeit auf sich zieht. Polzins Mannschaft ist nach drei Ligaspielen weiterhin ohne Punkt und ohne Tor und geht mit einem Torverhältnis von 0:12 in das Heimspiel am Samstag gegen Köln. Damit steht der HSV nach drei Spieltagen folglich exakt bei derselben Punkteausbeute wie Borussia Mönchengladbach. Die beiden Klubs haben auf ihre jeweiligen Krisen allerdings völlig unterschiedlich reagiert.


OneFootball Videos


Hamburg hat seinem eigenen jungen Trainer stattdessen einen neuen langfristigen Vertrag gegeben.

Hamburg belohnt Polzin für sein Gesamtwerk

Betrachtet man ausschließlich die ersten drei Spiele, wirkt die Entscheidung außergewöhnlich. Polzins HSV eröffnete die Saison mit einer 0:2-Auswärtsniederlage bei Borussia Dortmund, bevor zwei 0:5-Pleiten gegen Mainz und RB Leipzig folgten. Das Ergebnis gegen Mainz veranlasste Polzin dazu, Verantwortung für mehrere Personalentscheidungen zu übernehmen und die Niederlage als „Dosis Realität“ zu bezeichnen.

Eine Woche später versuchte der Hamburger Trainer, den Auftritt gegen Leipzig vom vorherigen Zusammenbruch abzugrenzen, und bestand darauf, dass seine Mannschaft zumindest Anzeichen von Fortschritt gezeigt habe, bevor sie in fünf Minuten der zweiten Halbzeit drei Gegentore kassierte. Die Bewertung des Klubs reicht offenbar deutlich weiter zurück: Polzin gilt weiterhin als unterstützenswert, nachdem er dem hanseatischen Stadtstaatklub zum Wiederaufstieg in die Bundesliga verhalf und in der vergangenen Saison den Klassenerhalt sicherte.

Polzin überstand eine schwierige erste Bundesliga-Saison

Der Aufstieg war nur die erste Hälfte von Polzins Argumenten für eine Weiterbeschäftigung. Wie in GGFNs Taktik-Vorschau auf den Hamburger SV für 2025/26 analysiert wurde, ging der HSV mit einem unvollständigen, unausgewogenen Kader in seine erste Spielzeit im Oberhaus, begleitet von erheblichen Zweifeln daran, ob der junge Trainer genug Erfahrung für einen Bundesliga-Abstiegskampf mitbrachte.

Polzin beantwortete diese Fragen letztlich. Die Bundesliga-Saison 2025/26 brachte erinnerungswürdige Siege hervor, die die Verbindung zwischen Polzin, seinen Spielern und den Zuschauern im Volksparkstadion stärkten. Entscheidend war am Ende das Ergebnis. Hamburg wurde mit 38 Punkten 13. und sicherte sich souverän eine weitere Saison Bundesliga-Fußball.

Warnzeichen für die zweite Saison waren bereits sichtbar

Die aktuelle Krise kam nicht völlig ohne Vorwarnung. GGFNs Taktik-Vorschau auf den Hamburger SV für 2026/27 betonte, dass der Klassenerhalt aus der Vorsaison keine weitere ruhige Spielzeit garantiere. Der HSV ging mit einem unvollständigen und von Verletzungen geplagten Kader in den Pflichtspielbetrieb, während mehrere wichtige Bausteine der Vorsaison nicht mehr zur Verfügung standen.

Polzin musste deshalb erneut einen größeren Umbruch begleiten. Das Ergebnis war bislang katastrophal. Hamburg blieb in allen drei Ligaspielen ohne Tor und ließ auf eine noch verkraftbare Niederlage am ersten Spieltag zwei historisch deutliche Pleiten folgen. Polzins lange Geschichte beim HSV scheint für die neue sportliche Führung des Klubs jedoch deutlich mehr Gewicht zu haben als drei desaströse Ergebnisse.

Hamburg und Gladbach wählen entgegengesetzte Reaktionen

Der Kontrast zu Gladbach könnte kaum größer sein. Beide Klubs gingen nach schwierigen Spielzeiten 2025/26 in die Saison, in denen ihre jungen Cheftrainer letztlich den Bundesliga-Klassenerhalt schafften. Beide hielten an diesen Trainern fest und arbeiteten im Sommer intensiv am Kader. Beide verloren dann ihre ersten drei Bundesliga-Spiele.

Nach dem 3. Spieltag hat Hamburg 12 Gegentore kassiert. Gladbach ebenfalls 12. Keiner der beiden Klubs hat einen Punkt geholt. Borussia-Sportdirektor Rouven Schröder entschied dennoch, dass die 0:5-Niederlage gegen Freiburg einen sofortigen Trainerwechsel erforderte. HSV-Vorständin Sport Kathleen Krüger ist zu exakt dem gegenteiligen Schluss gekommen.

Aussagen zur Vertragsverlängerung von Merlin Polzin

„Unser grundsätzliches Bekenntnis wurde frühzeitig klar kommuniziert und auch zuletzt mehrfach bekräftigt“, sagte Krüger in einer Vereinsmitteilung. „Wir werden gemeinsam in die Zukunft gehen und dabei trotzdem die aktuelle sportliche Situation im Blick behalten. Vertrauen bedeutet nicht, dass Ergebnisse zweitrangig werden, sondern basiert auf einer kritischen Auseinandersetzung. Deshalb verlängern wir die Verträge mit voller Überzeugung. Sie beeindrucken uns jeden einzelnen Tag mit ihrer Fachkompetenz, ihrer Gründlichkeit, ihrem Fleiß und ihrer Leidenschaft.“

Auch Sportdirektor Claus Costa sprach Polzin und seinem Trainerteam deutlich das Vertrauen aus.

„Unser Trainerteam überzeugt mich sowohl fachlich als auch menschlich“, sagte Costa. „Auf unserem gemeinsamen Weg sind wir immer offen, kritisch und ehrlich miteinander umgegangen und haben dadurch anspruchsvolle Herausforderungen zusammen gemeistert. Ich habe seit Jahren Einblick in Merlins tägliche Arbeit und konnte miterleben, wie er sich als Führungspersönlichkeit kontinuierlich weiterentwickelt hat. Besonders schätze ich seinen Blick für die Mannschaft und seinen bedingungslosen Wunsch, sich gemeinsam mit den Menschen um ihn herum weiterzuentwickeln.“

Polzin bezeichnete die Verlängerung sowohl als Vertrauensbeweis als auch als Verpflichtung.

„Unser gemeinsames Bekenntnis ist ein Zeichen von Vertrauen“, sagte der HSV-Cheftrainer selbst. „Gleichzeitig verstehe ich es als große Verantwortung und als unseren Auftrag, den Klub besser zu machen. Jeder weiß, wie viel mir diese Stadt, dieser Klub und dieses Stadion bedeuten. Umso mehr freue ich mich, weiterhin mein gesamtes Trainerteam und Staff an meiner Seite zu haben und eine so unglaubliche Unterstützung aus den Büros des Klubs, von den Fans und von so vielen anderen Menschen rund um den HSV zu erfahren.“

Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 kannst du hier lesen.

Impressum des Publishers ansehen